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Freitag, 11. Juli 2014

Raketenalarm und Public Viewing: Alltag im Land des Wahnsinns

Von Julian Vetten

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Explosionen im Gaza-Streifen, ... (Foto: REUTERS)

Explosionen im Gaza-Streifen, ...

Explosionen im Gaza-Streifen, ...

... die feurigen Schweife der "Iron Dome"-Raketenabwehrsysteme, ...

... israelische Kampfeinheiten in Wartestellung und ...

... Momentaufnahmen von Leid und Trauer: Das sind die Bilder, die es in diesen Tagen aus dem Nahen Osten in die Weltpresse schaffen.

Doch während um sie herum einmal mehr die Hölle losbricht, versuchen die Menschen in Israel und Gaza, ihr normales Leben weiterzuleben, so gut es geht.

Diese Kinder spielen während einem der unzähligen Raketenalarme in einem unterirdischen und bombensicheren Kindergarten - Ashdod liegt nur 20 Kilometer nördlich der Grenze zu Gaza.

Ein Strandbesucher zeigt seiner Freundin im noch weiter südlich gelegenen Ashkelon die gewaltige Explosion, in der eine Kassam-Rakete nach einem Treffer durch den "Iron Dome" verglüht.

Die Israelis haben sich zwar längst nicht an die tödlichen Geschosse der radikalislamischen Hamas gewöhnt, ...

... aber nach Jahren der ständigen Bedrohung gelernt, sich damit so gut wie möglich zu arrangieren. Hier warten Autofahrer südlich von Tel Aviv auf das Ende eines Raketenalarms.

In der lässigen Mittelmeermetropole selbst bevölkern die Menschen auch weiterhin den riesigen Strand oder ...

... bereiten sich auf einen Besuch in einer der unzähligen Galerien vor.

Aber auch hier gilt: Sobald die Sirenen ertönen, war es das mit der Surfstunde.

Dann heißt es, das Beste aus der Situation zu machen: Dem Hund eine ausgiebige Streicheleinheit zu verpassen, während man in den Unterständen verharrt, ist schon mal ein guter Anfang.

Vermeintlich noch lockerer gehen diese Hobby-Historiker mit der Situation um: Sie spielen die Schlacht bei Hattin nach, bei der die Kreuzritter 1187 vernichtend von Saladins Ayyubiden geschlagen wurden.

Die allerdings fand am See Genezareth im Norden des heutigen Israels statt - eine Gegend, die außerhalb der Reichweite der Hamas-Raketen liegt. Sollte sich die libanesische Hisbollah nun allerdings in den Konflikt einschalten, wäre auch die Gegend rund um den berühmten See nicht mehr sicher.

Von der anderen Seite allerdings, aus dem Herzen Gazas, findet man so gut wie keine Bilder, die auch nur entfernt an Alltagsleben erinnern. Die israelische Luftwaffe ist bei ihren Angriffen ungleich effizienter als die Hamas.

Wurden zu Beginn der Offensive noch die Spiele der Fußball-Weltmeisterschaft live am Strand übertragen, ...

... trauen sich die Menschen hier nur noch vor die Tür, um wenigstens die lebensnotwendige Versorgung der Bevölkerung sicherzustellen.

Ansonsten hilft nur noch beten, ...

... dass die tödliche Kette aus Angriff und Gegenangriff so schnell wie möglich ein friedliches Ende findet.

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