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"Teile dein Wissen mit anderen. ...
...Dies ist eine gute Möglichkeit, Unsterblichkeit zu erlangen."
Ein Ratschlag des vierzehnten Dalai Lama, den er offensichtlich selbst befolgt.
Überall in der Welt vollzieht er Rituale,...
...betet er...
...und hält Vorträge. Über die erstrebenswerte Unsterblichkeit hat er ein Buch geschrieben.
Für Buddhisten bedeutet das Nirvana die dauerhafte Befreiung vom Leiden. Mit Popularität und Starruhm über den Tod hinaus hat das nichts zu tun.
Seine Heiligkeit der Dalai Lama ist trotzdem eine Art Star.
Oder besser ein Idol.
Jemand, den die Menschen lieben, weil er sich für sie und ihre Sorgen interessiert.
In Deutschland ist der XIV. Dalai Lama sogar beliebter als Papst Benedikt XVI. - das ergab jedenfalls eine Umfrage von TNS Infratest. Darin sprachen 42 Prozent der Befragten dem Papst eine Vorbildfunktion zu.
44 Prozent der befragten Bundesbürger erklärten das geistliche und weltliche Oberhaupt Tibets zu ihrem Vorbild.
Vor allem Junge und Gebildete hoffen, vom Dalai Lama zu lernen, so die Studie.
Vielerorts wird der Friedensnobelpreisträger feierlich begrüßt.
Er antwortet mit der buddhistischen Geste des Grüßens.
Das Oberhaupt der Tibeter lebt seit 1959 nicht mehr in seinem Land. Die tibetische Szene im Hintergrund ist bloß eine Kulisse im Rahmen eines Vortrags in Kalifornien.
Seit 1960 lebt der Dalai Lama im indischen Exil.
Im indischen Dharamsala, auch Himajal Pradesh, hat er eine Exilregierung ins Leben gerufen und 1963 eine demokratische Verfassung für Tibet erlassen.
Das tibetische Staatsoberhaupt steht nicht von Geburt an an der Spitze Tibets. Als Sohn eines Bauern wird Lhamo Thondup am 6. Juli 1935 in einem Dorf im Nordosten Tibets geboren.
Bald haben zwei Mönche eine Vision. Sie erkennen in dem inzwischen Zweijährigen die Reinkarnation des 1933 verstorbenen XIII. Dalai Lama. Am 22. Februar 1940 wird der Viereinhalbjährige als vierzehnter Dalai Lama inthronisiert und erhält den Namen Tenzin Gyatso.
Seine Ausbildung beginnt im Alter von sechs Jahren. Sie umfasst tibetische Kunst und Kultur, Grammatik und Sprachwissenschaften, Medizin sowie buddhistische Philosophie, das wichtigste Fach. Mit 15 Jahren wird er zum Staatsoberhaupt von Tibet ernannt.
1949/1950 marschieren chinesische Truppen in Tibet ein. 1951 unterzeichnet Tibet gezwungenermaßen ein Abkommen, das ihm autonome Rechte und Religionsfreiheit zusichert - allerdings unter der Aufsicht der chinesischen Militärbehörden.
Neun Jahre bleibt der Dalai Lama noch in Tibet. 1954 führt er in Peking erfolglose Gespräche mit Mao Zegong und versucht, Tibets Unabhängigkeitsanspruch geltend zu machen. Die Situation spitzt sich zu.
Am 10. März 1959 kommt es zu einem Volksaufstand der Tibeter gegen die Besatzer, der am 21. März von der chinesischen Armee blutig niedergeschlagen wird. Zehntausende sterben und fliehen. Auch der Dalai Lama flüchtet sich nach Indien, wo er freundlich empfangen wird.
Der Dalai Lama mit seiner Mutter im indischen Exil.
Währen der Kulturrevolution zwischen 1966 und 1977 zerstören die Chinesen in Tibet die meisten Klöster und kulturellen Zentren. Chinas Regierung will den Tibetern mit aller Gewalt den Fortschritt bringen.
Nach Angaben der tibetischen Exilregierung leben heute rund 130.000 Tibeterinnen und Tibeter im Exil, die Zahl nehme noch immer zu. Rund eine Million Menschen sollen der Verfolgung, Hinrichtung und Folter durch die Chinesen zum Opfer gefallen sein.
Bis heute kämpfen die Tibeter um ihre Unabhängigkeit.
Mit friedlichen Mitteln, ganz im Sinne ihres religiösen und politischen Oberhauptes.
Der Name Dalai Lama bedeutet übrigens "ozeangleicher, weiser Lehrer". Er gilt als die Verkörperung Avalokiteshvaras, dem Buddha des Mitgefühls.
Am Schicksal der Opfer des 11. Septembers nahm er Anteil in Form eines Gebets.
Und die Menschen nehmen Anteil an seinem Leben. Der Geburtstag Seiner Heiligkeit wird von seinen Anhängern in Indien groß gefeiert.
Diese tibetischen Mönche feiern allerdings nicht ihr Oberhaupt, sondern den spanischen Fußball.
Der Dalai Lama hat auch Anhänger unter den Filmstars. Harrison Ford und Frau hat er bereits empfangen.
Und natürlich Richard Gere, der es sehr ernst meint mit dem Buddhismus.
Er ist schon lange ein Fan des Dalai Lama - hier bei einem Treffen im tibetischen Kulturzentrum New York im Jahr 1987. Der Dalai Lama kommt viel herum.
Hotellobbies sind ihm vertraut,...
der charismatische Religionsführer ist sechs Monate im Jahr auf Reisen.
Sein Gebetskettchen hat er immer dabei und außerdem seine Gelassenheit und Weisheiten für seine erwartungsvollen Zuhörer - zum Beispiel:
"Lebe ein gutes, ehrbares Leben ...
Wenn du älter bist und zurück denkst, wirst du es noch einmal genießen können."
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