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Es geschieht in den Morgenstunden.
Indonesiens Hauptstadt Jakarta wird von mehreren Detonationen erschüttert.
Bei den Bombenanschlägen auf zwei Luxushotels werden mindestens neun Menschen getötet.
Mindestens 42 Menschen werden durch die Explosionen verletzt.
Die Sprengsätze detonieren im Ritz-Carlton und im Marriott-Hotel.
Eine Explosion im Norden Jakarta erschüttert kurze Zeit später die Umgebung und schürt Angst vor weiteren Anschlägen.
Wie sich herausstellte, war an einem Auto ein Reifen geplatzt. Das Fahrzeug geriet in Brand. Zwei Menschen starben. Die Polizei ging von einem Unfall aus.
Unter den Verletzten befinden sich viele ausländische Geschäftsleute.
Mindestens eines der Todes-Opfer ist nach Angaben der Polizei ein Ausländer. Andere Quellen sprechen von vier ausländischen Toten.
Ob Deutsche unter den Verletzten sind, ist noch unklar.
Die deutsche Botschaft in Jakarta hat inzwischen Kontakt zu den örtlichen Behörden aufgenommen und bemüht sich um Aufklärung.
Im Marriott-Hotel fanden Sprengstoffexperten nach Polizeiangaben eine weitere Bombe, die nicht gezündet hatte.
In beiden Hotels barsten bei den Detonationen Fensterscheiben, im Ritz-Carlton vor allem im ersten Stockwerk.
Dies deutet darauf hin, dass sich die Explosion im Restaurant des Hotels ereignet haben könnte, in dem sich zur Zeit des Anschlags am Morgen viele Menschen aufhielten.
Eine Anwohnerin berichtete, nach der ersten Explosion sei Rauch aus dem Marriott aufgestiegen.
Etwa fünf Minuten später habe es die Explosion am Ritz-Carlton-Hotel gegeben.
Hunderte Polizisten, einige Soldaten und Krankenwagen sind vor Ort.
Beide Hotels liegen unweit voneinander im Geschäftsviertel Kuningan.
In der bei Ausländern und Indonesiern gleichermaßen beliebten Gegend gibt es viele Bars, Büros und Botschaften.
Bei den Anschlägen starb auch der Chef der indonesischen Tochter des Schweizer Zementherstellers Holcim, Tim Mackay, wie der Konzern mitteilte.
Zwischen 2002 und 2005 hatte es in Indonesien zahlreiche Attentate gegeben, für die die islamistische Extremistenorganisation Jemaah Islamiah verantwortlich gemacht wurde.
Darunter waren auch die Bombenanschläge auf der Insel Bali 2002, bei denen 202 Menschen getötet wurden, darunter zahlreiche Australier.
Seitdem wurden viele Extremisten verhaftet. Das Marriott war 2003 bei einer Autobombenexplosion stark beschädigt worden. Damals gab es zwölf Tote.
Seit mehreren Jahren hat es in Indonesien aber keine Anschläge mehr gegeben. Auch die Präsidentschaftswahl Anfang des Monats verlief friedlich.
In einem australischen Bericht zur Sicherheitslage vom Donnerstag hieß es jedoch, die Jemaah Islamiah könnte zu neuen Anschlägen bereit sein.
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