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In ihrem Bemühen um mehr Flugsicherheit setzen immer mehr Staaten auf die umstrittenen Körperscanner.
Großbritannien setzt seit Januar 2010 als Konsequenz aus dem gescheiterten Anschlag auf ein US-Passagierflugzeug auf dem Weg nach Detroit Körperscanner auf dem Flughafen London Heathrow ein.
Kanada plant ebenfalls den Einsatz von Körperscannern.
Die Niederlande sind bereits einen Schritt weiter.
Der Amsterdamer Flughafen Schiphol ...
... kaufte zur Ergänzung der bereits vorhandenen 15 Körperscanner Anfang des Jahres 2010 weitere 60 Geräte.
Die neuen Körperscanner sollen vor allem dafür eingesetzt werden, um Passagiere mit dem Flugziel USA zu durchleuchten.
Gleiches gilt für das internationale Drehkreuz Heathrow.
Auch hier soll der Einsatz schrittweise ausgeweitet werden.
Kanada nutzt die Scanner auf den neun größten Flughäfen wie Toronto, Montreal und Vancouver - vorerst nur bei Flügen in die USA.
In den USA selbst waren Anfang 2010 etwa 190 Geräte im Einsatz, hunderte weitere sollen folgen.
An deutschen Flughäfen beginnen nun, Anfang 2010, die Tests.
Hier gibt es vor allem Kritik von Datenschützern.
Fast zwei Drittel der Bundesbürger hingegen befürworten den Einsatz von Körperscannern am Flughafen zum Schutz vor Anschlägen im Luftverkehr.
In einer Umfrage sprachen sich mehr als 60 Prozent der Befragten dafür aus, dass Reisende vor allen Flügen mit dem Scanner kontrolliert werden.
Nur etwa 30 Prozent waren dagegen, 6 Prozent antworteten mit "weiß nicht".
Eine überdurchschnittliche hohe Zustimmung zeigte sich in Ostdeutschland: Dort befürworteten 72 Prozent den Einsatz von Körperscannern.
Die weltweite Sicherheitsdebatte wurde entfacht, nachdem der Nigerianer Umar Farouk Abdulmutallab am ersten Weihnachtsfeiertag 2009 versucht hatte, auf einem Flug von Amsterdam nach Detroit Sprengstoff zu zünden, den er in seine Unterwäsche eingenäht an Bord geschmuggelt hatte.
Vor allem in den USA, aber auch in anderen Ländern wurden die Kontrollen für Passagiere seitdem deutlich verschärft.
Reisende aus bestimmten Ländern würden ab sofort genauer kontrolliert, sagte damals ein Vertreter der US-Regierung.
Sie würden abgetastet und ihr Handgepäck werde durchsucht.
Die US-Flugsicherheitsbehörde TSA wies zudem alle US- und internationalen Fluggesellschaften an, Passagiere von eingehenden Flügen stichprobenartig zu überprüfen.
Auch während des Fluges wurden bei einigen Fluggesellschaften die Sicherheitsbestimmungen verschärft.
So müssen Passagiere in der letzten Stunde des Fluges vor der Landung sitzen bleiben, berichten beispielsweise British Airways und Air Canada.
Außerdem dürfen die Flugreisenden in diesem Zeitraum nicht mehr an ihr Handgepäck. Während des gesamten Fluges sind Gegenstände auf dem Schoß vorerst nicht gestattet.
Auch an deutschen Flughäfen ist bei US-Flügen mit verschärften Kontrollen zu rechnen.
Passagiere sollten unbedingt ein entsprechendes Zeitpolster einplanen und überpünktlich vor dem Abflug ihrer Maschine erscheinen, raten Experten.
Die Bundespolizei empfiehlt einen Puffer von zwei Stunden vor Abflug.
Um die Wartezeit bei den Kontrollen möglichst kurz zu halten, ...
... sollten Reisende zudem nur mit den nötigsten Gegenständen in die Flugzeugkabine steigen, also so wenig Handgepäck wie nötig mitnehmen. (Andrea Beu)
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