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Politik

Und jährlich grüßt der Weihnachtsbaum: Christmas im Weißen Haus

 
Weihnachten im Weißen Haus ist vor allem das Fest der First Ladys und der Kinder. 1958 stehen Mary Jean (vorn), David und Barbara Ann mit Opa Dwight Eisenhower und Oma Mamie Eisenhower vor dem Weihnachtsbaum.

Weihnachten im Weißen Haus ist vor allem das Fest der First Ladys und der Kinder. 1958 stehen Mary Jean (vorn), David und Barbara Ann mit Opa Dwight Eisenhower und Oma Mamie Eisenhower vor dem Weihnachtsbaum.

Im Gegensatz zu späteren Weihnachtsfotos aus dem Weißen Haus sind Bäume und Deko ziemlich bescheiden.

Caroline Kennedy inspiziert am 13. Dezember 1961 den Weihnachtsbaum. Mit dem neuen Präsidenten zogen wieder Kinder ins Weiße Haus. Im Hintergrund ihre Tante Jean Kennedy Smith und ihr Cousin Stephen Smith.

Präsident John F. Kennedy und First Lady Jacqueline Kennedy vor dem Weihnachtsbaum in der Eingangshalle des Weißen Hauses. Das Bild entstand am 12. Dezember 1962 bei einer Feier für die Angestellten.

Eine der zentralen Aufgaben der First Ladys ist es, den Weihnachtsschmuck im Weißen Haus zu präsentieren, wie hier 1965 Lady Bird Johnson, die Frau von Präsident Lyndon B. Johnson.

Wie immer beim Umgang mit Traditionen gibt es Bereiche, die unveränderlich sind. Und so empfängt die First Lady in jedem Jahr den Weihnachtsbaum vor dem Weißen Haus. Hier First Lady Betty Ford 1974.

Das kann eine leicht ermüdende Tätigkeit sein, denn der eigenen Kreativität sind in diesem festen Rahmen enge Grenzen gesetzt. Als Beispiele mögen Bilder stehen, die die stets charmante Nancy Reagan 1983, ...

? 1984, ?

? 1985 ?

? und 1986 zeigen.

1989 eine spektakuläre Neuerung: Barbara Bush nimmt ihren Hund "Millie" mit zum Baum.

Man beachte im Übrigen die Auswahl der Farben bei den vorweihnachtlichen Auftritten der First Ladys: Grün und Rot überwiegen ganz deutlich. Hier ein Foto aus dem Jahr 1991.

1993 ziehen Bill und Hillary Clinton ins Weiße Haus ein. Sie bringen frischen Wind mit, doch selbst Yale-Absolventin Hillary kommt nicht umhin, sich alljährlich öffentlich über einen 18,5 Fuß großen Weihnachtsbaum zu freuen. Hier Bilder von 1995 und ...

? 1996.

Im Vergleich zu Hillary Clinton ist Laura Bush sicherlich die glaubwürdigere Hausfrau. Der Baum des Jahres 2003 kommt übrigens aus Wisconsin, ?

? während jener des Jahres 2004 aus dem Staate Washington in die Hauptstadt Washington gebracht wurde (nicht mit dieser Kutsche).

Es hat zweifellos ein paar ermüdende Aspekte, acht Jahre lang Gemahlin des amerikanischen Präsidenten zu sein.

Die Kunst besteht vermutlich darin, sich genau dies nicht anmerken zu lassen. Dieses Bild zeigt Laura Bush 2006 neben einer Douglasie aus Pennsylvania.

2007 begrüßt Laura Bush eine Fraser-Tanne aus North Carolina.

Und schließlich 2008: Zum letzten Mal nimmt Laura Bush den Weihnachtsbaum des Weißen Hauses in Empfang.

Absolut unverzichtbar sind auch Fotos der Bewohner des Weißen Hauses vor dem geschmückten Weihnachtsbaum. Hier Richard Nixon, First Lady Pat Nixon und Tochter Tricia im Jahre 1969.

Fünf Jahre später, Betty Ford präsentiert den Weihnachtsbaum. Auch dies, die offizielle Präsentation des geschmückten Hauses, gehört zu den traditionellen Aufgaben, denen sich eine First Lady nicht entziehen kann.

1975: Etwa 3000 handgefertigte Objekte zieren den First Weihnachtsbaum.

1976: Betty Ford trägt dieselbe Brosche wie im Vorjahr (aber keine Schürze mehr).

1978 ist es Rosalynn Carter, die die Journalisten durch das Weiße Haus führt. Der Baum ist mit kleinen Püppchen und Miniatur-Spielzeug aus einem Museum in Rochester (New York) geschmückt.

1981, Familie Reagan vor dem Baum. Links im Bild Ron Reagan mit seiner Frau Doria. Ron unterstützte im Wahlkampf 2008 den demokratischen Kandidaten Barack Obama.

Ronald Reagan und seine Frau Nancy 1988. Es war ihr letztes Weihnachtsfest im Weißen Haus - Reagans Vizepräsident George Bush war bereits zum neuen Präsidenten gewählt worden.

Die neue First Lady Barbara Bush neben dem riesigen Weihnachtsbaum von 1989 (Sie erinnern sich - es ist der Baum, den sie mit ihrem Hund "Millie" in Empfang genommen hatte).

George Bush und Barbara Bush 1990. Anders als sein Vorgänger konnte Bush senior nur vier Mal Weihnachten im Weißen Haus feiern.

