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Donnerstag, 24. August 2017

Neun Staaten, 15.000 Sprengköpfe: Das sind die Atommächte

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Mehr als 70 Jahre später sind der Waffenkontrollorganisation "Arms Control Association" zufolge neun Staaten im Besitz von Kernwaffen. (Foto: dpa)

Mehr als 70 Jahre später sind der Waffenkontrollorganisation "Arms Control Association" zufolge neun Staaten im Besitz von Kernwaffen.

Spätestens mit dem Angriff auf Hiroshima am 6. August 1945 beweisen die USA, welch tödliche Kraft Atombomben haben.

Mehr als 70 Jahre später sind der Waffenkontrollorganisation "Arms Control Association" zufolge neun Staaten im Besitz von Kernwaffen.

Gemeinsam verfügen sie über mehr als 15.000 nukleare Sprengköpfe.

Die kleinste und jüngste, aber derzeit wohl bekannteste Atommacht ist Nordkorea.

Sie soll zehn Atomsprengköpfe besitzen.

Keine andere Atommacht droht so offensiv damit, die Massenvernichtungswaffen auch einzusetzen.

Im Juli 2017 testete das Land nach südkoreanischen Angaben erstmals eine Interkontinentalrakete, ...

... die auch die USA erreichen könnte.

Über etwa 80 Atomwaffen verfügt Israel. Offiziell bestätigt ist der Besitz zwar nicht, doch gilt es als gesichert, dass sich das Land spätestens seit 1967 mit den Waffen vor verfeindeten Staaten schützt.

Für Diskussionen in Deutschland sorgt regelmäßig die Vermutung, dass auch israelische U-Boote der Dolphin-Klasse mit Atomwaffen bestückt sind - diese werden von ThyssenKrupp in Deutschland gebaut.

Bei Atommacht Nummer sechs nach Anzahl der Sprengköpfe handelt es sich um Indien.

Das Land ist seit 1974 im Besitz von Kernwaffen und soll heute...

... rund 130 Sprengköpfe besitzen - vor allem zur Abschreckung gegenüber...

... Pakistan. Das Nachbarland Indiens ...

... soll seit 1980 im Besitz von Kernwaffen sein und heute über 140 Sprengköpfe verfügen. Das pakistanische Militär wird außerdem verdächtigt, ...

... Anleitungen und Ausrüstung zum Bau von Atomwaffen an den ehemaligen libyschen Machthaber Muammar al-Gaddafi, den Iran und Nordkorea verkauft zu haben.

Eine der ersten Atommächte war das Vereinigte Königreich. Bereits 1952 konnte die Royal Air Force ihre Bomber mit Kernwaffen bestücken.

40 Atomwaffen soll Großbritannien derzeit einsatzbereit auf vier U-Booten stationiert haben. Insgesamt soll das Land über 215 und damit die fünftmeisten Sprengköpfe verfügen.

Seit 1964 gehört auch China zu den Atommächten. Die Volksrepublik soll über 270 Sprengköpfe verfügen.

Der letzte Test liegt offiziellen Angaben zufolge schon einige Zeit zurück: Er fand demnach 1996 statt.

Ohne Unterstützung der USA und Großbritannien und unter hohen Kosten entwickelte Frankreich nach dem Zweiten Weltkrieg ebenfalls Atomwaffen. Heute verfügt die Fünfte Republik noch über 300 Sprengköpfe. Die meisten sollen ebenfalls auf U-Booten stationiert sein.

Für Empörung sorgten in der Vergangenheit französische Atomtests: Ehe Frankreich sie im Pazifik durchführte, wurden die Waffen in den nordafrikanischen Kolonien getestet - viele Bewohner und auch französische Soldaten trugen durch die Strahlung Langzeitschäden davon.

Die älteste Atommacht sind die USA: Im Juli 1945 erfolgte der erste Test, nur einen Monat später der erste Einsatz in Hiroshima und Nagasaki. Etwa 100.000 Menschen starben sofort, bis Jahresende noch einmal 130.000 an den Folgen. In den weiteren Jahren kamen etliche Tote dazu.

Ein weiterer Entwicklungssprung war die deutlich stärkere Wasserstoffbombe "Ivy Mike", die die USA 1952 auf der Insel Elugelab im Eniwetok-Atoll testeten. Die Insel verschwand durch die Explosion vollständig.

Heute sind die USA die zweigrößte Atommacht der Welt: Sie besitzen insgesamt 6800 Sprengköpfe, von denen 1400 in U-Booten auf See, in Raketensilos an Land oder in Bombern auf Luftwaffenstützpunkten stationiert sind.

Die anderen 5400 Sprengköpfe sind nur bedingt einsatzbereit oder wurden bereits aus dem Dienst genommen, könnten theoretisch aber noch genutzt werden.

Die aktuell größte Atommacht ist Russland mit 7000 Sprengköpfen. 1949 hatte die damalige Sowjetunion ihren ersten erfolgreichen Kernwaffentest durchgeführt.

Mit der Zaren-Bombe - hier ein Nachbau - ist sie auch für den Test der mächtigsten Wasserstoffbombe aller Zeiten verantwortlich.

Einsatzfähig sind heutzutage noch knapp 1800 russische Atomwaffen. Auch diese sind ...

... in der Regel auf U-Booten stationiert.

Im Rahmen des Start-Abkommens haben sich die USA und Russland in den 1990er Jahren auf die Abrüstung ihrer Sprengköpfe geeinigt. Dadurch und durch den Zusammenbruch der Sowjetunion ...

... sind beispielsweise in der Ukraine frühere Atomwaffenstützpunkte praktisch für jedermann zugänglich. (chr)

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