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Dienstag, 01. März 2016

"Eine Frau weiß, wann sie eine Waffe einsetzen muss": Diese Kriegerinnen bekämpfen den IS

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Sie sind zum Äußersten entschlossen: ... (Foto: imago/Alternate)

Sie sind zum Äußersten entschlossen: ...

Sie sind zum Äußersten entschlossen: ...

... die Frauen der christlichen Frauen-Miliz "Bethnarins Women Protection Forces".

Im Nordosten Syriens trainieren sie nahe der Stadt Qamischli den Umgang mit Waffen, ...

... um ihre Heimat zu verteidigen und in den Kampf zu ziehen.

In den Kampf gegen die Dschihadisten der Terrormiliz Islamischer Staat (IS).

Dabei sind sie Teil des Militärbündnis Demokratische Kräfte Syriens SDF, zu dem unter anderem auch die kurdischen Kämpfer der sogenannten Volksverteidigungseinheiten YPG gehören.

"Wir setzen unser Leben aufs Spiel - wie die Männer", zitiert das Magazin "Hintergrund" die 18-jährige Ausbilderin Afra.

"Wer uns töten will, den töten wir zuerst."

Die Christen seien ein unterdrücktes Volk und viele junge Männer hätten das Land verlassen.

"Darum müssen nun wir Frauen die Sache in die Hand nehmen."

Viele der Kämpferinnen haben dafür ihre Familien verlassen, ihren Beruf, ihre Ausbildung aufgegeben.

"Wir wollen frei sein", meint Afra.

Sie weiß: Bei einem weiteren Vordringen des IS, der in der Region schon Tausende Frauen entführt, versklavt, getötet hat, wird das nicht gehen.

Sie sind nicht die einzigen Frauen in der Region mit einer Waffe in der Hand: Auch bei der assyrischen Sicherheitspolizei Sutoro gibt es eine christliche Fraueneinheit.

Die Truppe gründete sich Mitte letzten Jahres, ...

... ihr Ziel ist der Selbstschutz der christlichen Minderheit.

Vorbild der christlichen Fraueneinheiten sind die kurdischen Frauen-Bataillone der YPG.

Hier - wie auch bei den kurdischen Peschmerga im Irak - gehören Kämpferinnen schon seit Jahren zum Alltag.

In einer militärischen Grundausbildung lernen sie alles, was sie im Krieg benötigen: ...

... den Umgang mit Kalaschnikows, Maschinengewehren, Panzerfäusten und Bomben.

Unter den bis zu 50.000 YPG-Kämpfern soll sich rund ein Drittel Frauen befinden.

Den Unterschied zwischen Männern und Frauen im Kampf erklärt eine Kommandeurin gegenüber Euronews so:

"Männer kämpfen körperbetonter, Frauen kämpfen mit ihren Köpfen, sie planen eher. ...

... Eine Frau weiß, wann sie eine Waffe einsetzen muss, und natürlich hasst sie die Gewalt des Krieges. Aber wir sind gezwungen, uns zu verteidigen. So wurden wir erzogen."

Die meisten von ihnen sind unverheiratet, einige noch keine 18 Jahre alt.

Berichten zufolge stoßen etliche Frauen zu den Kampfeinheiten, um einer Zwangsverheiratung zu entgehen.

Sie hoffen auf Gleichberechtigung und Freiheit.

Sollte der IS gewinnen, verlieren sie alles.

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