Bilderserie
Sonntag, 29. Dezember 2013

Die Politik und das Superwahljahr 2013: Das sind die größten Gewinner und Verlierer

Bild 1 von 41
Mensch, was war das ein verrücktes Jahr in der deutschen Politik! (Foto: picture alliance / dpa)

Mensch, was war das ein verrücktes Jahr in der deutschen Politik!

Mensch, was war das ein verrücktes Jahr in der deutschen Politik!

Niedersachsen, Hessen, Bayern und Bund: ...

... 2013 war wahrlich ein Superwahljahr.

n-tv.de hat die Gewinner ...

... und Verlierer gekürt.

Eindeutig zu den Siegern gehört natürlich Kanzlerin Angela Merkel.

Mit 41,5 Prozent, ihrem bisher besten Ergebnis, ...

... geht sie in die dritte Amtszeit.

Auffallend innig freute sich am Wahlabend vor allem eine Frau mit Merkel. Ob Ursula von der Leyen da schon was geahnt hat?

Bei der Ressortverteilung für die Große Koalition war die ehrgeizige Niedersächsin die große Überraschung. Von der Leyen ...

... führt von nun an das Verteidigungsressort. Bei der Frage, wer Merkel eines Tages beerben soll, führt an dieser Frau spätestens jetzt wohl kaum ein Weg vorbei.

Einer der Gewinner des Jahres 2013 kommt aus Hessen. Volker Bouffier (l.) darf nicht nur Ministerpräsident bleiben. Als erster CDU-Landeschef wagt er das Experiment Schwarz-Grün. Sollte der Versuch gelingen, könnte die Union auch bei der nächsten Bundestagswahl eine ernsthafte Bündnis-Option hinzugewinnen.

Auch diese Frau kann ihr Glück in diesen Tagen kaum fassen. Im jungen Politikeralter von nur 43 Jahren steigt Andrea Nahles auf, ...

... von der SPD-Generalsekretärin zum Kabinettsmitglied. Hier leitet die gebürtige Pfälzerin das Arbeitsministerium.

Einige Plätze entfernt von Nahles und gleich neben der Kanzlerin ist der neue Platz von Sigmar Gabriel. Nach dem mageren Abschneiden bei der Bundestagswahl führte der SPD-Chef seine Partei ...

... durch ein Mitgliedervotum in die Große Koalition. Hier ist Gabriel künftig Vizekanzler sowie Superminister für Wirtschaft und Energie. Damit ist er nicht nur größter Gegenspieler Merkels, sondern auch Favorit auf eine Kanzlerkandidatur bei der Wahl 2017.

Fast ganz oben angekommen ist auch Alexander Dobrindt. CSU-Chef Horst Seehofer belohnte seinen treuen Generalsekretär für seine Loyalität. Dobrindt ist der neue Bundesminister für Verkehr und Digitales.

Gewinner finden sich natürlich auch außerhalb des neuen Kabinettstischs.

Zum Beispiel Anton Hofreiter. An der Spitze der Grünen-Fraktion löst der 43-Jährige Jürgen Trittin ab. Der Bayer ist damit einer der Protagonisten des Generationswechsels bei den Grünen.

Kein Grund zum Jammern hat auch Bernd Lucke. Mit ihm an der Spitze gelang der "Alternative für Deutschland" ...

... auf Anhieb ein Überraschungserfolg. Mit 4,7 Prozent scheiterte die Partei nur knapp am Einzug in den Bundestag.

Warum so skeptisch? Zu den Siegern des Jahres 2013 zählt auch Horst Seehofer. Bei der Bayern-Wahl führte ...

... der "bayerische Löwe" seine CSU zurück zur absoluten Mehrheit. In der Bundespolitik wird der Ministerpräsident daher weiterhin ein gewichtiges Wörtchen mitreden.

Einen haben wir noch - und zwar Gregor Gysi. Auf den ersten Blick ändert sich in den nächsten vier Jahren wenig für den Linken-Politiker, denn er bleibt mit seiner Partei in der Opposition. Aber mit einem nicht unerheblichen Unterschied: Als Kopf der stärksten Nichtregierungspartei ist Gysi von nun an Oppositionsführer im Bundestag.

Weiter geht's mit den Verlierern: Peer Steinbrück wollte Angela Merkel eigentlich im Kanzleramt ablösen, doch er scheiterte krachend. Der Sozialdemokrat ...

... führte lange Zeit einen pannenreichen Wahlkampf und holte schließlich das zweitschlechteste SPD-Ergebnis in der Geschichte der Bundesrepublik.

Einen heftigen Absturz erlitt auch Guido Westerwelle.

Die Leitung des Außenministeriums übergab der FDP-Politiker zuletzt an seinen Vorgänger und Nachfolger Frank-Walter Steinmeier (r.). Die politische Karriere von Westerwelle, der künftig nicht mal mehr im Bundestag sitzt, ist damit beendet. Er muss sich einen neuen Job suchen.

Den hat Philipp Rösler (l.) schon gefunden. Im Februar beginnt er seine Arbeit beim Weltwirtschaftsforum. Doch die heftige Niederlage, die der Niedersachse im Jahr 2013 erlitt, macht das nicht vergessen.

Als Parteichef gilt Rösler ...

... neben Rainer Brüderle als der Hauptverantwortliche für den Niedergang der Liberalen. Erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg sitzt die FDP nicht mehr im Bundestag.

Hans-Peter-Friedrich darf zwar im Kabinett bleiben, doch er wird deutlich degradiert.

Der CSU-Mann kümmert sich in Zukunft nicht mehr um Inneres, sondern um die deutlich weniger wichtigen Politikfelder Ernährung und Landwirtschaft.

2013 war nicht das Jahr der Piraten. Die Internetpartei machte sich große Hoffnungen auf den Einzug in den Bundestag, erlitt jedoch eine Bauchlandung. Stellvertretend für seine Partei küren wir daher den Ex-Parteichef Bernd Schlömer zum Verlierer.

"Zar Peter" wird Peter Ramsauer von Parteifreunden genannt. Vier Jahre lang war der Bayer Bundesverkehrsminister, doch dem neuen Kabinett gehört er nicht mehr an.

Angeblich war es CSU-Chef Seehofer, der den "Parteifreund" nicht mehr dabei haben wollte.

Auch Annette Schavan dürfte sich nicht ärgern, wenn das Jahr 2013 endlich vorbei ist. Die CDU-Politikern stolperte über ihre Doktorarbeit.

Wegen vorsätzlicher Täuschung entzog die Universität Düsseldorf ihr den Doktortitel. Als Bildungsministerin war Schavan nicht mehr zu halten und trat schließlich zurück.

Nach vier Jahren Schwarz-Gelb verabschiedet sich auch Kristina Schröder. Offiziell heißt es, sie, die inzwischen ihr zweites Kind erwartet, wolle mehr Zeit mit ihrer Familie verbringen. Tatsächlich galt es seit Langem als unwahrscheinlich, dass die streitbare CDU-Politikern Familienministerin bleiben würde.

Mit dem Jahr 2013 endet bei den Grünen eine Ära. Nach dem enttäuschenden Ergebnis bei der Bundestagswahl machte Fraktionschef Jürgen Trittin den Weg frei.

Bei den Grünen ist es daher wie in vielen anderen Parteien: Über den künftigen Kurs entscheiden in den kommenden Jahren andere.

weitere Bilderserien