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In der Uiguren-Provinz Xinjiang in Westchina brodelt es immer noch.
Nach den blutigen Unruhen Anfang Juli 2009 hat die Polizei ...
... mehr als 1400 Menschen verhaftet und kündigte an, ...
... hart gegen Störer vorzugehen.
Der Protest geht dennoch weiter.
Tausende mit Knüppeln bewaffnete Chinesen und muslimische Uiguren stehen sich in der Provinzhauptstadt Ürümqi gegenüber.
Es sind traurige Bilder, die uns aus dem Nordwesten Chinas erreichen.
Sie zeigen tiefe Verzweiflung, ...
... kriegsähnliche Zustände auf den Straßen, ...
... brennende Autos ...
... und immer wieder Tote.
Die Bilder geben Anlass zu großer Sorge.
Die staatliche Agentur Xinhua berichtete, es herrsche "Chaos" in mehreren Vierteln Ürümqis.
Um der Unruhen Herr zu werden, ordneten die Behörden eine nächtliche Ausgangssperre an.
Das Zentrum von Ürümqi gleicht einer Festung, ...
... in einigen Stadtvierteln gilt nach Angaben der Regionalregierung das Kriegsrecht. Sicherheitskräfte bezogen massenhaft Stellung.
Hunderte Polizisten mit Helmen und Schlagstöcken riegelten den zentralen Platz der Stadt ab, der für die Öffentlichkeit gesperrt ist.
Doch ungeachtet des Sicherheitsaufgebots gingen auch am Dienstag mindestens 200 Menschen auf die Straße, ...
... um für die Freilassung ihrer inhaftierten Verwandten zu protestieren.
Laut Xinhua wurden 1434 Menschen für ihre mutmaßliche Rolle in den schweren Ausschreitungen festgenommen, darunter 55 Frauen.
Polizisten zogen von Haus zu Haus und führten besonders junge Männer ab.
Bei Protesten am Sonntag waren nach Angaben der chinesischen Behörden über 150 Menschen getötet und ...
... über 1000 verletzt worden.
Fernsehbilder zeigen Demonstranten, brennende Autos ...
... und blutüberströmte Menschen.
Am Sonntag hatten Demonstranten in Ürümqi Passanten angegriffen, ...
... Polizeiwagen demoliert, ...
... Fahrzeuge in Brand gesetzt und den Verkehr an zahlreichen Kreuzungen lahmgelegt.
Die offiziellen Zahlen zu den Toten und Verletzten stammen von der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua. Chinesische Medien zeigten vor allem verletzte Chinesen; ...
... Exil-Uiguren sprachen von bis zu 800 getöteten Uiguren.
Die Fernsehbilder jedenfalls sind dramatisch: Schwarzer Rauch über den Straßen ist da zu sehen.
Hunderte Autos wurden zertrümmert ...
... oder in Brand gesetzt.
Mehr als 200 Häuser sollen bei den gewaltsamen Auseinandersetzungen zerstört worden sein.
Eskaliert war die Situation nach einer zunächst friedlichen Demonstration von Uiguren.
Die Protestierenden forderten eine Untersuchung einer Auseinandersetzung zwischen Mitgliedern ihrer Volksgruppe mit Han-Chinesen in einer Spielzeugfabrik in Südchina.
Der Protest schlug in Gewalt um, als sich die Teilnehmer weigerten, die Demonstration zu beenden.
Die Uiguren sind eine muslimische Minderheit in Westchina. Mehr als acht Millionen von ihnen leben in der Region Xinjiang im Westen Chinas.
Der uigurische Weltkongress fordert eine echte Autonomie für die Provinz Xinjiang - die Uiguren Ost-Turkestan nennen.
Menschenrechtler werfen der Volksrepublik vor, die Uiguren unter dem Vorwand des Anti-Terror-Kampfs zu diskriminieren und zu unterdrücken. (Im Bild: die Vorsitzende des Weltkongresses der Uiguren, Rebiya Kadeer.)
Seit Mitte der 1990er Jahre wurden laut Amnesty International über 3000 Uiguren verhaftet und mehr als 200 hingerichtet.
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