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Freitag, 26. Mai 2017

Kuriose Bilder einer Reise: Ein US-Präsident jettet um die Welt

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Spätestens beim Thema Flüchtlinge wird Trump sich vermutlich aber wieder von den anderen Nationen absondern. (lsc) (Foto: imago/Reporters)

Spätestens beim Thema Flüchtlinge wird Trump sich vermutlich aber wieder von den anderen Nationen absondern. (lsc)

Die Gruppenbilder des Nato-Gipfels transportieren eine eindeutige Botschaft: ...

... Während sich die meisten Staaten des Nato-Bündnisses darum bemühten, in eine Richtung zu blicken, ...

... stellte sich US-Präsident Donald Trump quer.

Erst beklagte er, dass sich zu wenige Staaten militärisch engagieren und es den USA gegenüber "nicht fair" sei.

Dann bemängelte er den deutschen Exportüberschuss.

Seine Bündnispartner derart zu attackieren, ist beim Nato-Gipfel unüblich. Schließlich bemüht man sich darum, Einigkeit zu demonstrieren.

Es zeigt aber, dass Trump seine Wahlkampfparole "America first" sehr ernst nimmt: ...

... Den verwunderten Premierminister von Montenegro, Dusko Markovic, beiseite schubsend, ...

... positionierte sich Trump in der ersten Reihe vor den Fotografen.

Beim Treffen mit Belgiens Königspaar schien der US-Präsident gänzlich vergessen zu haben, wer seine Partner sind: ...

... First Lady Melania fand sich plötzlich an der Seite von König Philippe wieder statt an der ihres Mannes.

Nicht der erste Rückschlag für die Präsidentengattin, die nach ihrem Eintreffen in Israel mit einer Handaffäre konfrontiert wurde.

In einer Videosequenz ist zu sehen, wie Melania Trump die Hand ihres Ehemannes vermeintlich wegschlug. Ob der 70-Jährige die Hand seiner Frau nur um Millimeter verpasste oder sie das Händchenhalten tatsächlich verweigerte, bleibt ein Rätsel.

Besser als mit Melania lief es für Donald Trump dafür mit dem neugewählten französischen Präsidenten Emmanuel Macron.

Bei den beiden Staatsmännern stimmte das Handtiming.

Ebenso gut verstand sich Trump während des Nato-Gipfels mit Großbritanniens Premierministerin Theresa May.

Gemeinsamkeiten verbinden, könnte das Motto lauten, denn Macron, May und Trump waren das erste Mal als Vertretung für ihre Nationen dabei.

Überhaupt war es das erste Mal, dass Trump im Präsidentenamt eine derart umfassende Reise unternahm.

Erst betrat er das diplomatisch schwierige Parkett in Saudi-Arabien und ...

... schloss milliardenschwere Rüstungsdeals ab: König Salman von Saudi-Arabien kaufte US-Militärausrüstung von 110 Milliarden Dollar, ...

... Bahrains König Hamad bin Isa Al Khalifa gab fünf Milliarden Dollar für Kampfflugzeuge aus. Trumps Vorgänger Barack Obama hatte Militärexporten in diese Länder noch eine Absage erteilt.

Nebenher sorgten Trump und seine mitgereisten Familienmitglieder für weitere Skandale.

Der Republikaner hatte sich 2012 noch darüber beschwert, dass Obama sich vor dem saudischen König verbeugte. Beim Erhalt einer Medaille machte aber auch Trump einen Knicks, der einer Verbeugung ähnelte.

Spätestens der traditionelle Tanz mit dem Säbel lieferte allerdings Bilder zum Spotten.

Unbeholfen bemühte sich der US-Präsident, tänzerisch mit dem Höflingen König Salmans mitzuhalten.

Für weiteren Gesprächsstoff sorgte Ehefrau Melania, die ...

... ohne Kopftuch auftrat. Auch das hatte Trump noch vor wenigen Jahren bei Michelle Obama kritisiert.

Im Vatikan holte die First Lady das mögliche Versäumnis aus Saudi-Arabien aber nach.

Nicht nur Melania, sondern auch Präsidententochter Ivanka passten sich den heiligen Kleidervorschriften an.

Auch wenn Papst Franziskus sich beim Anblick von Ivanka gefragt haben dürfte, ob sie mit einem derartigen Schleier - wäre er weiß - gleich vor den Traualtar treten und ...

... ihren Gatten Jared Kushner erneut ehelichen möchte.

Der ist derweil in eine Affäre um mögliche Russland-Kontakte verstrickt, zu denen das FBI ermittelt.

Es ist das erste Mal, dass es derartige Untersuchungen in Trumps Familie gibt. Immerhin ist sein Schwiegersohn zugleich aber auch sein Oberster Berater.

Zurück zum Thema Kopfbedeckungen, denn diese machen einen bedeutenden Teil der Berichterstattung über die Reise des Trump-Clans in den Nahen Osten und nach Europa aus.

Wer die Klagemauer in Jerusalem besucht, sollte sich an bestimmte Vorschriften halten: Knie, Schultern und Kopf sollten bedeckt sein.

Melania Trump scheint davon offenbar noch nichts gehört zu haben, während ...

... Ivanka Trump es richtig macht - auch wenn ihr Hut eher auf eine royale Hochzeit gepasst hätte.

Wenn man schon mal dort ist, kann man auch ein Gebet hinterlassen, könnte sich Trump beim Anblick der Klagemauer gedacht haben. Was auf dem Zettel stand, weiß nur der US-Präsident.

Mit einer großen Mission reiste Trump zu Israels Premierminister Benjamin Netanjahu: ...

... Er will den Nahost-Konflikt zwischen Israel und Palästina schlichten.

Aus diesem Grund traf er nicht nur Israels Premier Netanjahu, sondern auch ...

... Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas.

Er legte einen Kranz an der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem nieder und schrieb ...

... fragwürdige Worte ins Gästebuch: "Es ist eine Ehre, mit all meinen Freunden hier zu sein. So fantastisch + werde nie vergessen."

Ein Reporter der "Times of Israel" kommentierte spöttisch auf Twitter: "Er hat vergessen zu schreiben: Bis nächsten Sommer!"

Nächstes Ziel für den US-Präsidenten und seine Familie ist der G7-Gipfel im sizilianischen Taormina.

Schon im Vorfeld des Treffens der sieben größten Industrienationen versteckt Trump seine Kritik nicht.

Der Republikaner bezeichnete das Pariser Klimaabkommen als "unfair" und schädlich für die Wirtschaftsentwicklung der USA. Das lässt die Spannung auf seine Verhandlungen steigen.

Für die Trump-Damen dürfte der Besuch in Sizilien allerdings auch nicht langweilig werden.

Beim Nato-Gipfel in Brüssel wurde eine Mischung als Kultur und ...

... Einkaufsbummel geboten. Auf Sizilien dürften ähnliche Höhepunkte zu erwarten sein.

"Das Forum ist wie gemacht für Trump, weil die Staatsführer spontan, frisch von der Leber reden", sagte John Kirton, Chef der G7-Forschungsgruppe an der Universität Toronto.

Neben dem Klima soll es beim G7-Treffen um die Flüchtlingskrise und die weltweiten Hungersnöte gehen.

Spätestens beim Thema Flüchtlinge wird Trump sich vermutlich aber wieder von den anderen Nationen absondern. (lsc)

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