1994 präsentiert Hillary Rodham Clinton den Weihnachtsbaum im Blauen Zimmer des Weißen Hauses.

Im folgenden Jahr ist der Baum sogar noch schöner. Links die offizielle Weihnachtskarte der Clintons.

Motto der Weihnachtsdeko im Weißen Haus ist 2001 "Home for the Holidays", also etwa "Über die Feiertage nach Hause", aber auch "Die Heimat der Feiertage".

Weihnachten 2001 ist das erste Christfest nach dem 11. September. Die Sicherheitsvorkehrungen machten selbst vor Weihnachtsbäumen nicht Halt.

Der Kampf gegen den Terror schafft es sogar in die offiziellen Fotos des Weißen Hauses. In jedem Jahr lässt George W. Bush sich dabei fotografieren, wie er am Heiligen Abend Soldaten anruft, um Weihnachtswünsche loszuwerden. Hier das Bild von 2001.

2002 verbringt Bush eine Stunde am Telefon und ruft Soldaten in Bosnien, Afghanistan, Südkorea, Alaska sowie auf Kriegsschiffen an.

Dies wiederholt er 2003 ...

? 2004, ?

? 2005, ...

? 2006 ?

? und 2007.

2005 zeigt Laura Bush das Prunkstück des Weihnachtsschmucks im East Room des Weißen Hauses: Ein Weihnachtsbaum aus Mandarinen sowie Blättern von Mandarinen- und Zitronenbäumen. Das Bild zeigt: Traditionen können modernisiert werden.

Das gilt auch für den jährlichen Empfang für Kinder. 1974 sehen wir den Weihnachtsmann und Betty Ford vor den Kindern der Washingtoner Diplomaten.

1975: Keine Veränderung.

1976 ist "Bibo" aus der Sesamstraße zu Gast.

Man tanzt und lacht.

1983 der kulturelle Durchbruch: Nancy Reagan sitzt auf dem Fußboden.

Auch dies wird zur Tradition. Hier die Weihnachtsfeier von 1986.

Weniger augenfällig ist der Bruch, den Barbara Bush initiierte.

Sie lädt nicht mehr die Kinder der Diplomaten ein, sondern Kinder aus Washington und Umgebung. Hier ein Bild von 1991, ?

? hier eines von 1992.

Hillary und Bill Clinton halten natürlich an der neuen Tradition fest ...

... zeigen sich jedoch auch innovativ. 1999 lässt Bill Clinton sich fotografieren, wie er im Oval Office (bei der Arbeit!) Weihnachtseinkäufe im Internet erledigt.

Bei weihnachtlichen Fotos aus dem Weißen Haus darf natürlich auch dieser Schnappschuss aus einer zweibändigen Sammlung des Clinton-Verfolgers Kenneth Starr nicht fehlen. Es zeigt den Präsidenten und Monica Lewinsky am 16. Dezember 1996.

Zu den allgemein anerkannten und jugendfreien Traditionen gehört, ...

... dass der Präsident bei der Feier für die Kinder das Gedicht "A Visit from St. Nicholas" vorliest.

Und zwar in jedem Jahr; ...

? egal, wer gerade Präsident ist.

2002 kommt es zu einem Zwischenfall. Hund "Barney" kommt herein, einige Kinder fürchten sich. Präsident Bush schnappt sich das Tier und zeigt den Kindern, dass sie keine Angst haben müssen.

Überhaupt scheint George W. Bush trotz seiner politischen Defizite - über die hier der weihnachtliche Mantel des Schweigens gehüllt werden soll - einen guten Draht zu Kindern zu haben.

Ein Auf-dem-Boden-Sitzer ist er allerdings nicht, wie dieses Bild vom 3. Dezember 2007 beweist.

Schließlich gibt es die Fotos mit einer gewissen individuellen Note. Bei den Reagans beispielsweise sind häufig Fernsehstars zu Gast: 1983 "Mr. T", ...

? der Werbung für sein Spielzeug machen darf.

1985 kommt Larry Hagman. Nancy zeigt derweil eine vergrößerte Version der diesjährigen präsidentiellen Weihnachtskarte.

Apropos Weihnachtskarten: Diese hier wird 1993 verschickt.

Motto des Jahres 1987: "Eine musikalische Weihnacht". Nancy Reagan tanzt hier bei einer Pressetour durchs Weiße Haus mit dem Schauspieler und Sänger Dom DeLuise.

Ebenfalls 1987 zu Gast: Alf.

Doch im Weißen Haus wird nicht nur Weihnachten, sondern - schon seit George Bush senior - auch Chanukka gefeiert.

Da unterscheidet sich Bill Clinton nicht ?

? von George W. Bush.

Hillary Clinton scheint eine neue Tradition begründet zu haben: die Lebkuchenhäuser. Hier das von 1993.

Das Lebkuchenhaus von 1994 zeigt das Haus, in dem Bill Clinton aufgewachsen ist.

Erst 1995 widmet Hillary Clinton sich ihrer eigenen Kindheit. Da ist die Freude gleich viel größer.

Einen so persönlichen Schickschnack macht Laura Bush nicht. Das Lebkuchenhaus des Jahres 2001 stellt das Weiße Haus dar, wie es im 19. Jahrhundert aussah.

Hier die Versionen von 2004, ?

? 2005, ?

? 2006 ...

... und 2008.

Man darf gespannt sein, wie es weitergeht: Weihnachten 2009 ist "change" im Weißen Haus.

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