Das ist Gregor Gysi.Bild 1 von 69 | Foto: ASSOCIATED PRESSGysi ist so etwas wie der rote Joschka Fischer.Bild 2 von 69 Der Übervater seiner Partei, ...Bild 3 von 69 ... der ihr ganz gern mal ordentlich ins Gewissen redet.Bild 4 von 69 | Foto: ASSOCIATED PRESSAber die Zeiten, wo Gysi alleine viel reden durfte, sind vorbei.Bild 5 von 69 | Foto: ASSOCIATED PRESSJetzt muss er auch mal zuhören: Wo Gysi ist, da ist auch Lafontaine.Bild 6 von 69 | Foto: picture-alliance/ dpaGemeinsam haben sie vor einem Jahr eine neue Partei gegründet.Bild 7 von 69 | Foto: ASSOCIATED PRESSAm 16. Juni 2007 wurde "Die Linke" ins Leben gerufen.Bild 8 von 69 Die Partei ist ein Zusammenschluss aus der Linkspartei.PDS, ?Bild 9 von 69 | Foto: ASSOCIATED PRESS? ehemals nur PDS, ?Bild 10 von 69 | Foto: ASSOCIATED PRESS? und der westdeutschen Gewerkschaftsbewegung "Arbeit und soziale Gerechtigkeit - Die Wahlalternative" (WASG).Bild 11 von 69 "Von denen bekommen wir wieder einen Lebensstoß, bevor wir einschlafen", hatte Gysi nach der Fusion zu n-tv.de gesagt.Bild 12 von 69 | Foto: picture-alliance/ dpaVorangetrieben haben den Zusammenschluss diese drei hier: Oskar Lafontaine, Gregor Gysi und Lothar Bisky (von links).Bild 13 von 69 | Foto: ASSOCIATED PRESSSie haben auch - zum Unmut einiger Frauen in ihren Parteien - die wichtigsten Ämter unter sich aufgeteilt. Zwei von ihnen wurden Parteichefs, ...Bild 14 von 69 | Foto: ASSOCIATED PRESS... und zwei übernahmen den Fraktionsvorsitz im Bundestag.Bild 15 von 69 | Foto: picture-alliance/ dpa/dpawebOkay, einer will gleich doppelt zuschlagen und ...Bild 16 von 69 | Foto: ASSOCIATED PRESS... bei der Landtagswahl 2009 im Saarland auch noch Ministerpräsident werden.Bild 17 von 69 | Foto: picture-alliance / dpaEin Jahr nach Gründung der Partei treffen sich die Mitglieder der Linken zu ihrem ersten gemeinsamen Bundesparteitag in Cottbus.Bild 18 von 69 | Foto: ASSOCIATED PRESSDie erste Gelegenheit, sich um die grundsätzliche Richtung der Partei zu streiten.Bild 19 von 69 | Foto: ASSOCIATED PRESSBeobachter erwarten auch einen Kampf um Posten und Ämter.Bild 20 von 69 Immerhin konnte der Streit um Sahra Wagenknecht von der kommunistischen Plattform entschärft werden. Sie will nun nicht mehr als stellvertretende Parteivorsitzende kandidieren.Bild 21 von 69 | Foto: picture-alliance/ dpaAuf jeden Fall werden auch die deutschen Schlapphüte dort sein. Der Verfassungsschutz hat die Bundestagspartei noch immer im Visier.Bild 22 von 69 | Foto: picture-alliance/ dpaWegen ihr? Nein, Katja Kipping ist zweifellos links, steht aber auf dem Boden des Grundgesetzes.Bild 23 von 69 | Foto: picture-alliance/ dpa/dpawebWegen ihm? Nein, auch nicht. Kritiker werfen ihm nicht ein unklares Verhältnis zu Verfassung, sondern zu seiner Vergangenheit vor.Bild 24 von 69 | Foto: picture-alliance/ dpaGrund für die Beobachtung durch den Verfassungsschutz ist laut Innenminister Schäuble, dass "die Linke nach ihrer Programmatik die herrschende Staats- und Gesellschaftsform überwinden will". Es gebe offene extremistische Gruppierungen in der Partei.Bild 25 von 69 | Foto: picture-alliance/ dpaDKP-Mitglied Christel Wegner, die für die Linke in den niedersächsischen Landtag einzog, verteidigte etwa nach 47 Jahren noch den Bau der Mauer und wollte die Stasi in der Bundesrepublik einführen.Bild 26 von 69 | Foto: picture-alliance/ dpaFür solche Aussagen ist aber kein Platz in der neuen Linken, wurde ihr mitgeteilt. Wegner musste die Fraktion verlassen und sitzt seitdem allein im Landtag.Bild 27 von 69 | Foto: ASSOCIATED PRESSVor allem viele westdeutsche und konservative Politiker sehen in der Linken aber noch immer die Wurzeln der alten