Die stärkste Polizeimacht der Welt : Das FBI wird 100
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Sie waren mutig, unschlagbar und die großen Helden von einst: Jerry Cotton, der in den 1950er Jahren seine Karriere als New Yorker FBI-Agent in einer Heftchenserie begann, ...Bild 1 von 29 ... oder FBI-Inspektor Lewis Erskine (Darsteller Efrem Zimbalist Jr.), der neun Jahre lang in einer US-Fernsehserie Verbrecher das Fürchten lehrte. Immer wenn das berühmte "Hier spricht das FBI" zu hören war, ...Bild 2 von 29 ... wusste man: Die Welt ist in Ordnung, es geht den Bösen an den Kragen (Verhaftung des mexikanischen Drogenbosses Juan Garcia Abrego, 1996).Bild 3 von 29 Am 26. Juli 2008 wurde sie 100 - die stärkste Polizeimacht der Welt, die US-Bundeskriminalpolizei FBI. (Schüler einer Highschool vor einem Verkehrs-Schaubild in der FBI-Zentrale in Washington D.C., 1948)Bild 4 von 29 Das FBI wird in vielen Filmen verherrlicht (Filmszene aus "Unter Kontrolle" mit Julia Ormond und Bill Pullman), aber immer wieder auch von negativen Schlagzeilen geplagt - wegen Schnüffeleien, Pannen und Versäumnissen.Bild 5 von 29 Doch zum Jubiläum konzentriert sich die Behörde darauf, ihre Erfolge zu betonen und an ihre reiche Geschichte der Verbrechensbekämpfung zu erinnern. Da war die Jagd auf Bonnie und Clyde, ...Bild 6 von 29 ... das wohl bekannteste Gangster-Duo aller Zeiten, ...Bild 7 von 29 ... auf den mörderischen Bankräuber John Dillinger und seine Bande, ...Bild 8 von 29 ... auf "Babyface" Nelson, der seinen Spitznamen wegen seines jugendhaften Aussehens erhielt und Mitglied der Dillinger-Bande war, auf den Bankräuber und angeblichen Mörder "Pretty Boy" Floyd ...Bild 9 von 29 ... und auf Bruno Richard Hauptman, den Entführer und Mörder des Lindbergh-Babys in den 30er Jahren.Bild 10 von 29 Es gab den "Unabomber" Theodore Kaczynski, der aus Technologiefeindlichkeit von 1978 bis 1995 Mitarbeiter von Universitäten und Airlines terrorisierte, ...Bild 11 von 29 ... und den Regierungshasser Timothy McVeigh, der 1995 das Bundesgebäude in Oklahoma in die Luft jagte und 168 Menschen tötete.Bild 12 von 29 Bereits zwei Jahre davor, so heißt es auf einer FBI-Webseite, war der internationale Terrorismus "auf US-Boden angekommen" - in Form einer mächtigen Bombenexplosion in der Tiefgarage des New Yorker World Trade Centers.Bild 13 von 29 Das FBI fasst den mutmaßlichen Hauptdrahtzieher Ramsi Jussef und Mitverschwörer.Bild 14 von 29 Aber dann kommt achteinhalb Jahre später der 11. September, ein dunkler Tag auch für das FBI, dem wie dem Geheimdienst CIA eklatante Fehler angelastet werden.Bild 15 von 29 Die wechselvolle FBI-Geschichte beginnt mit einer kleinen Spezialeinheit von 34 Agenten, die der damalige Justizminister Charles J. Bonaparte am 26. Juli 1908 schuf, "Bureau of Investigation" genannt.Bild 16 von 29 1935 kommt das Wort "Federal" für Bundesbehörde hinzu. Heute hat das FBI gut 30.000 Mitarbeiter, etwa 12.000 davon sind Spezialagenten, das heißt Ermittler.Bild 17 von 29 Zuständig ist die Bundeskriminalpolizei mit dem Motto "Treue, Mut, Integrität" für Verstöße gegen alle Bundesgesetze und für Verbrechen, in deren Zuge Staatsgrenzen innerhalb der USA überschritten werden. (FBI-Chef J. Edgar Hoover vor einer "Kriminalitätskarte" der USA)Bild 18 von 29 Die Bandbreite reicht von organisierter Kriminalität über Terrorismus, Spionage, Kidnapping, Banküberfälle und Verstöße gegen Kartellgesetze bis hin zu Hypothekenbetrügereien.Bild 19 von 29 Viele Teile der FBI-Geschichte bieten Stoff für Heldenfilme, aber es gibt eine Reihe von Kapiteln, über die man zum Jubiläum nicht gern spricht. Dazu gehören Jahre in der Amtszeit von Direktor J. Edgar Hoover (1924-1972), ...Bild 20 von 29 ... in denen im Zuge einer Jagd auf kommunistische "Staatsfeinde" unschuldige Bürger ausgespäht werden, das FBI die Anti-Vietnamkriegsbewegung unterwandert und sogar Präsidenten beschnüffelt.Bild 21 von 29 In die Kritik gerät das FBI auch wiederholt wegen unverhältnismäßiger Gewaltanwendung - etwa 1992 bei der Belagerung des Anwesens eines Rechtsextremisten in Ruby Ridge ...Bild 22 von 29 ... und ein Jahr später beim Sturm auf die Ranch der Davidianer-Sekte in Waco, Texas, mit 80 Todesopfern.Bild 23 von 29 Die Liste der Versäumnissen und Pannen ist lang. So spioniert FBI-Topagent Robert Hanssen 15 Jahre lang für Moskau, bevor er 2001 festgenommen wird.Bild 24 von 29 Nach dem Bombenanschlag 1996 bei den Olympischen Spielen in Atlanta verfolgt die Bundespolizei lange Zeit einen Unschuldigen.Bild 25 von 29 Am schwersten in der jüngsten Geschichte wiegen jedoch Vorwürfe, nach denen im FBI-Hauptquartier Hinweise auf die Pilotenausbildung späterer Attentäter vom 11. September 2001 ignoriert wurden.Bild 26 von 29 In Untersuchungen wird dies auf langjähriges Mikromanagement mit dem Fehlen von jedem strategischen Weitblick und auf mangelnde Kommunikation im "eigenen Laden" und mit dem Geheimdienst CIA zurückgeführt. (FBI-Hauptquartier in Washington D.C.)Bild 27 von 29 Schon zuvor war dem FBI völlige technische Überalterung trotz ausreichender Gelder angelastet worden. Der 2001 berufene FBI-Direktor Robert Mueller hat inzwischen intensiv daran gearbeitet, diese Mängel zu beseitigen.Bild 28 von 29 Zugleich hat das FBI seit 2001 mehr Vollmachten für Spähktionen gegen Terrorverdächtige im eigenen Land erhalten. Bürgerrechtler bezweifeln nicht, dass diese auch ausgeschöpft werden - ohne die Warnung: "Hier spricht das FBI." (Text: dpa / Bilder: AP, dpa)Bild 29 von 29
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