Der UN-Sitz in New York. Von hier aus versuchen die Vereinten Nationen, Ordnung in der Welt zu schaffen. 192 Staaten sind Mitglied.Bild 1 von 93 Die wichtigsten Aufgaben der Organisation sind die Sicherung des Weltfriedens, die Einhaltung des Völkerrechts, der Schutz der Menschenrechte und die Förderung der internationalen Zusammenarbeit.Bild 2 von 93 Die UN schickt immer wieder so genannte Friedenstruppen zur Deeskalation in Krisengebiete. Zurzeit (August 2006) gibt es 15 solcher Missionen: sieben in Afrika, drei in Europa, drei im Nahen Osten, eine in Asien und eine auf dem amerikanischen Kontinent.Bild 3 von 93 Im Kongo operiert seit 1999 die MONUC (United Nations Organization Mission in the Democratic Republic of the Congo).Bild 4 von 93 Ursache für die Entsendung ist der so genannte "Afrikanische Weltkrieg", an dem von 1998 bis 2002 mehrere afrikanische Staaten beteiligt sind.Bild 5 von 93 Die Blauhelmsoldaten entwaffnen die Kombattanten, können jedoch bis heute nicht verhindern, dass es immer wieder zu Massakern kommt.Bild 6 von 93 Erst als die MONUC-Soldaten wiederholt von Rebellen beschossen werden, wandelt die UN das Mandat in ein "robustes Mandat" um. Den Truppen wird erlaubt, mit allen Mitteln der militärischen Gewalt die Zivilbevölkerung zu schützen.Bild 7 von 93 17.000 Soldaten sind im Kongo stationiert, die Kosten liegen jährlich bei etwas mehr als einer Milliarde US-Dollar.Bild 8 von 93 Am 30. Juli 2006 sicherten die Soldaten die erste demokratische Wahl seit vier Jahrzehnten.Bild 9 von 93 Das auf vier Monate befristete Mandat der EU-Truppe Eufor zur Absicherung der Wahl lief Anfang Dezember aus. 740 Bundeswehrsoldaten kehren wieder heim.Bild 10 von 93 Zum Weihnachtsfest sollte der letzte Soldat zu Hause sein.Bild 11 von 93 Seit Missionsbeginn kamen 92 MONUC-Mitglieder ums Leben.Bild 12 von 93 In der westlichen Sahara ist die MINURSO (United Nations Mission for the Referendum in Western Sahara) stationiert.Bild 13 von 93 Die Aufgabe der etwa 500 Personen starken Truppe ist, nach dem Ende des so genannten Westsaharakonflikts ein Referendum zu organisieren, ...Bild 14 von 93 ... bei dem die Bevölkerung über einen Beitritt zu Marokko oder die Unabhängigkeit abstimmt.Bild 15 von 93 Die Mission läuft bereits seit 1991, doch bisher konnte keine Einigung über die Frage der Stimmberechtigten erzielt werden.Bild 16 von 93 Die jährlichen Kosten für die Mission gibt die UN mit etwa 45 Millionen US-Dollar an.Bild 17 von 93 Burundi: Major General Derrick Mbuyiselo Mgwebi bei einer Ansprache. Der Südafrikaner leitet den operativen Teil der ONUB (United Nations in Burundi).Bild 18 von 93 Die 5700 Soldaten sollen ein erneutes Aufflammen eines Bürgerkriegs zwischen den Tutsi und den Hutu verhindern und...Bild 19 von 93 ...die Bestimmungen des so genannten Arusha-Vertrages sichern, der zwischen den beiden Bürgerkriegsparteien geschlossen ist.Bild 20 von 93 Außerdem gilt es, humanitäre Hilfe zu leisten...Bild 21 von 93 ... und Rebellen zu entwaffnen.Bild 22 von 93 Außerdem müssen Flüchtlinge und Vertriebene wieder ins Land integriert werden.Bild 23 von 93 Aber auch hier: immer wieder Rückschläge und gewalttätige Zusammenstöße.Bild 24 von 93 Ein Fahrzeug der UNMIL-Truppe in Liberia (United Nations Mission in Liberia).Bild 25 von 93 Etwa 15.000 Soldaten sind im Einsatz. Auch hier ist ein Bürgerkrieg die Ursache.Bild 26 von 93 Diktator Charles Taylor, hier bei seiner Festnahme, hatte das Land in den Abgrund gestürzt.Bild 27 von 93 49 Staaten beteiligen sich an der Mission. Jährliche Kosten: etwa 750 Millionen US-Dollar.Bild 28 von 93 Die UN-Helfer sorgen neben Sicherheit auch für eine neue Infrastruktur...Bild 29 von 93 ...und die Ausbildung der Bevölkerung.Bild 30 von 93 Sudan: Soldaten der UNMIS (United Nations Mission in Sudan) beim Bau einer Straße.Bild 31 von 93 Nach 20 Jahren Bürgerkrieg beschließt die UN 2005 eine Mission, die den Frieden in der Region sichern soll.Bild 32 von 93 Entwaffnung der Rebellen