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Geisterstadt im Krieg: Die verlassenen Orte West-Mossuls

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Im Sommer 2014 überrannte die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) die irakische Stadt Mossul. (Foto: REUTERS)

Im Sommer 2014 überrannte die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) die irakische Stadt Mossul.

Im Sommer 2014 überrannte die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) die irakische Stadt Mossul.

Vor wenigen Tagen erklärte die irakische Armee, dass sie das größte Viertel im Westen der Großstadt, al-Tanak, wieder zurückerobern konnte.

Doch für viele Einwohner kommt die Rückeroberung zu spät: Sie sind tot, vertrieben oder geflüchtet.

Zurück bleiben die Orte, die sie mitunter Hals über Kopf zurückließen. Wie dieses Geschäft, wo einst etliche Stoffrollen im Regal standen.

In diesem Raum am Bahnhof Mossuls lebten ebenfalls Menschen. Sie sind längst nicht mehr da.

Mossul ist die letzte Hochburg des IS im Irak. West-Mossul gilt als besonders dicht bebaut und bewohnt.

Lange konnte die irakische Armee die Extremisten nicht vertreiben. Nun melden die Soldaten, dass sie wieder 70 Prozent von West-Mossul kontrollieren.

Die zerbrochene Fensterscheibe eines Hauses. "I love Iraq" hat jemand an den Rahmen geschrieben.

In einem Restaurant bliebt die Zeit stehen: 9:45 zeigt die Uhr an der Wand.

Vor diesem Fenster trafen sich die Menschen zum Essen. Auf der Theke liegen noch die Reste einer Mahlzeit: Hier gab es Suppen, Fastfood und Getränke. Nun kommt niemand mehr.

In diesem Restaurant stellte das Personal am Abend noch die Stühle hoch. Dann wurden sie nie wieder heruntergestellt.

Auch dieser Laden hat längst keine Kunden mehr. Einst kauften die Menschen hier wohl Kleidung. Nackte Schaufensterpuppen zeugen davon.

In dieser Werkstatt hängen nur noch ein paar mechanische Ersatzteile an der Wand.

Auch in diesem Laden gingen die Menschen in Mossul einst einkaufen. Nun ist er völlig zerstört. Vor dem Eingang hängen die Leitungen herunter.

Ein seltener Farbtupfer zwischen grauen Ruinen: Ein Auto steht in einem Hinterhof eines Hauses. Es ist ebenfalls völlig zerstört.

Um sich gegen die irakische Armee zur Wehr zu setzen, nutzen die Extremisten Sprengstofffallen, Heckenschützen und Artilleriefeuer. Diese Wand zeugt von ihren Waffen. Ursprünglich war sie bunt verziert.

Ein Museum in West-Mossul. Kunst hängt hier jedoch keine mehr.

An dieser Wäscheleine hingen sicherlich mal mehr Kleidungsstücke - als das Haus noch bewohnt war. Die Bewohner ließen nur diesen Kinderpullover zurück.

Auch dieses Badezimmer wird schon lange nicht mehr genutzt. Obwohl die Rückeroberung mittlerweile Erfolge verbucht, sollen immer noch Hunderttausende Menschen in dem vom IS kontrollierten Teilen West-Mossuls eingeschlossen sein.

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