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Wovor haben wir Deutschen eigentlich am meisten Angst?
Laut einer Umfrage ist der Furchtfaktor Nummer eins im Jahr 2008 nicht die eklige Spinne, ...
... nicht das entscheidende Gegentor bei der nächsten Fußball-WM und ...
... auch nicht der böse Zombie von nebenan.
Es sind die steigenden Lebenshaltungskosten. 76 Prozent der Deutschen haben Angst davor, dass alles immer teurer wird. Dies ist das Ergebnis einer Langzeitstudie im Auftrag der R+V-Versicherungen.
Die 76 Prozent bedeuten ein Rekordergebnis seit Beginn der Studie 1991. Die Gründe dafür sind simpel.
So wird allerorten der steigende Benzinpreis als Angst-Treiber genannt.
Dazu kommen die hohen Energiekosten.
Mit 58 Prozent rangiert auf Platz zwei die Angst vor einer schlechten Wirtschaftslage. Dieser Wert ist im Vergleich zum Vorjahr um zehn Prozent gestiegen.
"Die gefühlte Wirtschaftslage hat sich sehr verschlechtert, obwohl die reale Wirtschaftslage noch relativ gut ist", sagt Manfred Schmidt, Politologe an der Uni Heidelberg.
Punktgleich auf Platz zwei landet die Angst vor Naturkatastrophen.
Dieser Angst-Faktor taucht erst seit 2004 unter den Top fünf auf. 58 Prozent sind auch hier ein Allzeithoch.
In diesem Jahr erlangte vor allem die Bedrohung durch Hagelstürme große Aufmerksamkeit. Zerbeulte Autos, zerbrochene Fensterscheiben - faustdick regnete es vom Himmel.
Spätestens seit Kyrill, der im Januar 2007 über Deutschland hinwegzog, sind auch die Gefahren durch Stürme allgegenwärtig.
Platz vier: 53 Prozent der Menschen ist bange vor dem Älterwerden. Dabei ragt besonders die Angst vor ...
... der Pflegebedürftigkeit heraus. Viele Deutsche hegen Ängste, später auf fremde Hilfe angewiesen zu sein. Dies befürchten vor allem Menschen zwischen 40 und 59 Jahren.
Eng damit verbunden ist die Angst vor schweren Erkrankungen, die 51 Prozent der Deutschen haben.
Vor zehn Jahren war dies noch die größte Angst der Deutschen. Inzwischen haben die Wirtschaftsfaktoren die persönlichen Sorgen aber etwas in den Hintergrund gedrängt.
Auf Platz sechs liegt die Angst vor einer Überforderung der Politiker.
49 Prozent der Deutschen sorgen sich darum, dass die Politiker die Probleme unseres Landes nicht lösen können.
Vor dem Gang zum Arbeitsamt haben 48 Prozent der Deutschen Angst. 47 Prozent machen sich zudem Sorgen um die generelle Arbeitslosigkeit in Deutschland.
Diese Zahlen gehen ob der guten Arbeitsmarktdaten jedoch zurück. Vor zwei Jahren fürchteten sich noch 60 Prozent vor der Arbeitslosigkeit im Lande.
Platz 9 gehört der Angst vor Drogen- oder Alkoholsucht der eigenen Kinder.
42 Prozent machen sich Sorgen, ihre Kinder könnten in die Suchtfalle geraten.
Im Vergleich zum Vorjahr ist die Angst vor Terrorismus um etwa zehn Prozentpunkte zurückgegangen.
Dennoch befürchten immer noch 41 Prozent der Deutschen Attentate durch Terroristen.
Auf 41 Prozent kommt auch die Furcht vor dem Verlust des Lebensstandards im Alter.
Dieser Wert ist gegenüber dem Vorjahr um drei Prozent gestiegen.
Am Ende der Rangliste tauchen unter anderem auch die Angst vor Spannungen durch Ausländer oder vor Kriegen mit deutscher Beteiligung auf. In diesen beiden Kategorien sind die Prozentzahlen eher rückläufig.
Über diese Rangliste hinaus erforschte die Studie auch Unterschiede zwischen einzelnen Gruppen. So haben Jugendliche deutlich weniger Angst als Erwachsene.
Frauen blicken nach Erkenntnissen der Umfrage sorgenvoller in die Zukunft als Männer.
Nur in puncto Arbeitslosigkeit sind die Männer pessimistischer.
Die Ängste der Menschen in West und Ost zeigen nur noch wenige gravierende Unterschiede.
Im Westen haben die Menschen deutlich mehr Angst vor Terrorismus und Naturkatastrophen. Im Osten ist die Angst vor eigener Arbeitslosigkeit und dem Verlust des Lebensstandards im Alter ausgeprägter als im Westen. (Bilder: dpa, reuters, ap)
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