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Angriff in Finsbury Park: "Ich will alle Muslime umbringen"

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Der erste Notruf geht 20 Minuten nach Mitternacht ein. (Foto: REUTERS)

Der erste Notruf geht 20 Minuten nach Mitternacht ein.

Der erste Notruf geht 20 Minuten nach Mitternacht ein.

"Ich habe vom Fenster viele Schreie gehört, es herrschte Chaos", berichtet eine Anwohnerin dem Sender BBC.

"Alle haben geschrien: Ein Van hat Menschen angefahren."

Eine Gruppe von Gläubigen ist nach dem Abendgebet vor der Finsbury-Park-Moschee im Norden der britischen Hauptstadt unterwegs.

Die Polizei riegelt die Gegend um die Seven Sisters Road, wo das Fahrzeug in die Menschen fuhr, ab.

Ein Augenzeuge schildert CNN, sein Eindruck sei, dass der Fahrer die Muslime gezielt ins Visier genommen habe.

Ein anderer Mann erklärte, dass die Umstehenden den mutmaßlichen Angreifer überwältigt hätten, nachdem der Transporter zum Stehen gekommen sei.

Dieser habe "Ich will alle Muslime umbringen" und "Bringt mich um, bringt mich um" gerufen.

Ein Augenzeuge sagt zu "Sky News", dass ein Imam von der Moschee den Fahrer des Minivans vor wütenden Menschen beschützt habe, bis die Polizei eingetroffen ist.

Fest steht, dass der 48-jährige Fahrer festgenommen wurde und jetzt auf seine psychische Gesundheit untersucht wird.

Die traurige Bilanz des blutigen Vorfalls: ein Toter und zehn Verletzte.

Bei den Opfern soll es sich nach übereinstimmenden Angaben vornehmlich um Muslime handeln.

Nach Polizeiangaben gibt es bislang keine Erkenntnisse zu weiteren Verdächtigen.

Augenzeugen zufolge sollen jedoch insgesamt drei Männer aus dem Minivan ausgestiegen sein, nachdem dieser in die Menschengruppe gefahren war.

Einer der drei sei festgenommen worden, die anderen beiden seien geflohen - das hätten zwei Augenzeugen unabhängig voneinander so geschildert, heißt es in in einem BBC-Bericht.

Die Moschee in Finsbury Park galt jahrelang als Zentrum extremistischer Ideologien. Bis zu seiner Verhaftung wegen Volksverhetzung im Jahr 2003 predigte hier Abu Hamza.

Später wurde der Hassprediger an die USA ausgeliefert, wo er 2015 in zu einer lebenslänglichen Haftstrafe verurteilt wurde. Er hatte unter anderem terroristische Anschläge in Afghanistan unterstützt.

Die Moschee hatte sich zwar nach einem Führungswechsel völlig neu aufgestellt, bekommt aber seit den Terrorattacken von Paris vermehrt Drohungen per E-Mail und Post.

Theresa May sagt, die Polizei behandle den Vorfall als potenziellen Terrorakt. May hat für den Morgen eine Krisensitzung angekündigt.

Anti-Terror-Experten ermitteln.

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