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"Donald Trump ist ein Blödmann": Die besten Sprüche aus dem US-Wahlkampf

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Im Präsidentschaftswahlkampf in den USA macht vor allem der republikanische Bewerber Donald Trump mit derben Sprüchen auf sich aufmerksam. (Foto: REUTERS)

Im Präsidentschaftswahlkampf in den USA macht vor allem der republikanische Bewerber Donald Trump mit derben Sprüchen auf sich aufmerksam.

Im Präsidentschaftswahlkampf in den USA macht vor allem der republikanische Bewerber Donald Trump mit derben Sprüchen auf sich aufmerksam.

"Sie fängt an, mir alle möglichen absurden Fragen zu stellen", sagte Trump nach der ersten TV-Debatte über die Fox-News-Moderatorin Megyn Kelly, die ihm ein paar kritische Fragen gestellt hatte. "Man konnte sehen, dass Blut aus ihren Augen kam, Blut aus ihr woher auch immer."

Zitate wie das über Megyn Kelly haben Trumps Ruf gefestigt, ein unbelehrbarer Frauenfeind zu sein.

Dazu passt auch dieser Spruch von ihm über seine republikanische Mitbewerberin, Ex-HP-Chefin Carly Fiorina: "Schaut euch dieses Gesicht an ... Würde jemand für so etwas stimmen? Könnt ihr euch das vorstellen, das hier ist das Gesicht unseres nächsten Präsidenten?"

"Nur noch eine Sache, das muss ich loswerden. Donald Trump ist ein Blödmann." Das sagte Jeb Bush. Trotz seines großen Namens liegt der Ex-Gouverneur von Florida in den Umfragen weit hinten. Für Trump ist er ein "totaler Verlierer".

"Die Wahrscheinlichkeit, dass Hitler fähig ist, seine Ziele zu erreichen, wäre viel kleiner gewesen, wenn die Menschen bewaffnet gewesen wären. Es gibt einen Grund dafür, dass diese diktatorischen Leute als erstes die Waffen wegnehmen." Ex-Chirurg Ben Carson gab diese Sätze von sich. Für kurze Zeit war er in den Umfragen kurz hinter Trump.

"Die Chinesen sind dort und auch die Russen, und es gibt eine Menge Parteien dort." Dieser Satz war einer der Gründe, warum Carson in den Umfragen abfiel. Seine eigenen außenpolitischen Berater schilderten ihn Medien gegenüber als hoffnungslosen Fall.

"Nun, zusätzlich zur NRA, den Krankenversicherungsgesellschaften, den Arzneimittelfirmen, den Iranern – wahrscheinlich die Republikaner." Dieser Satz strotzt nicht vor Dummheit, sondern von einer gewissen Arroganz. Die demokratische Bewerberin Hillary Clinton sagte ihn auf die Frage, wen sie zu ihren Feinden zähle.

"Ich brauche kein Geld von irgendeinem. Ich brauche die Lobbyisten nicht. Ich brauche die Spender nicht. Das ist mir egal. Ich bin wirklich reich." (Trump über die Art, wie er seinen Wahlkampf finanziert.)

"Wir müssen mit dem Bau einer Mauer anfangen. Einer großen, schönen, mächtigen Mauer ... Keiner baut Mauern besser als ich, glaubt mir ...

... Sie kann ein Tor haben, sie kann eine Tür haben. Wir lassen Leute legal hinein. Mexiko muss für die Mauer bezahlen."

"Wenn Mexiko seine Leute schickt, schicken sie nicht ihre besten ... Sie schicken Leute, die eine Menge Probleme haben, und sie bringen die Probleme zu uns. ...

... Sie bringen Drogen. Sie bringen Verbrechen. Sie sind Vergewaltiger. Und manche, nehme ich an, sind gute Leute." Die letzten Zitate kommen alle aus Trumps Bewerbungsrede – und waren der Grundstein für seinen Erfolg.

"Ich mag China ... Ich habe gerade ein Apartment für 15 Millionen Dollar an jemanden aus China verkauft. Und dann soll ich es nicht mögen?" (Wieder Trump. Haben wir erwähnt, dass er wirklich reich ist?)

