100.000 auf der Straße: Der Volksaufstand am 17. Juni 1953
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Das wohl bekannteste Bild des Arbeiteraufstands vom 17. Juni 1953 in der DDR.Bild 1 von 45 Ausgelöst nach einer langen Periode der Repression und des Unmuts im selbst ernannten Arbeiter- und Bauernstaat.Bild 2 von 45 Von Anfang an steht das System in Ost-Berlin auf tönernen Füßen. (Im Bild: KPD-Chef Wilhelm Pieck, links, und der SPD-Vorsitzende Berlins und der Sowjetischen Besatzungszone, Otto Grotewohl, auf dem Vereinigungsparteitag der SED 1946.)Bild 3 von 45 Die SED geht mit der ehemaligen sowjetischen Besatzungsmacht gegen alle vor, die Freiheit, Demokratie und die Einheit Deutschlands fordern.Bild 4 von 45 Andersdenkende müssen mit Schauprozessen und Verurteilungen rechnen.Bild 5 von 45 Auf der II. Parteikonferenz im Juli 1952 wird die Parole ausgegeben: "Von der Sowjetunion lernen, heißt siegen lernen."Bild 6 von 45 Der Vorsitzende des Staatsrats, Walter Ulbricht, verkündet den planmäßigen Aufbau des Sozialismus.Bild 7 von 45 Doch Josef Stalin, der "Generalissimus" der Sowjetunion, stirbt im März 1953.Bild 8 von 45 Die Politik von Stalins Nachfolger verändert die Rahmenbedingungen für Ulbrichts Herrschaft.Bild 9 von 45 Die Versorgungsschwierigkeiten verschärfen sich. Die Krise im Osten ist unübersehbar.Bild 10 von 45 Viele flüchten in den Westen. Ulbrichts Aufbau des Sozialismus droht zu scheitern.Bild 11 von 45 Die SED-Führung will den ökonomischen Problemen im Mai 1953 mit einem Gesetz zur Erhöhung der Arbeitsnorm um mehr als 10 Prozent begegnen. (Im Bild: Der Bergmann Adolf Hennecke, der seine Norm mit 387 Prozent erfüllte.)Bild 12 von 45 Für die Arbeiter ist das eine Provokation.Bild 13 von 45 Am 16. Juni beginnt der Protestmarsch in der Stalin-Allee, der heutigen Karl-Marx-Allee. Ziel ist das "Haus der Ministerien".Bild 14 von 45 "Spitzbart, Bauch und Brille, sind nicht des Volkes Wille!", rufen die Demonstranten.Bild 15 von 45 Weder Ulbricht, Pieck noch Grotewohl wollen mit den Demonstranten sprechen. (Im Bild: Ulbricht, links, und Grotewohl.)Bild 16 von 45 Die Demonstranten rufen zum Generalstreik auf.Bild 17 von 45 Eine solche Kampfansage an die herrschende SED hat es in der DDR noch nicht gegeben.Bild 18 von 45 100.000 Menschen sind am 17. Juni auf den Straßen Berlins.Bild 19 von 45 Es geht nicht mehr nur um die Normerhöhung.Bild 20 von 45 Die Forderungen heißen nun "Rücktritt der Regierung" ...Bild 21 von 45 ... und "Freie Wahlen".Bild 22 von 45 Die Demonstranten marschieren zum Brandenburger Tor, dem Symbol des geteilten Deutschlands.Bild 23 von 45 Die rote Fahne wird heruntergerissen und verbrannt.Bild 24 von 45 Statt ihrer wird die deutsche gehisst.Bild 25 von 45 17. Juni 1953, 13 Uhr: Der Ausnahmezustand wird über Berlin verhängt.Bild 26 von 45 Sowjetische Panzer kreuzen durch die Straßen ...Bild 27 von 45 ... und werden gegen die Demonstranten eingesetzt.Bild 28 von 45 Demonstranten bewerfen Panzer mit Steinen.Bild 29 von 45 Doch gegen die Übermacht haben sie keine Chance.Bild 30 von 45 Bald gibt es erste Tote und Verletzte.Bild 31 von 45 Der Aufstand wird blutig niedergeschlagen.Bild 32 von 45 Es bleibt ein Gefühl der Ohnmacht.Bild 33 von 45 Der Westen kommt nicht zu Hilfe.Bild 34 von 45 Die Aufständischen sind den Repressionen hilflos ausgeliefert.Bild 35 von 45 Die sowjetischen Besatzer lassen 18 Menschen standrechtlich erschießen.Bild 36 von 45 Die Bilanz des 17. Juni 1953:Bild 37 von 45 Über hundert Tote, bis zu 15.000 Verhaftungen.Bild 38 von 45 Viele der Verhafteten verbüßen hohe Gefängnistrafen im berüchtigten Zuchthaus in Bautzen, dem so genannten "Gelben Elend".Bild 39 von 45 Zugleich macht die DDR-Regierung Zugeständnisse und senkt die Preise für Lebensmittel.Bild 40 von 45 Dennoch bleibt der 17. Juni für sie ein Trauma.Bild 41 von 45 Im Westen wird der Tag des Aufstands noch im gleichen Jahr zum "Tag der deutschen Einheit" ernannt.Bild 42 von 45 Die Bevölkerung gewöhnt sich an einen freien Sommertag.Bild 43 von 45 Nach der Wiedervereinigung kommt das Aus für den Feiertag.Bild 44 von 45 Im Berliner Tiergarten erinnert heute eine Straße an den Aufstand. Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse forderte nun, den Platz vor dem heutigen Bundesfinanzministerium in "Platz des 17. Juni" umzubenennen.Bild 45 von 45
100.000 auf der StraßeDer Volksaufstand am 17. Juni 1953