Die südserbische Provinz Kosovo ist mit knapp 11.000 Quadratkilometern halb so groß wie Hessen.Bild 1 von 30 Sie hat 2,1 Millionen Einwohner, ...Bild 2 von 30 ... von denen 95 Prozent Albaner sind. (Grüne Flächen: albanisch dominiert, rote Flächen: serbisch dominiert)Bild 3 von 30 Etwa 100.000 Bewohner gehören zur serbischen Minderheit.Bild 4 von 30 Rund die Hälfte aller Einwohner ist unter 20 Jahre alt.Bild 5 von 30 In der Hauptstadt Pristina leben rund 500.000 Menschen.Bild 6 von 30 Seit Sommer 1999 steht das Kosovo unter UN-Verwaltung (UNMIK). Dafür wurden bislang rund 2,6 Milliarden Euro ausgegeben.Bild 7 von 30 Auch rund 2800 deutsche Soldaten sind vor Ort.Bild 8 von 30 Die Region gilt als Armenhaus Europas. Offiziell herrscht über 40 Prozent Arbeitslosigkeit, in manchen Gebieten bis zu 80 Prozent.Bild 9 von 30 Kosovo ist die Drehscheibe der Organisierten Kriminalität. Dazu gehören Menschenschmuggel, Zwangsprostitution sowie Waffen- und Drogenhandel.Bild 10 von 30 Die soziale Not wird gelindert durch die Überweisungen der Gastarbeiter. Das Geld stammt von etwa einer halben Million Kosovo-Albaner, die zumeist in Deutschland, Österreich und in der Schweiz leben.Bild 11 von 30 Ein Drittel des stagnierenden Bruttoinlandsproduktes von 2,4 Milliarden US-Dollar (2007) wird durch Schenkungen ausländischer Staaten bestritten. (Im Bild: Ankündigung eines Konzerts von US-Rapper 50 Cent in Pristina)Bild 12 von 30 Das Kosovo wird von Albanern ...Bild 13 von 30 ... und Serben beansprucht.Bild 14 von 30 Die Albaner sehen sich als Nachkommen der Illyrer (5. Jahrhundert v. Chr.). Die Serben wanderten im 6. Jahrhundert n. Chr. ein und errichteten im 13./14. Jahrhundert ein Königreich.Bild 15 von 30 1389 unterlagen die Serben in der Schlacht auf dem Amselfeld den Osmanen, die bis 1912 regierten.Bild 16 von 30 Vor 95 Jahren geriet die Region wieder unter serbische Souveränität.Bild 17 von 30 Rund 200.000 Albaner wurden nach dem Zweiten Weltkrieg zur Abwanderung in die Türkei gedrängt.Bild 18 von 30 Etwa 50.000 Serben wanderten aus der Provinz bis 1981, weitere 200.000 in den Jahren 1998/99 nach Serbien aus.Bild 19 von 30 Im Kosovo-Krieg im Frühling 1999 stoppten NATO-Bomben wiederum die Vertreibung von schätzungsweise 800.000 Albanern.Bild 20 von 30 Seitdem wird die Provinz von den Vereinten Nationen (UN) verwaltet. Hier ein Blick in den Weltsicherheitsrat.Bild 21 von 30 Rund 16.000 NATO-Soldaten der KFOR-Truppe sorgen für Sicherheit.Bild 22 von 30 Die NATO beendete den Kosovo-Krieg mit Luftangriffen, um die Verfolgung der Albaner durch serbische Truppen unter dem Diktator Slobodan Milosevic zu stoppen. Hier ein Anhänger an dessen Grab.Bild 23 von 30 Das Kosovo genoss innerhalb Jugoslawiens den Status einer autonomen Region, und die Kosovo-Albaner forderten bereits beim Auseinanderbrechen Jugoslawiens Anfang der 90er Jahre die Unabhängigkeit von Serbien.Bild 24 von 30 Serbien lehnt eine Abspaltung des Kosovo ab, es betrachtet die Region als Wiege seiner Nation.Bild 25 von 30 Im Februar 2006 begannen direkte Verhandlungen von Serben und Kosovo-Albanern unter Leitung des UN-Chefunterhändlers Martti Ahtisaari. Im März 2007 endeten die Gespräche. Ahtisaari schlug eine von der EU überwachte Souveränität des Kosovo vor.Bild 26 von 30 Der Vorschlag scheiterte im UN-Sicherheitsrat am Veto Russlands.Bild 27 von 30 Im August wurde ein neuer Anlauf zu Verhandlungen unter Vermittlung einer Troika aus Russland, den USA und der EU gestartet. Die Frist für die Gespräche endete ohne Einigung am 10. Dezember 2007.Bild 28 von 30 Nun ist wieder offen, wie es weitergeht. Die Albaner wollen sich abspalten und für souverän erklären. Serbien spricht für den Fall mitunter von Krieg.Bild 29 von 30 Tausende sind bereits Opfer des Konfliktes geworden. Ein einvernehmliche Lösung zeichnet sich nicht ab. (Alle Bilder: dpa, Wikipedia)Bild 30 von 30