"Es gibt mehr Wörter in den IRS-Regeln als in der Bibel, und keines von ihnen ist so gut." Das sagte der republikanische Bewerber Ted Cruz zu den Steueregeln in den USA. Cruz steht weit rechts und ist wie Trump ein "Anti-Establishment"-Kandidat und wahrscheinlich der einzige, der den Milliardär in den Vorwahlen schlagen könnte.

"Die Außenpolitik dieses Präsidenten ist die schwächste in der amerikanischen Geschichte. Sie ist so naiv, dass er den Iranern vertraut. Indem er das tut, wird er die Israelis nehmen und mit ihnen zur Tür des Ofens marschieren." (Mike Huckabee sagte dies. Er ist ebenso religiös wie Ted Cruz, aber bei weitem nicht so erfolgreich.)

"Es ist Zeit, dass wir den Russen eins auf die Nase hauen." (Der republikanische Bewerber John Kasich. Nein, Sie müssen sich diesen Namen nicht merken.)

"Ich weiß mehr über den IS als die Generäle. Glaubt mir. Ich würde die Scheiße aus ihnen herausbomben. Ich würde diese Kerle einfach zusammenbomben." (Können Sie sich noch an die "Bushismen" erinnern, an die Sprüche von George W. Bush? Nun, dies ist ein Trumpismus.)

"Ich habe in Jersey City, in New Jersey beobachtet, wie Tausende und Tausende jubelten, als das Gebäude zusammenstürzte." Mit dieser Aussage wollte Trump sagen, dass Muslime in den USA nach den Anschlägen vom 11. September 2001 gejubelt haben. Beweise? Null.

"Ich würde nicht empfehlen, dass wir einen Muslim mit der Führung des Landes betrauen. Ich würde dem absolut nicht zustimmen." Ex-Chirurg Carson sagte das in einem Interview. Carson ist – wie Cruz und Huckabee – sehr, sehr religiös.

"Sachen passieren. Es gibt immer irgendeine Krise. Es gibt immer den Impuls, etwas zu tun, und es ist nicht zwangsläufig das Richtige." Jeb Bush nach dem Amoklauf in einem College in Oregon zu Rufen nach schärferen Waffengesetzen.

"Ihr habt vielleicht gesehen, dass ich kürzlich ein Snapchat-Konto eröffnet habe ... Ich liebe es. Ich liebe es ... Diese Nachrichten verschwinden alle von selbst." Hillary Clinton, diesmal selbstironisch. Sie steht noch immer wegen der Nutzung ihres privaten E-Mail-Servers für dienstliche Kommunikationen in ihrer Zeit als US-Außenministerin in der Kritik.

Clintons schärfster Konkurrent, der für US-Verhältnisse weit links stehende Senator Bernie Sanders, hatte auch einen Kommentar zu Clintons E-Mail-Affäre: "Ich glaube, die (ehemalige) Außenministerin hat recht, und zwar damit, dass die Amerikaner die Nase voll davon haben, von Ihren verdammten E-Mails zu hören." (Gemeint war das als Verteidigungsrede.)

"Er ist kein Kriegsheld. Er war ein Kriegsheld, weil er gefangen genommen wurde. Ich mag Leute, die nicht gefangen genommen wurden." Trump sprach hier über den republikanischen Senator John McCain, einen Vietnam-Veteran. Für jeden anderen wäre das dünnes Eis gewesen. Nicht für Trump.

"Ich glaube, sich zu entschuldigen ist eine großartige Sache, aber du musst etwas falsch gemacht haben. Ich werde mich ganz klar entschuldigen, irgendwann in einer hoffentlich weit entfernten Zukunft. Wenn ich jemals etwas falsch gemacht habe." Trump. Wer sonst?

"Ich könnte mitten auf der 5th Avenue stehen und auf jemanden schießen, und ich würde trotzdem keine Wähler verlieren." Was lehrt dieser Satz? Auch ein Trump sagt gelegentlich die Wahrheit.

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