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Sonntag, 20. August 2017

Getroffen, gesunken, geborgen: Die legendäre "USS Indianapolis"

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Schon lange war nach ihm gesucht worden: ... (Foto: AP)

Schon lange war nach ihm gesucht worden: ...

Schon lange war nach ihm gesucht worden: ...

... dem Weltkriegs-Kreuzer "USS Indianapolis".

Nun entdecken Forscher im Pazifik in 5,5 Kilometer Tiefe Teile des so lange verschollenen Wracks.

Darunter sind der Anker und die Schiffsglocke.

Die "USS Indianapolis" ist legendär.

Und ihre Geschichte bietet Stoff für Filme, ...

... Bücher ...

... und Ausstellungen.

Vor 85 Jahren, im November 1932, wird sie in Dienst gestellt.

Zur Zeit des Angriffs auf Pearl Harbor, ...

... als die japanische Luftwaffe im Dezember 1941 einen großen Teil der US-Pazifikflotte zerstört, absolviert sie Übungen vor dem Johnston Atoll.

Nach dem "Tag der Schande", wie ihn US-Präsident Franklin D. Roosevelt nennt, treten die USA offiziell in den Zweiten Weltkrieg ein.

Die "USS Indianapolis" wird Teil der Task Force 12 und soll japanische Flugzeugträger aufspüren.

Sie unterstützt Bombenangriffe auf Tokio und die Landung auf dem japanischen Eiland Iwojima.

Am Morgen des 19. Februar 1945 beginnt dort die Invasion der US-Armee.

Die Schlacht endet in einem Blutbad, doch der Krieg gegen Japan dauert fort.

Erst nach den Atombombenabwürfen über Hiroshima und Nagasaki im August 1945, ...

... in deren Folge bis Ende 1945 rund 230.000 Menschen sterben, kapituliert das Kaiserreich.

Zum Atompilz von "Little Boy", wie die Atombombe über Hiroshima genannt wird, trägt auch die "USS Indianapolis" bei.

Sie transportiert vom 16. bis zum 26. Juli 1945 Teile der tödlichen Bombe von San Francisco nach Tinian.

Nur wenige Tage später, am 30. Juli, torpediert das japanische U-Boot I-58 den Kreuzer. Er hat keine Chance und sinkt innerhalb von nur 12 Minuten, ohne dass die Mannschaft noch einen Notruf absetzen kann.

Eine Munitionskammer explodiert, dadurch sterben allein rund 300 Mitglieder der 1196 Mann starken Besatzung.

Viele, die das Schiff zwar verlassen können, sterben in den nächsten Tagen auf dem Meer an Erschöpfung, Sonnenstich, Dehydration oder Haiangriffe. Überlebende berichten später von ständigen Attacken durch die Fische - diese fressen aber vor allem wohl die Leichen.

Nach Tagen können nur noch 317 Schiffbrüchige lebend gerettet werden - 799 Menschen sind durch die Katastrophe gestorben.

Ein Militärgericht verurteilt im November 1945 den Kommandanten der "USS Indianapolis", Charles B. McVay III (l). Er soll wegen angeblichen Unterlassens von Zick-Zack-Manövern das Schiff gefährdet haben.

Jahre später bringt er sich um, erst im Oktober 2000 entlastet ihn der Kongress der USA von diesem Vorwurf.

Nach Angaben der US-Marine leben heute noch 22 Crew-Mitglieder.

Er hoffe, der Fund helfe allen Überlebenden und den Angehörigen der Opfer, ...

... mit der Tragödie abschließen zu können, sagt Paul Allen.

Der Microsoft-Mitgründer leitet das Team, das sich mit dem Forschungsschiff Petrel auf die Suche nach dem Wrack begeben hatte.

Und er und seine Crew wollen weitermachen, ...

... denn noch liegen Teile des Wracks in den Tiefen des Pazifiks.

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