und Abwendung einer humanitären Katastrophe sind die Hauptziele.Bild 33 von 93 Bis zu 10.000 Helfer und Soldaten sind im Land, die jährlichen Kosten belaufen sich auf etwa 1,1 Milliarden US-Dollar.Bild 34 von 93 UN-Generalsekretär Kofi Annan im Gespräch mit Frauen, die Opfer sexueller Gewalt geworden sind.Bild 35 von 93 Und dann doch noch ein Stück Normalität: ein Fußball-Spiel zwischen Soldaten und Einheimischen.Bild 36 von 93 Äthiopien und Eritrea, die Armenhäuser Afrikas. Von 1998 bis 2000 brechen immer wieder Kämpfe zwischen beiden Ländern aus.Bild 37 von 93 Im Juli 2000 stationiert die UN hier die UNMEE (United Nations Mission in Ethiopia and Eritrea).Bild 38 von 93 Fachleute der UN arbeiten unter dem Schutz der Soldaten an der Infrastruktur. Hier eine improvisierte Tierarztpraxis für Rinder.Bild 39 von 93 Im Vordergrund aber weiterhin: Sicherheit schaffen.Bild 40 von 93 Das Grenzgebiet zwischen den beiden Staaten ist massiv vermint.Bild 41 von 93 Die UNMEE-Soldaten müssen riesige Landstriche mit schwerem Gerät räumen.Bild 42 von 93 Diese Soldaten werden dafür mit der "UN-Medaille" ausgezeichnet.Bild 43 von 93 Neben vielen weiteren Ländern stellt auch Indien - hier eine indische Ehrengarde der UNMEE - Soldaten für das Programm.Bild 44 von 93 Äthiopien und Eritrea leiden nicht nur Hunger, sondern auch Durst. Hier warten zahlreiche Kinder auf die Eröffnung eines Brunnens.Bild 45 von 93 Überbleibsel des Krieges. Ein Ende der UNMEE-Mission ist - wie bei fast allen anderen Missionen auch - noch nicht abzusehen.Bild 46 von 93 Elfenbeinküste: Eine Stellung vor dem Hauptquartier der UNOCI (United Nations Operation in Côte d'Ivoire).Bild 47 von 93 Etwa 8000 Soldaten sind hier stationiert, 19 kamen bisher bei dem Einsatz ums Leben.Bild 48 von 93 Die Truppe soll die Rückkehr von Flüchtlingen nach langem Bürgerkrieg ermöglichen. Außerdem gilt es, Rebellen zu bekämpfen.Bild 49 von 93 Langfristiges Ziel sollen Wahlen sein.Bild 50 von 93 Die UNOCI wird im Laufe ihrer Mission immer wieder angegriffen.Bild 51 von 93 Demonstrationen gegen die Friedenstruppe laufen nicht immer friedlich ab. Teile der Bevölkerung empfinden die Soldaten als Besatzer...Bild 52 von 93 ...und bringen ihre Wut zum Ausdruck. Hier ein mit Steinen übersäter Platz nach einer Demonstration.Bild 53 von 93 Sprung auf den amerikanischen Kontinent. Der Inselstaat Haiti ist geprägt von Gewalt, Armut und der Herrschaft von Banden und War-Lords.Bild 54 von 93 Seit 2004 operiert hier die MINUSTAH (United Nations Stabilization Mission in Haiti).Bild 55 von 93 8.000 UN-Soldaten und Polizisten kontrollieren das Land,...Bild 56 von 93 ...und werden immer wieder selbst zu Opfern. 17 Tote auf der Seite der UN gibt es bisher.Bild 57 von 93 In diesem Jahr stehen die Wahlen im Mittelpunkt des Einsatzes. Hier kommen die Wahlzettel am Hafen an und werden von UN-Soldaten in Empfang genommen.Bild 58 von 93 Die Soldaten sichern vor allem die Hauptstadt Port-au-Prince, in der es immer wieder zu blutigen Banden-Kriegen kommt.Bild 59 von 93 Und sie bauen eine neue Polizei auf. Hier die Rekrutierungsstelle.Bild 60 von 93 Blick in das Grenzland zwischen Indien und Pakistan. Hier ist eine der ältesten UN-Missionen stationiert. Seit 1949 sind UN-Soldaten im Einsatz.Bild 61 von 93 Beobachter der UNMOGIP (United Nations Military Observer Group in India and Pakistan) überwachen den Waffenstillstand zwischen den beiden Ländern.Bild 62 von 93 Der Einsatz geht auf den Kaschmir-Konflikt zurück, der zu mehreren Kriegen führte.Bild 63 von 93 Mit einem Jahresbudget von acht Millionen US-Dollar sollen etwa 100 UN-Mitarbeiter für Stabilität sorgen. Bisher gibt es elf Tote auf Seiten der UN.Bild 64 von 93 Georgien, im Grenzgebiet zu Abchasien.Bild 65 von 93 1992 erklärt sich die Region Abchasien zur unabhängigen Republik.Bild 66 von 93 Georgien marschiert kurze Zeit später nach Abchasien ein, es kommt zum Krieg.Bild 67 von 93 1994 erreicht die UN einen Waffenstillstand, etwas früher schon