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Politik

Aschura: Gedenken an die Schlacht von Kerbala

 
Aschura ist das jährliche schiitische Trauer- und Bußritual um Hussein, den Sohn Alis und Fatimas.

Aschura ist das jährliche schiitische Trauer- und Bußritual um Hussein, den Sohn Alis und Fatimas.

Die Aschura-Riten bilden den Höhepunkt des islamischen Monats Muharram.

Die Bereitschaft zum Selbstopfer vergegenwärtigt das Martyrium des dritten Imams.

680 war Hussein an die Spitze einer Aufstandsbewegung getreten, die von den umayyadischen Regierungstruppen in Kerbala (im heutigen Irak) blutig niedergeschlagen wurde.

Hussein und seine nächsten Verwandten wurden in der Schlacht getötet.

Das grausame Gemetzel am 10. Muharram sollte im Bewusstsein der Schiiten eine außerordentliche Bedeutung gewinnen.

Bis heute beherrscht die Erinnerung an Kerbala und die Bewegung Husseins das gesamte religiöse Leben der Schiiten.

Im Unterschied zum sunnitischen Islam haben die Schiiten ein besonderes Verhältnis zum Märtyrertum.

Beim Aschura-Fest empfinden die Gläubigen unter Klagen und Weinen die Leiden Husseins nach, bis hin zu blutigen Selbstgeißelungen.

Zu den Ritualen gehören Erzählungen (Rouza-chwani), ...

... Trauerprozessionen in Trauerkleidung ...

... Selbstgeißelungen (Sinazani) ...

... und die kultische Inszenierung des Martyriums Husseins (Taziya).

Als Höhepunkt dieser ritualisierten Volksfrömmigkeit ritzen sich meist männliche Personen während der Prozessionen ...

... die Stirn mit Rasierklingen auf ...

... und verletzen sich mit Schwertern.

Viele schiitische Religionsgelehrte lehnen diese ...

... exzessive Form der gläubigen Ekstase ab.

Für Frauen gibt es während der Trauertage eigene Veranstaltungen.

Als äußeres Zeichen hüllen sie sich in dunkle Gewänder und verzichten auf das Tragen von Schmuck. (Bilder: dpa, rts, AP)

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