Deutschlands ältester Windpark ist seit 20 Jahren in Betrieb.Bild 1 von 32 Am 24. August 1987 ging der erste deutsche Windkraftpark im Kaiser-Wilhelm Koog an der Westküste Schleswig-Holsteins ans Netz.Bild 2 von 32 32 unterschiedliche Windkraftanlagen verwandeln den Nordseewind in Strom. Sie liefern zwischen 10 und 25 Kilowatt.Bild 3 von 32 Der Standort gilt als eine der windigsten Regionen in Deutschland. Hier startete der Schwabe Ulrich Hütter in den 50er Jahren Deutschlands ersten Windkraft-Versuch: GROWIAN, die erste große Windkraftanlage.Bild 4 von 32 GROWIAN bestand aus einem 350 Tonnen schweren Stahlrohrmast, einem 340 Tonnen schweren Maschinenhaus mit zwei riesigen, 23 Tonnen schweren Rotorblättern in 100 Metern Höhe. Die Anlage lieferte drei Megawatt - und war ein Misserfolg.Bild 5 von 32 Nach vier Jahren Probebetrieb ging GROWIAN an seinem eigenen Gewicht zugrunde. Das 54-Millionen Euro teure Pilotprojekt war einer der größten Fehlschläge in der Geschichte der Windenergie-Nutzung. Und ein Startschuss für weitere Forschung.Bild 6 von 32 Ingenieure haben weitergeforscht, neue Technologien entwickelt und neue Lösungen gefunden.Bild 7 von 32 Sie haben insbesondere ein strategisches Problem gelöst: Eine einzelne Windenergieanlage kann nicht mit konventionellen Kraftwerken konkurrieren. Ein ganzer Park schon.Bild 8 von 32 Die Masse macht's: Heute werden mehrere Winkraftanlagen zu Windparks zusammengefasst.Bild 9 von 32 Die Windanlagen von Kaiser-Wilhelm Koog erreichen so eine Gesamtanschlussleistung von 26,5 Megawatt. Sie produzieren rund 78 Millionen Kilowattstunden Strom im Jahr. Damit können 17.000 Haushalte versorgt werden.Bild 10 von 32 Das Know-How deutscher Windanlagenbauer ist auch im Ausland gefragt. Für 2007 wurde eine Exportquote von 82 Prozent errechnet, 2006 lag die Quote bei 74 Prozent im Gegensatz zu nur 58 Prozent im Jahr 2003.Bild 11 von 32 Nach Erhebungen des Deutschen Windenergie-Instituts kletterte die deutsche Produktion an Windkraft-Anlagen und -komponenten im vergangenen Jahr um 40 Prozent auf 5,6 Milliarden Euro.Bild 12 von 32 Am weltweiten Gesamtumsatz von 15,4 Milliarden Euro hatten deutsche Hersteller und Zulieferer 2006 einen Anteil von 37 Prozent. Als Marktführer lagen sie damit vor den USA, Spanien, Indien und China. Anlagen im Wert von 4,16 Milliarden Euro wurden exportiert.Bild 13 von 32 Mit einer Windenergie-Leistung von 20.622 Megawatt liegt Deutschland mit Abstand auf Platz eins der weltweit erzeugten Windenergie.Bild 14 von 32 Die Kraft des Windes erzeugt mit 43 Prozent den Löwenanteil des Stroms aus erneuerbaren Energien - neben Solarenergie, Wasserkraft, Erdwärme und Energie aus Biomasse. Das sind rund fünf Prozent des gesamten deutschen Stroms.Bild 15 von 32 Wind ist als erneuerbare Energie praktisch unerschöpflich. Das Problem dieser Energieform: Windkraft ist abhängig von den Windverhältnissen.Bild 16 von 32 Abhilfe schaffen Pumpspeicherwerke, in denen die überflüssige Energie "gelagert" werden kann. Allerdings sind die Ausbaumöglichkeiten in Deutschland aus topografischen und Naturschutzgründen weitgehend erschöpft.Bild 17 von 32 Wegen der Unvorhersehbarkeit des Windes kann Windenergie nur eine Säule im Energiemix sein.Bild 18 von 32 Wenn die Windräder still stehen, müssen normale Kraftwerke für das Stromaufkommen einspringen.Bild 19 von 32 Der Stromanteil aus Windkraft ist im Inland jedoch mittlerweile rückläufig. Anlagenbetreiber sehen die Politik in der Verantwortung.Bild 20 von 32 Insbesondere politische Hemmnisse für die Modernisierung älterer Anlagen an Land, für die Offshore-Produktion in Ost- und Nordsee und den Netzausbau müssten angepackt werden, damit Windräder künftig Hochleistung bringen, so die Betreiber.Bild 21 von 32 Windkraftanlagen sollen sowohl an Land als auch zu Wasser weiter ausgebaut werden. Geplant ist, den Anteil der Windkraft an der deutschen Stromerzeugung auf bis zu 35 Prozent zu steigern.Bild 22 von 32 Mit dem Ausbau von Windenergieanlagen gibt es aber auch immer mehr Kritiker. Hauptargumente gegen die "Verspargelung der Landschaft" sind der Vogelschutz und die Belästigung durch Lärm, Schatten und Blinklichter.Bild 23 von 32 Die Hersteller und Betreiber wollen bestehende Windkraftanlagen darum leiser werden.Bild 24 von 32 Beim so genannten "Repowering" werden alte Anlagen, Windräder aus den 90er Jahren, durch größere und leistungsfähigere ersetzt. Dadurch sollen Insgesamt weniger Anlagen notwendig werden.Bild 25 von 32 Zudem würden die Standorte für Windanlagen wesentlich sorgfältiger ausgewählt als früher, sagen die Betreiber.r.Bild 26 von 32 Die größte Leistungssteigerung wird durch den Aufbau von Offshore-Windparks erwartet, denn Windanlagen auf See arbeiten - langfristig gesehen - effizienter als die auf dem Land.Bild 27 von 32 Mit Hilfe moderner Anlagen und immer weiter entwickelter Technik sollen die Kosten für Strom aus Windkraft enorm gesenkt werden.Bild 28 von 32 Zurzeit kostet Strom aus Windkraft zwischen 7 und 10 Cent pro Kilowattstunde und damit deutlich mehr als konventioneller Strom aus Kraftwerken.Bild 29 von 32 Experten sind jedoch der Meinung, dass Strom aus Windenergie bis spätestens 2020 mit Strom aus Kraftwerken konkurrieren kann.Bild 30 von 32 Dann müsste zumindest der Strom der an Land stehenden Anlagen nicht mehr staatlich gefördert werden.Bild 31 von 32 Mit wachsender Nachfrage wird auch die Zahl der Angestellten in der Windindustrie steigen. Aus 73.800 Beschäftigten 2006 sollen 112.000 im Jahr 2020 werden. (Alle Bilder: dpa)Bild 32 von 32