stationiert sie die UNOMIG (United Nations Observer Mission in Georgia).Bild 68 von 93 Neben der Versorgung von Kranken und Verletzten...Bild 69 von 93 ...und der Ausstattung von Schülern mit allem Wichtigen...Bild 70 von 93 ...koordinieren die UN-Beobachter die Arbeit einer russischen Schutztruppe. Diese hat jedoch immer wieder Schwierigkeiten, den grundsätzlichen Konflikt zu deeskalieren. Um die Region zu stabilisieren, plant die UN die Entsendung einer größeren Polizei-Truppe.Bild 71 von 93 UN-Soldaten und Polizisten der UNMIK (United Nations Interim Administration Mission in Kosovo) bei der Arbeit.Bild 72 von 93 Die Soldaten sind seit 1999 im Kosovo, nachdem der Sicherheitsrat der UN per Resolution beschlossen hatte, im Nachkriegs-Kosovo eine zivile Interims-Regierung zu etablieren.Bild 73 von 93 Die UNMIK muss sich im März 2004 Vorwürfe machen lassen, die serbische Bevölkerung im Land nicht ausreichend zu schützen. Ursache sind Pogrome gegen Serben.Bild 74 von 93 Doch es gibt noch ein großes Problem im Kosovo: Zwangsprostitution. Die UN geht dagegen mit einer Spezialeinheit vor.Bild 75 von 93 UN-Generalsekretär Kofi Annan bei einem Rundgang auf Zypern.Bild 76 von 93 1.000 Soldaten sichern hier seit 1974 den Frieden zwischen dem griechischen und dem türkischen Teil der Insel.Bild 77 von 93 Die Waffenstillstandslinie ist 180 Kilometer lang, sie reicht im Westen von Kato Pyrgos bis nach Famagusta im Osten.Bild 78 von 93 Die Truppen der UNFICYP (United Nations Peacekeeping Force in Cyprus) patrouillieren zu Fuß und mit schweren Fahrzeugen.Bild 79 von 93 Jährlich kostet der Konflikt die UN etwa 50 Millionen US-Dollar.Bild 80 von 93 Zum Einsatz kommen die Soldaten auch während des jüngsten Konflikts im Libanon. Die Soldaten helfen den tausenden Flüchtlingen, die die Insel erreichen.Bild 81 von 93 Im Libanon selbst agiert die UNIFIL (United Nations Interim Force in Lebanon).Bild 82 von 93 Sie wird 1978 gegründet, um zu gewährleisten, dass israelische Truppen aus dem Libanon abziehen. Außerdem soll der libanesischen Regierung geholfen werden, ihre Macht wiederherzustellen.Bild 83 von 93 Der Einsatz unterliegt den häufigen Wendungen im israelisch-libanesischen Grenzgebiet. Immer wieder gibt es bewaffnete Auseinandersetzungen. Hier UN-Soldaten bei den Vorbereitungen für den Einsatz eines Bomben-Entschärfungs-Roboters.Bild 84 von 93 Die Mission wird halbjährlich vom UN-Sicherheitsrat verlängert. Jährliche Kosten: 100 Millionen US-Dollar.Bild 85 von 93 Etwas über 2.000 Soldaten umfasst die UNIFIL-Truppe bisher. Sie soll nun deutlich aufgestockt werden, um Angriffe der Hisbollah auf Israel zu verhindern.Bild 86 von 93 Bei einem Bombenangriff der Israelis während des Krieges im Juli und August wird ein UNIFIL-Posten zerstört. Vier Beobachter der UNTSO sterben.Bild 87 von 93 Die UNTSO (United Nations Truce Supervision Organization) besteht aus 160 militärischen Beobachtern. Sie wurde bereits 1948 gegründet. Das Jahresbudget liegt bei etwa 15 Millionen US-Dollar.Bild 88 von 93 Sie behält den Konflikt im Auge und berichtet den Vereinten Nationen. Teilweise sind UNTSO-Mitarbeiter auch in die UNDOF (United Nations Disengagement Observer Force) integriert. Diese ist seit 1974 auf den Golanhöhen aktiv.Bild 89 von 93 Ihre Aufgabe ist die Überwachung eines Entflechtungsabkommens zwischen Syrien und Israel. In dem Gebiet sind zur Vermeidung gewalttätiger Konflikte ausschließlich UN-Soldaten erlaubt.Bild 90 von 93 Trotz der guten Absichten stehen die Missionen der Blauhelm-Soldaten immer wieder in der Kritik. Häufig funktioniert die Bereitstellung von Soldaten auf freiwilliger Basis nur schwer.Bild 91 von 93 Auch stellt sich die Einbindung möglichst vieler Nationen oft als nicht effekiv heraus. Hinzu kommen unklare Befehlsstrukturen, Sprachbarrieren und mangelnde technische Ausstattung.Bild 92 von 93 Dennoch hat die Weltgemeinschaft bis heute kein effektiveres Mittel gefunden, um bedrohliche Konflikte abzuwenden.Bild 93 von 93