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Dienstag, 16. April 2013

Anschläge in den USA: Der Terror kehrt zurück

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Die USA sind nach den Anschlägen in Alarmbereitschaft. (Foto: Reuters)

Die USA sind nach den Anschlägen in Alarmbereitschaft.

Die USA sind nach den Anschlägen in Alarmbereitschaft.

Erstmals seit dem 11. September 2001 kehrt der Terror wieder in das Land zurück.

Beim traditionsreichen Marathon am Patriot's Day in Boston kommt es zu mehreren Bombenexplosionen.

Mit fatalen Folgen: ...

... Mindestens drei Menschen sterben, unter ihnen auch ein achtjähriger Junge.

Dutzende Menschen werden verletzt, ...

... viele von ihnen schwer.

Der Zustand von einigen ist noch "kritisch", heißt es.

Einige verlieren durch die Explosionen Gliedmaßen, bei mehreren Verletzten müssen später in Krankenhäusern Beine amputiert werden.

Mitarbeiter des Weißen Hauses gehen von einem Terroranschlag aus.

"Jeder Vorfall mit mehreren Sprengsätzen - wie es in diesem Fall erscheint - ist klar ein Terrorakt und wird als Terrorakt behandelt", erklärt ein Sprecher.

Allerdings sei bisher unklar, wer die Attacke ausgeführt habe.

Im Zuge einer gründlichen Untersuchung müsse geklärt werden, ob der Angriff auf das Konto von ausländischen oder einheimischen Terroristen gehe.

In mehreren großen TV-Sendern äußern Experten die Vermutung, dass die Tat eher auf das Konto einheimischer Extremisten gehen dürfte.

So sei der Angriff augenscheinlich zwar sorgfältig geplant, aber die Sprengsätze nicht sehr ausgeklügelt gewesen.

Ansonsten hätte es weitaus mehr Todesopfer gegeben, so die einhellige Meinung der Fachleute.

US-Präsident Barack Obama vermeidet erst das Wort "Terror". Inzwischen spricht er aber von einem Terrorakt.

"Wir finden heraus, wer das war. Wir werden sie zur Rechenschaft ziehen", sagt er im Weißen Haus in Washington.

Die US-Bundespolizei FBI ermittelt.

"'Das sind strafrechtliche Ermittlungen und mögliche Terrorermittlungen", sagt der leitende FBI-Agent Rick DesLauriers.

Die USA wechseln darum in den Alarmzustand.

Die Sicherheitsvorkehrungen im ganzen Land werden verschärft.

Vor Flughäfen, U-Bahnen und anderen wichtigen Punkten wachen schwer bewaffnete Sicherheitskräfte.

In Boston, aber auch in der Hauptstadt Washington und in New York gibt es verstärkte Schutzmaßnahmen.

In Washington sperren Polizeibeamte das Weiße Haus und andere symbolträchtige oder potenziell gefährdete Orte ab.

Auch New York verschärft die Sicherheitsvorkehrungen. Hubschrauber kreisen um den Rohbau des One World Trade Center am Ort der Anschläge vom 11. September 2001.

Weltweit ruft der Anschlag Entsetzen hervor.

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon verurteilt die Tat als "sinnlose Gewalt".

Diese sei umso schrecklicher, "weil sie bei einem Ereignis stattgefunden hat, das dafür bekannt ist, Menschen aus aller Welt in Fairness und Harmonie zusammenzubringen".

Auch Nato-General Anders Fogh Rasmussen zeigte sich "tief schockiert".

Als die Bomben explodierten, hatten die schnelleren Läufer den Marathon bereits beendet.

Die beiden Sprengsätze explodierten entlang der Rennstrecke, nahe der Ziellinie.

In London sind die Organisatoren des dortigen Marathons, der am kommenden Sonntag stattfinden soll, in Alarmstimmung.

In den USA weht die Fahne auf dem Weißen Haus inzwischen auf halbmast.

Die Angst vor dem Terror ist zurück.

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