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Donnerstag, 27. Juli 2017

Hubschrauber-Absturz in Mali: Beim "Tiger" gibt es immer wieder Probleme

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Bei dem Absturz eines Bundeswehrhubschraubers  vom Typ "Tiger" in Mali sind beide Besatzungsmitglieder ums Leben gekommen. (Foto: picture alliance / dpa)

Bei dem Absturz eines Bundeswehrhubschraubers vom Typ "Tiger" in Mali sind beide Besatzungsmitglieder ums Leben gekommen.

Bei dem Absturz eines Bundeswehrhubschraubers vom Typ "Tiger" in Mali sind beide Besatzungsmitglieder ums Leben gekommen.

Es sind die ersten Todesfälle von Bundeswehrsoldaten im Auslandseinsatz seit 2015.

Der Hubschrauber und die Besatzungsmitglieder waren im Auftrag einer UN-Friedensmission in Mali im Einsatz.

"Der Tod dieser Männer im Dienste unseres Landes trifft uns alle tief und er macht uns unendlich traurig", sagte Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen.

Noch ist die Ursache für den Absturz völlig unklar. Nach Informationen des "Spiegels" geht die Bundeswehr von einem massiven technischen Defekt an der Unglücksmaschine aus.

Laut Aussage eines zweiten Piloten, der unmittelbar hinter der Unglücksmaschine flog, sei der "Tiger" vor ihm urplötzlich und ohne einen Notruf mit der Nase nach vorne abgekippt und dann sofort im Sturzflug zu Boden gegangen.

Technisches Versagen des Hubschraubers als Unfallursache könnte Verteidigungsministerin von der Leyen politisch unter Druck setzen.

Von der Leyen hatte in ihrer Amtszeit immer wieder die Bedeutung guter Ausrüstung der Soldaten im Einsatz betont.

Mit dem "Tiger" gab es immer wieder Probleme. Zuletzt fehlten Piloten, um das Gerät zu fliegen.

Bedenken gab es auch wegen der Einsatzbereitschaft der Hubschrauber in der westafrikanischen Hitze.

Zunächst galt eine maximale Temperaturobergrenze von 43,26 Grad Celsius für den Start der Hubschrauber. Diese wurde jedoch für den Einsatz in Mali um fünf Grad angehoben.

Die Bundeswehr schließt einen Zusammenhang mit hohen Temperaturen aber vorerst aus. Demnach war es in Gao am Mittwoch mit nur 36 Grad vergleichsweise kühl.

Der "Tiger" ist ein zweisitziger Kampfhubschrauber vom Hersteller Airbus Helicopters und wird laut Bundeswehr unter anderem für den Kampf gegen gepanzerte Truppen oder logistische Einrichtungen eingesetzt.

Der Hubschrauber kann der Bundeswehr zufolge 290 km/h schnell fliegen, ohne Bewaffnung sogar bis zu 315 km/h. Die Einsatzreichweite beträgt bis zu 725 Kilometer.

In Mali sind vier "Tiger"-Kampfhubschrauber im Einsatz.

Die UN-Mission Minusma soll zur Stabilisierung Malis und zur Umsetzung eines Friedensabkommens beitragen.

Der Routine-Flugbetrieb der "Tiger" wird bis auf Weiteres ausgesetzt. Es würden vorerst nur solche Flüge absolviert, wenn "Leib und Leben einen Einsatz unbedingt erfordern", erklärte Vize-Generalinspekteur Joachim Rühle.

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