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Islamisten töten Dutzende Menschen: Blutbad in Einkaufszentrum in Nairobi

von Fabian Stratmann

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Es ist ein Samstagmittag in der Westgate Mall: Wohlhabende Einheimische und Ausländer schlendern durch Nairobis luxuriöses Einkaufszentrum, Eltern mit ihren Kindern erledigen ihre Einkäufe, die Restaurants und Cafés sind voll. Plötzlich stürmen schwarz gekleidete, maskierte und schwerbewaffnete Männer in das Zentrum und eröffnen das Feuer. (Foto: REUTERS)

Es ist ein Samstagmittag in der Westgate Mall: Wohlhabende Einheimische und Ausländer schlendern durch Nairobis luxuriöses Einkaufszentrum, Eltern mit ihren Kindern erledigen ihre Einkäufe, die Restaurants und Cafés sind voll. Plötzlich stürmen schwarz gekleidete, maskierte und schwerbewaffnete Männer in das Zentrum und eröffnen das Feuer.

Es ist ein Samstagmittag in der Westgate Mall: Wohlhabende Einheimische und Ausländer schlendern durch Nairobis luxuriöses Einkaufszentrum, Eltern mit ihren Kindern erledigen ihre Einkäufe, die Restaurants und Cafés sind voll. Plötzlich stürmen schwarz gekleidete, maskierte und schwerbewaffnete Männer in das Zentrum und eröffnen das Feuer.

Mit einem Schlag herrschen Zustände wie im Krieg. Etliche Tote und Verletzte müssen in Sicherheit gebracht werden.

Kenneth Kerich (nicht im Bild) ist gerade beim Einkaufen: "Plötzlich hörte ich Schüsse, und alle begannen zu rennen. Ich warf mich auf den Boden, sah, wie zwei Menschen umfielen", erzählt er.

Erst als Polizisten in das Einkaufszentrum stürmen, kann er es verlassen.

"Anfangs dachten wir ja noch, dass die Polizei Jagd auf Diebe macht." Rasch jedoch merkt Kerich, dass die Lage viel ernster ist - doch da ist es bereits zu spät zur Flucht.

Ein anderer Augenzeuge berichtet, die Angreifer hätten Kunden und Angestellte des Einkaufszentrums regelrecht "hingerichtet".

"Ich sah, wie sie die Menschen aufforderten, etwas zu sagen, dann töteten sie sie."

In Panik versuchen die Besucher der Westgate Mall, auf allen nur erdenklichen Wegen dem Kugelhagel zu entkommen.

Nachdem Sicherheitskräfte das Einkaufszentrum erstürmen, kann zumindest teilweise eine Evakuierung beginnen.

Viele Menschen können das Gebäude verlassen.

Wobei zunächst nicht klar ist, wer zu den Angreifern gehört.

Neben Maschinengewehren benutzten die Angreifer auch Handgranaten. Die Rauchentwicklung in der großen Einkaufshalle deutet darauf hin, welche Szenen sich hier zugetragen haben müssen.

Mindestens Dutzende Menschen sterben bei dem Angriff der Islamisten. Weit mehr als 100 werden verletzt, darunter auch viele Kinder.

Auch Stunden nach den ersten Schüssen entspannt sich die Lage nicht.

Vor dem Einkaufszentrum wird schweres Geschütz aufgefahren.

Bewaffnete Spezialkräfte, ausgerüstet mit Helmen und kugelsicheren Westen, nehmen rund um das Gebäude Stellung.

Trotz der vielen Polizisten und Soldaten vor Ort halten die Islamisten zunächst noch mehrere Geiseln gefangen.

Die kenianische Armee verstärkt ihre Truppen deshalb noch weiter.

"Wir drängen weiter vor, aber derzeit ist es ruhig", sagt ein Armeeoffizier.

"All unsere Energien sind darauf gerichtet, dies zu beenden", fügt er hinzu.

Hilfsorganisationen bitten indes um Blutspenden.

"Melde dich freiwillig und rette jemandem das Leben", heißt es in einem Aufruf bei Twitter.

Gesucht werden zudem Psychologen und Sozialarbeiter.

Sie sollen die Überlebenden des Angriffs betreuen. (mit AFP)

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