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Die Rauchhölle des IS: Die brennenden Felder vor Mossul

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Der Himmel ist schwarz, ... (Foto: AP)

Der Himmel ist schwarz, ...

Der Himmel ist schwarz, ...

.... die Luft verpestet, ...

... der Boden vergiftet.

In der Nähe von Mossul haben Milizen des Islamischen Staat (IS) zahllose Ölquellen in Brand gesetzt.

Dadurch wollen sie offenbar Luftangriffe auf Mossul erschweren.

Die Stadt ist die letzte IS-Hochburg im Irak, die die Islamisten verbissen gegen die irakische Armee und ihre internationalen Verbündeten verteidigen.

Zehntausende haben bereits die Stadt verlassen und suchen im Umland Schutz.

Andres Gonzalez, Landesdirektor der Hilfsorganisation Oxfam im Irak, erklärt n-tv.de: "Wir sind sehr besorgt über Berichte zur hohen Anzahl ziviler Opfer und bitten alle Konfliktparteien, alles zu tun, um zivile Leben und die Infrastruktur zu schützen."

Die Folgen der Feuer sind verheerend:

Die giftigen Rauchschwaden haben eine Fläche erreicht, größer als der Großraum London.

Ärzte beklagen bereits bei den Menschen in dem Gebiet eine Zunahme von Atemwegs- und Magenerkrankungen.

"Sie leben in einer Rauchhölle", so Oxfam, ...

... abgeschnitten von sauberem Trinkwasser und medizinischer Versorgung.

Nach Angaben der UN haben seit Ende Oktober 2016 Hunderte Menschen medizinische Hilfe in Anspruch genommen.

Viele Ärzte gibt es allerdings nicht, ...

... und die Bewohner der Region können sich in der vom Krieg heimgesuchten Region nur eingeschränkt bewegen.

Ein 67-jähriger Einwohner von Qayyara berichtete Oxfam-Mitarbeitern:

"Wir leben in unserem Dorf in unmittelbarer Nähe der brennenden Ölquellen. ...

... Sie brennen bereits seit mehreren Monaten. ...

... Der Rauch macht uns krank."

Ein schwarzer Rußfilm legt sich über alles.

Der Fluss Tigris, einst die Lebensader der Gegend, ist völlig verdreckt.

Das auslaufende Öl versickert und vergiftet das Grundwasser.

Oxfam fordert von der irakischen Regierung, die Ölfelder zu löschen.

Sollte sie dazu nicht in der Lage sein, müsse sie internationale Unterstützung anfordern.

Doch auch dann dürfte die Löschung schwierig werden.

Nach der Niederlage seiner Truppen in Kuwait 1991 hatte bereits der damalige irakische Machthaber Saddam Hussein den Befehl gegeben, kuwaitische Ölquellen anzuzünden.

Die ökologischen Folgen waren katastrophal.

Feuerwehrleute aus den USA und Kanada waren damals monatelang damit beschäftigt, die Brände zu löschen.

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