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Madrid, London, Paris, Brüssel: Chronologie der folgenschwersten Terror-Attacken in Europa

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Die Anschläge vom 22. März in Brüssel zählen zu den folgenschwersten der vergangenen Jahrzehnte auf europäischem Boden. (Foto: REUTERS)

Die Anschläge vom 22. März in Brüssel zählen zu den folgenschwersten der vergangenen Jahrzehnte auf europäischem Boden.

Die Anschläge vom 22. März in Brüssel zählen zu den folgenschwersten der vergangenen Jahrzehnte auf europäischem Boden.

Bei den Angriffen am Flughafen und in einer U-Bahnstation im EU-Viertel der belgischen Hauptstadt wurden mehr als 30 Menschen getötet und mehr als 200 verletzt. Ein Überblick über Anschläge in Europa in den vergangenen Jahrzehnten:

Italien, 2. August 1980: Im Wartesaal des Bahnhofs von Bologna explodiert eine Bombe. 85 Menschen werden getötet und 200 weitere verletzt.

Zwei Mitglieder einer rechtsextremen Terrorgruppe werden dafür später zu lebenslanger Haft verurteilt.

Spanien, 19. Juni 1987: Bei einem Bombenanschlag der baskischen Untergrundorganisation ETA auf ein Einkaufszentrum in Barcelona werden 21 Menschen getötet. Weitere 45 Menschen werden verletzt.

Großbritannien, 15. August 1998: Beim schwersten Bombenanschlag im Nordirland-Konflikt werden in der Kleinstadt Omagh 29 Menschen getötet und 220 weitere verletzt.

Zu dem Attentat bekennt sich die Wahre IRA, eine Abspaltung der Untergrundorganisation IRA, die den Friedensprozess ablehnt.

Spanien, 11. März 2004: Bei Bombenanschlägen auf vier Pendlerzüge in Madrid sterben 191 Menschen, fast 2000 weitere werden verletzt.

Zu dem Anschlag bekennt sich Al-Kaida.

Sieben mutmaßliche Drahtzieher sprengen sich drei Wochen später nahe Madrid bei einer Razzia in die Luft.

Großbritannien, 7. Juli 2005: Bei einer Anschlagsserie in U-Bahnen und Bussen in London reißen vier Selbstmordattentäter 52 Menschen mit in den Tod.

Mindestens 150 Menschen werden verletzt. Auch zu diesen Anschlägen bekennt sich das Terrornetzwerk Al-Kaida.

Norwegen, 22. Juli 2011: Der Rechtsextremist Anders Behring Breivik zündet eine Bombe im Regierungsviertel von Oslo, acht Menschen werden getötet.

Anschließend erschießt er 69 Jugendliche in einem Sommerlager auf der Insel Utöya.

Frankreich, 7. bis 9. Januar 2015: Die Islamisten Chérif und Said Kouachi erschießen beim Anschlag auf die Satirezeitung "Charlie Hebdo" am 7. Januar zwölf Menschen, darunter mehrere der Zeichner des für seine Mohammed-Karikaturen bekannten Blattes.

Am 8. Januar erschießt ein Komplize, der IS-Anhänger Amédy Coulibaly, im Süden von Paris eine Polizistin. Während die Kouachi-Brüder sich in einer Druckerei nördlich von Paris verschanzen, ...

... bringt Coulibaly am 9. Januar in einem jüdischen Supermarkt der französischen Hauptstadt viele Menschen in seine Gewalt und tötet vier von ihnen. Bei Polizeieinsätzen werden die Islamisten schließlich erschossen.

Frankreich, 13. November 2015: Bei Anschlägen mehrerer Gruppen von Attentätern in einem Konzertsaal, in Lokalen sowie nahe einem Fußballstadion werden 130 Menschen getötet und mehr als 350 weitere verletzt.

Wenige Tage später wird der als Drahtzieher geltende belgische Islamist Abdelhamid Abaaoud bei einem Antiterroreinsatz in Saint-Denis bei Paris getötet.

Viele Spuren führen nach den Anschlägen nach Belgien, wo Antiterroreinsätze fortan immer wieder für Aufsehen sorgen.

Am 18. März 2016 wird Salah Abdeslam bei einem Einsatz in Brüssel gefasst, der als einer der Mittäter gilt. Viele Waffen werden beschlagnahmt. Laut der belgischen Regierung sagt Abdeslam aus, auch "etwas" in Brüssel geplant zu haben.

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