DDR-Staatspartei SED, aus der die "Partei des demokratischen Sozialismus" (PDS) 1990 hervorging.Bild 28 von 69 | Foto: picture-alliance / dpaEin Mann der ersten Stunde in der PDS: Rechtsanwalt Gregor Gysi (rechts neben ihm Schriftsteller Stefan Heym und Lothar Bisky). Gysi setzte zusammen mit Bisky die schrittweise "Abkehr vom Stalinismus als System" durch.Bild 29 von 69 | Foto: ASSOCIATED PRESSDie alte SED-Führung um den ehemaligen Generalsekretär Egon Krenz wurde aus der Partei ausgeschlossen.Bild 30 von 69 | Foto: picture-alliance / dpaDie PDS zog 1990 mit 17 Abgeordneten in den Bundestag ein, obwohl sie nur 2,4 Prozent erhielt. Möglich machte das eine Klausel des Einigungsvertrages. 1994 erhielten die Sozialisten 4,4 Prozent. Jetzt fiel die Sperrklausel wegen vier gewonnener Direktmandate weg.Bild 31 von 69 | Foto: picture-alliance / dpa/dpawebInnerparteilich kam es in den 90er Jahren zu heftigen Auseinandersetzungen um den Kurs der Partei. Kritiker wie Sahra Wagenknecht wehrten sich gegen die rasante Abkehr vom ganz linken Rand.Bild 32 von 69 | Foto: picture-alliance / dpaDoch Stratege Gysi konnte den Reformkurs der Partei letztlich durchsetzen. Er trieb auch die Ausdehnung der PDS in den Westen der Bundesrepublik voran.Bild 33 von 69 | Foto: ASSOCIATED PRESSDort traf die Partei allerdings auf erbitterten Widerstand, vor allem von der CDU, die das Verhältnis von SPD und PDS stets dankbar aufgriff.Bild 34 von 69 | Foto: picture-alliance / dpaDie Union schürte in den Wahlkämpfen 1994 und 1998 die Angst vor den Sozialisten aus dem Osten, die sich auf roten Socken in die Bundesrepublik schleichen würden.Bild 35 von 69 | Foto: picture-alliance / dpaDie FDP sprang 2005 auf den Zug auf, ...Bild 36 von 69 ... und Roland Koch nahm sich des Themas noch 2008 ausführlich an.Bild 37 von 69 Ganz so, als sei der Kalte Krieg noch nicht vorbei.Bild 38 von 69 Doch wie Gysi im Gespräch mit n-tv.de feststellte: "Wir haben die deutsche Einheit seit 1990, da kommt keiner drum herum, auch wir nicht - und das ist auch in Ordnung so."Bild 39 von 69 | Foto: picture-alliance/ dpaAber vor allem konservative Kritiker ließen der PDS keine Ruhe. Sie wollten etwa den Verbleib des alten SED-Vermögens klären. Das hat die PDS nach eigenen Angaben an den Staat voll zurückgezahlt. Manche bezweifeln das.Bild 40 von 69 Aufhalten konnte aber auch das die neue - oder alte, je nach Perspektive - Partei nicht: 1998 bekam die PDS bei der Bundestagswahl 5,1 Prozent der Stimmen und zog mit 36 Abgeordneten in Fraktionsstärke ins deutsche Parlament ein.Bild 41 von 69 | Foto: ASSOCIATED PRESSGysi war zwar 1997 aus dem Parteivorstand ausgeschieden, Fraktionschef wurde er aber trotzdem.Bild 42 von 69 | Foto: ASSOCIATED PRESS2001 versuchte er sich dann in der Landespolitik Berlins und wurde Wirtschaftssenator in der rot-roten Landesregierung unter Klaus Wowereit.Bild 43 von 69 | Foto: ASSOCIATED PRESSAn der PDS-Spitze hatte inzwischen eine Verjüngungskur stattgefunden. Roland Claus wurde 2000 Gysis Nachfolger als Fraktionschef, Gabi Zimmer löste Lothar Bisky an der Parteispitze ab.Bild 44 von 69 | Foto: ASSOCIATED PRESSDas personelle Zwischenspiel währte allerding nicht allzu lange. In der Parteispitze war man sich einfach nicht einig über den richtigen Kurs, ...Bild 45 von 69 | Foto: picture-alliance / dpa/dpaweb... so dass Parteichefin Zimmer nach der Wahlschlappe 2002 und wegen der ständigen Flügelkämpfe schließlich im Mai 2003 entnervt hinschmiss.Bild 46 von 69 | Foto: picture-alliance / dpa/dpawebIhr Nachfolger wurde ihr Vorgänger: PDS-Urgestein Lothar Bisky konnte als Parteichef die Zersplitterung der Partei verhindern und ein neues Parteiprogramm