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Donnerstag, 12. Oktober 2017

Bilder wie nach einem Erdbeben: Zwölf Jahre nach dem Bau versinkt die A20

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Rund 100 Meter der Autobahn 20 sind bei Tribsees in Mecklenburg-Vorpommern  abgebrochen. (Foto: dpa)

Rund 100 Meter der Autobahn 20 sind bei Tribsees in Mecklenburg-Vorpommern abgebrochen.

Es sind Bilder wie nach einem Erdbeben.

Rund 100 Meter der Autobahn 20 sind bei Tribsees in Mecklenburg-Vorpommern abgebrochen.

Seit Wochen senkt sich der Boden Zentimeter für Zentimeter, mittlerweile klafft dort ein 40 Meter langer ...

... und zweieinhalb Meter tiefer Krater.

Insgesamt sind etwa 1000 Kubikmeter Erde weggesackt.

Hilflos registrieren Beobachter, wie Stück für Stück der Autobahn in die Tiefe fällt.

Die A20 ist deshalb - in Richtung Rostock zumindest - an dieser Stelle komplett gesperrt.

Eine Vollsperrung ist nach Meinung eines Gutachters aber nicht notwendig.

Die Fahrbahn in Richtung Stettin ist aktuell noch befahrbar.

Grund für die Probleme ist nach früheren Angaben von Verkehrsminister Christian Pegel, dass die Autobahn über einer sogenannten Torflinse verläuft.

Diese sei beim Bau mit vielen kleinen Betonkernen stabilisiert worden. Es müsse geklärt werden, ob diese Kerne die Last nicht gehalten haben.

Vermesser des Landesamtes kontrollieren nun zweimal täglich mit Höhenmessungen die Fahrbahnoberfläche.

Der Bau der Autobahn war im Dezember 2005 nach elf Jahren Bauzeit abgeschlossen worden.

Bundeskanzlerin Angela Merkel schnitt nahe dem nun abgebrochenen Teilstück das Band durch.

Der Sprecher des deutschen Autobahnplaners Deges, Michael Zarth, bekräftigt indes, dass die Autobahn auf dem Stand der damaligen Technik und des Regelwerks gebaut worden sei. (dsi)

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