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Bislang unbekannte Aufnahmen über die entsetzliche, menschenverachtende Behandlung irakischer Gefangener im US-Militärgefängnis Abu Ghoreib sorgen für weltweite Empörung. Die vom australischen TV-Sender SBS ausgestrahlten Bilder und Videos zeigen weit stärker als bisher die bekannten Demütigungen, Gewalt und Folter gegen Gefangene.
Damit drohen sich die Spannungen im Irak und zwischen westlicher und muslimischer Welt weiter zu verschärfen.
Die Aufnahmen enstanden laut SBS Ende 2003 in der gleichen Zeit wie die Fotos, die den Folterskandal um das Bagdader Gefängnis Abu Ghoreib ausgelöst hatten.
Diese Bilder hatten bereits 2004 weltweit für Empörung gesorgt:
Irakische Häftlinge, ...
...gefoltert durch US-Soldaten.
Sie riefen einen Aufschrei der Empörung hervor, ...
... insbesondere natürlich im Irak selbst.
Den US-Soldaten schlug spätestens seit der Veröffentlichung der Bilder im Irak oft Verachtung entgegen.
"Rapeist" (Vergewaltiger) wurde einem Gefangenen auf die Haut geschrieben.
Der Stand der Besatzertruppen im Irak wurde nicht zuletzt durch diese Misshandlungen immer schwieriger.
Die Soldatin Lynndie England, die sich besonders bei den Misshandlungen in Abu Ghoreib hervortat, ...
... wurde schuldig gesprochen.
Gemeinsam mit ihrem damaligen Freund ...
... war sie besonders aktiv an den Folterungen beteiligt.
Diesem Gefangenen, dessen Kopf verhüllt ist und an dessen Hände Kabel gebunden sind, wurde angeblich gesagt, wenn er herunter falle, werde er sterben.
Die Bilder sollen sämtlich im März 2003 von einem Militärpolizisten aufgenommen worden sein.
Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz sagte, die Bilder zeigten noch nicht einmal das tatsächliche Ausmaß der Misshandlungen.
Das Ansehen der US-Armee erreichte spätestens seit den Vorfällen im Gefängnis von Abu Ghoreib einen weiteren Tiefpunkt.
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