Bilderserie
Donnerstag, 02. April 2009

Das ist doch der Gipfel!: Damenprogramm beim G20

Bild 1 von 44
Männer in dunklen Anzügen, Finanzprosa und Politiker-Sprechblasen: Der Glamourfaktor beim Weltfinanzgipfel in London war nicht der höchste, ...

Männer in dunklen Anzügen, Finanzprosa und Politiker-Sprechblasen: Der Glamourfaktor beim Weltfinanzgipfel in London war nicht der höchste, ...

Männer in dunklen Anzügen, Finanzprosa und Politiker-Sprechblasen: Der Glamourfaktor beim Weltfinanzgipfel in London war nicht der höchste, ...

... wären da nicht die Frauen der Mächtigen dieser Welt gewesen.

Am 1. und 2. April 2009 tummelten sich in der britischen Hauptstadt nicht nur die Staats- und Regierungschefs der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer, sondern auch die meisten derer Gattinnen.

Der ausgemachte Star des so genannten "Handtaschen-Gipfels" war dabei Michelle Obama, die Frau von US-Präsident Barack Obama.

Denn ihre größte Konkurrenz in puncto Glamour blieb dem Gipfel - zum Leidwesen aller männlichen Beobachter - fern: ...

... Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy schwebte ohne seine singende Model-Frau Carla ein. (Foto: Vor kurzem noch in Mexiko)

"Reizt es Sie nicht genug, die Queen zu treffen?", fragte schon vorwurfsvoll die Zeitung "The Times" - in Erinnerungen an Carlas schillernden Auftritt beim Staatsbesuch bei Königin Elizabeth II. vor einem Jahr schwelgend.

Aber die französische Präsidentengattin ist nicht die einzige, die Besseres zu tun hatte, als Hände zu schütteln, Küsschen zu verteilen und in hunderte Kameras zu blicken.

Sie hat aber auch einen guten Grund: Sie ist just Tante geworden. Ihre Schwester Valeria Bruni Tedeschi hat ein kleines Mädchen aus dem Senegal adoptiert.

Die Damen wurden auch von den beiden einzigen männlichen Partnern im Stich gelassen: Kanzlerin Angela Merkels eher medienscheuer Ehemann Joachim Sauer kam nicht mit nach London.

Und auch der Ehemann der argentinischen Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner, Néstor Kirchner, schien nicht gewillt, die Stellung für die männlichen Begleiter zu halten.

Neben Michelle Obama, der "First Lady of the First Ladies", ...

... konnten Gesellschaftsreporter ihr Augenmerk nun aber unter anderem auf die Frau des spanischen Premierministers, Opernsängerin Sonsoles Espinosa, richten.

Sie wurde modetechnisch vom "Guardian" bereits als "neue Carla Bruni" ausgemacht.

Dabei haben alle Frauen durchaus etwas zu bieten: ...

... Laureen Harper (r.), die Frau des kanadischen Premiers, konnte mit ihrer Motorradleidenschaft punkten, ...

... während die russische Präsidentengattin Swetlana Medwedew sicher in der Kategorie "Society Lady" beobachtet wurde.

Die Frau des britischen Premiers und Gastgebers Gordon Brown, Sarah, hatte jedenfalls alle Hände voll damit zu tun, ...

... die illustre Schar mit Veranstaltungen zu unterhalten, während die Männer über die Rettung der Weltwirtschaft brüteten.

Den Volltreffer landete bei all dem Michelle Obama: ...

... Zusammen mit ihrem Mann war sie am Mittwoch zu einer Privataudienz bei der Queen geladen.

Ganze 20 Minuten durfte sich das Paar zum Tee mit der Königin zurückziehen - alle anderen bekamen beim großen Empfang im Buckingham-Palast von der Monarchin nur einen Händedruck.

Abendrobe war keine Pflicht, der Dresscode eher "zurückhaltend" und die "entspannte Atmosphäre" betonend.

Inwieweit eine Veranstaltung entspannt sein kann, zu der im 90-Sekunden-Takt Limousinen vorfahren, bleibt freilich dahingestellt.

Dafür konnten es sich die Damen nach dem Empfang beim Dinner in der Downing Street gutgehen lassen.

Von ihren Männern getrennt wurden sie im Nachbarhaus der Nr. 10 bekocht, wo TV-Koch Jamie Oliver das Menü zauberte.

Darunter waren regionale Produkte wie walisisches Lamm mit Frühkartoffeln und Spargel.

Angesichts der Rezession hatten die Briten Wert darauf gelegt, dass das Dinner nicht allzu extravagant und luxuriös wird.

Doch auch Oliver hatte ein ganz spezielles Damenprogramm: Seine Frau ist schwanger, und das Kind soll genau während des Gipfels zur Welt kommen. Aber alles ging gut!

Michelle Obama saß beim Dinner vor dem G20-Gipfel in London übrigens neben der "Harry Potter"-Autorin Joanne K. Rowling. An ihrer anderen Seite die Mittelstreckenläuferin und mehrfache Olympiasiegerin Kelly Holmes.

An dem Abendessen am Mittwoch in der Downing Street soll neben Kunstschaffenden, Unternehmerinnen und einer renommierten Psychologin auch das für seine Wutanfälle bekannte Supermodel Naomi Campbell teilgenommen haben.

Die Männer sowie Bundeskanzlerin Angela Merkel speisten getrennt von ihren Begleitungen in der Downing Street Nr. 10.

Genauso viel Aufmerksamkeit wie dem Essen wurde auch einem anderen Thema gewidmet: Der Kleidung der Damen!

Michelle Obama trat bei ihrem ersten Besuch als Präsidentengattin in der Downing Street in London in einem hellgrünen Bleistiftrock mit einem cremefarbenen funkelnden Strickjäckchen der amerikanischen Marke J.Crew auf.

Dazu trug sie Perlenschmuck.

Überhaupt wird der First Lady ein sicheres Händchen attestiert: Dezentes Rouge, ...

... echter und Modeschmuck, ...

... zartes Rosé auf den Lippen.

Reporter betonten, die US-Regierung lege Wert darauf, dass das Outfit in Zeiten der Krise nicht zu luxuriös sei.

Während sich der US-Präsident am Mittwochmorgen mit dem britischen Premier Gordon Brown zum Frühstück und Gesprächen zurückzog, machten sich Michelle Obama und Sarah Brown zu einem Besuch eines Krebszentrums auf.

Damit hat Michelle Obama bei ihrem ersten Auftritt als First Lady in Europa den Modetest bestanden.

Obamas Outfit sei "frühlingshaft" und "mutig" gewesen und vermittle Optimismus, urteilten Experten. Sie habe - genauso wie die britische Premiersgattin Sarah Brown im schlichten marineblauen Kleid - Wert darauf gelegt, dass das Outfit nicht zu luxuriös daherkomme.

"Sie zeigen Unterstützung für jeden einzelnen in ihren Ländern. Es ist genau die richtige Botschaft."

Im Rennen um die schöneren Beine schnitt allerdings Obama besser ab: Die kämen wegen ihrer dunklen Hautfarbe einfach besser zur Geltung und bräuchten nicht mal eine Strumpfhose, erklärte Calgary Avansio, Modechefin der "Vogue". (Fotos: AP/rts/dpa)

weitere Bilderserien