durchsetzen.Bild 47 von 69 | Foto: picture-alliance / dpa/dpawebDieser Mann machte dann der PDS 2004 das bislang schönste Wahlgeschenk.Bild 48 von 69 | Foto: ASSOCIATED PRESSDie nach Peter Hartz benannten Arbeitsmarktreformen der rot-grünen Regierung sorgten für ziemlichen Ärger in der Bevölkerung. Ganz besonders die unter dem Titel "Hartz IV" beschlossene Zusammenlegung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe.Bild 49 von 69 | Foto: picture-alliance/ dpa/dpawebDie PDS stellte sich auf die Seite der Montags-Demonstranten und anderen Hartz-IV-Gegner.Bild 50 von 69 | Foto: picture-alliance / dpa/dpawebGysi natürlich auch.Bild 51 von 69 | Foto: picture-alliance / dpa/dpawebDas brachte der PDS Sympathien und Stimmen, ...Bild 52 von 69 | Foto: picture-alliance / dpa/dpaweb... der SPD mächtig viel Ärger ...Bild 53 von 69 | Foto: ASSOCIATED PRESS... und Deutschland eine neue Partei ...Bild 54 von 69 ... mit einem, der von der Politik einfach nicht lassen kann.Bild 55 von 69 | Foto: ASSOCIATED PRESSSchon vor der Fusion benannte sich die PDS in Linkspartei.PDS - ein genialer Trick; viele Wähler dachten bei der Bundestagswahl 2005, die Partei habe sich schon mit der WASG vereinigt.Bild 56 von 69 | Foto: ASSOCIATED PRESSUnd Gysi erklärte seine Bereitschaft, als Spitzendkandidat für die Bundestagswahl 2005 zu kandidieren, ...Bild 57 von 69 ... nachdem er in der Berliner Landespolitik nicht weit gekommen war: Schon nach einem halben Jahr im Amt trat er 2002 wegen einer Bonusmeilen-Affäre zurück. Für diesen Rücktritt musste er mehr Prügel einstecken als für die Bonusmeilen: Er sei ein Drückeberger, hieß es.Bild 58 von 69 | Foto: ASSOCIATED PRESSBei der Bundestagswahl 2005 öffnete die Linkspartei ihre Listen, so dass Mitglieder der WASG auf ihnen kandidieren konnten.Bild 59 von 69 | Foto: APDie Linkspartei zog mit 8,7 Prozent in den Bundestag ein (im Bild die Parlamentarische Geschäftsführerin Dagmar Enkelmann und Parteichef Bisky).Bild 60 von 69 | Foto: picture-alliance/ dpa/dpawebNachdem dann sowohl WASG als auch "Linke.PDS" einer gemeisamen Fusion zugestimmt hatten, entstand am 16. Juni 2007 die neue Partei, die sich so nannte, wie ihr ostdeutscher Teil zur Hälfte schon hieß: "Die Linke".Bild 61 von 69 | Foto: ASSOCIATED PRESSMehr als zwei Drittel ihrer Mitglieder sind übrigens über 60, ?Bild 62 von 69 | Foto: picture-alliance/ dpa... aber bei der Linken sind viel mehr Frauen aktiv als in anderen Parteien.Bild 63 von 69 | Foto: picture-alliance/ dpaFast die Hälfte der Mitglieder ist weiblich.Bild 64 von 69 | Foto: picture-alliance/ dpa/dpawebNur die ehemalige Vorzeige-Linke Angela Marquardt hat die Partei verlassen. Sie sagte über ihre alte Partei, ...Bild 65 von 69 | Foto: ASSOCIATED PRESS... es gebe dort "nationalistische und fremdenfeindliche Töne sowie soziale und friedenspolitische Forderungen, die nicht der Realität entsprechen". Marquardt arbeitet nun für die SPD-Linke Andrea Nahles und ist SPD-Mitglied geworden.Bild 66 von 69 | Foto: picture-alliance/ dpaUnd heute? Die Linke hat über 71.000 Mitglieder und sitzt in allen ostdeutschen Ländern sowie in Hessen, Niedersachsen (Foto), Bremen und Hamburg im Landtag.Bild 67 von 69 | Foto: ASSOCIATED PRESSUnd Gregor Gysi genießt als geschickter Politiker und begnadeter Redner selbst bei Anhängern anderer Parteien großen Respekt.Bild 68 von 69 | Foto: ASSOCIATED PRESSZu n-tv.de sagte er auf die Frage, ob er nach der Gründung der Linkspartei jetzt ans Aufhören denke: "Na, nun werden Sie mal nicht komisch und hören Sie mal zu. Ich bin noch nicht einmal sechzig. Hier ist nichts abgeschlossen." (Fotos: AP/dpa, Text: Till Schwarze)Bild 69 von 69 | Foto: AP