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Altgediente Politiker verlassen Bundestag: Die alte Garde sagt "Adieu!"

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Der Reichstag - die Arena der deutschen Politik, Schauplatz unzähliger Rededuelle, Verhandlungen und manchmal historischer Momente.  Und das Ziel ambitionierter junger Politiker. Für Nachrücker werden nun einige Plätze frei. (Foto: picture alliance / dpa)

Der Reichstag - die Arena der deutschen Politik, Schauplatz unzähliger Rededuelle, Verhandlungen und manchmal historischer Momente. Und das Ziel ambitionierter junger Politiker. Für Nachrücker werden nun einige Plätze frei.

Der Reichstag - die Arena der deutschen Politik, Schauplatz unzähliger Rededuelle, Verhandlungen und manchmal historischer Momente. Und das Ziel ambitionierter junger Politiker. Für Nachrücker werden nun einige Plätze frei.

Denn mehrere altgediente Politiker räumen ihren Sitz im Reichstag. Manche sind tatsächlich im Rentenalter, andere ziehen sich eher aus taktischen Gründen zurück.

Franz Müntefering ist wohl der bekannteste unter ihnen. Für ihn ist nun Schluss. Er ist mittlerweile 73 Jahre alt und kandidiert nicht wieder für den Bundestag.

Seit 1975 gehört er dem deutschen Parlament an - lange waren die von Haaren bedeckten Ohren sein Markenzeichen. Seit den 1990er Jahren war Müntefering stets vorne mit dabei. Ob mit Oskar Lafontaine ...

... oder mit Johannes Rau. "Münte" war Minister, Parteichef und zeitweilig so etwas wie die gute Seele der Partei.

Jetzt kann er sich als Elder Statesman zurückziehen - was man da so macht, könnte ihm Richard von Weizsäcker erklären.

Diese beiden gehören zu seinen Weggefährten. Gerhard Schröder ist seit 2005 nicht mehr im Bundestag. Wolfgang Thierse (l.) nimmt nun ebenfalls seinen Abschied.

Der 69-jährige Sozialdemokrat ist seit 1990 im Bundestag und galt lange als das Gesicht der Ost-SPD.

Von 1998 bis 2005 war er Bundestagspräsident und bewies Weitblick, eckte aber auch gelegentlich mal an.

Rheinische Lebensfreude war ihm offenbar nicht fremd: Thierse bei der Weiberfastnacht 2003.

Zuletzt sorgte er allerdings für Aufsehen, als er gegen die Schwaben in Berlin wetterte. Mit der offensiv bayerisch eingekleideten Ilse Aigner gab es dagegen keine Probleme.

Auch Aigner verlässt den Bundestag.

Vier Legislaturperioden hat die derzeitige Landwirtschaftsministerin hinter sich.

Ihr Rückzug ist wohl taktischer Natur. Die CSU-Frau kandidiert für den bayerischen Landtag - sie gilt als potenzielle Nachfolgerin für Bayerns Ministerpräsidenten Horst Seehofer.

Der Posten blieb ihm stets verwehrt. Michael Glos war eher ...

... der Mann hinter der Nummer 1. Wie hier neben dem damaligen bayerischen Ministerpräsidenten und Kanzlerkandidaten Edmund Stoiber. 2002 war das.

Als CSU-Landesgruppenchef war er allerdings zumindest in Berlin der wichtigste Mann seiner Partei. Er hielt während der Ära Rot-Grün den Kontakt zu wichtigen CDU-Politikern wie Angela Merkel und Friedrich Merz.

Auch Kerstin Müller blieb eine Frau der zweiten Reihe. Sie ist seit 1994 im Bundestag, 2002 wurde sie Staatsministerin im Auswärtigen Amt unter Joschka Fischer. 50 Jahre ist sie alt, seit dem Ende von Rot-Grün ist es still um sie geworden.

In diesen Mann setzte Angela Merkel einst große Hoffnungen: Ruprecht Polenz. Die damalige Generalsekretärin der CDU brachte den Münsteraner als ihren Nachfolger in Position.

Dieses Amt bekleidete er jedoch nur wenige Monate - von April bis November 2000. Danach profilierte er sich als Außenpolitiker. Seit 1994 ist Polenz Bundestagsabgeordneter.

Auch dieser Mann widmete sich gern außenpolitischen Themen. Hans-Ulrich Klose ist ein SPD-Urgestein. Der heute 76-Jährige war ab 1991 drei Jahre lang Fraktionsvorsitzender und sitzt seit 1983 im Bundestag.

Der Herr links bleibt im Bundestag, der Herr rechts verabschiedet sich. Wolfgang Gerhardt, Ex-Parteichef der FDP, hört auf.

Der 69-Jährige wird weiter gut zu tun haben. Er ist Chef der parteinahen Friedrich-Naumann-Stiftung.

Schon seit Längerem hat er aber nicht mehr in die aktive Parteipolitik eingegriffen. Dass Guido Westerwelle die FDP als Spaßpartei neu erfand, behagte dem Liberalen nicht.

Und last but not least eine Rekordhalterin: Heidemarie Wieczorek-Zeul war neun Jahre lang Entwicklungshilfeministerin für die SPD. Länger als jeder andere vor ihr.

Von 1998 bis 2009 war sie ihm Amt - dieses Foto zeigt sie bei ihrem Amtsantritt mit den anderen Frauen im ersten Kabinett Schröder. 26 Jahre lang saß die "rote Heidi" im Bundestag.

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