Das Ende eines Geiseldramas: Ingrid Betancourt ist frei
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Ingrid Betancourt ist frei.Bild 1 von 47 Wir erleben das Ende einer jahrelangen Geiselhaft im Dschungel ...Bild 2 von 47 ... und den darauf folgenden begeisterten Empfang der früheren kolumbianischen Präsidentschaftskandidatin.Bild 3 von 47 Vor allem ihre spektakuläre Befreiung aus der Gewalt von FARC-Rebellen sorgt für Aufsehen.Bild 4 von 47 Der Schweizer Radiosender RSR hatte berichtet, die Freilassung Betancourts und 14 weiterer Geiseln, darunter drei Amerikaner, sei gegen die Zahlung eines Lösegeldes erfolgt und die spektakuläre Befreiungsaktion nach einer Täuschung der Rebellen frei erfunden.Bild 5 von 47 Deshalb zeigte Kolumbiens oberster Militär, General Mario Montoya, dramatische Videoaufnahmen von der Aktion "Jaque" (Schach) von der Befreiung am Mittwoch.Bild 6 von 47 Soldaten hatten sich als Mitglieder einer regierungsunabhängigen Organisation sowie als Rebellen ausgegeben ...Bild 7 von 47 ... und waren in einem Hubschrauber zu einem vermeintlichen Treffen mit einer internationalen Kommission geflogen.Bild 8 von 47 Die mitfliegenden zwei Rebellen wurden dann in der Luft überwältigt, die Geiseln waren frei.Bild 9 von 47 Die bei der Befreiungsaktion gemachten Aufnahmen stammten von einem Kamerateam, das aus Mitgliedern der kolumbianischen Sicherheitsdienste zusammengesetzt war, die sich als Journalisten ausgegeben hatten.Bild 10 von 47 Betancourt selbst sagte: "Das, was ich miterlebt habe, kann keine Inszenierung gewesen sein."Bild 11 von 47 Auf den Videoaufnahmen werden die mit Plastikbändern gefesselten Geiseln, darunter auch Betancourt, gezeigt, wie sie zu einem wartenden weißen Hubschrauber ohne Kennzeichen geführt werden.Bild 12 von 47 Eine weitere Szene zeigt die Ungläubigkeit, Überraschung und dann das Lachen der Geiseln, als ihnen in dem bereits fliegenden Hubschrauber nach der Überwältigung der zwei mitreisenden Rebellen eröffnet wird, dass sie gerade befreit worden sind.Bild 13 von 47 Betancourt weint vor Erleichterung und eine der kolumbianischen Geiseln schreit immer wieder: "Zehn Jahre Warten, zehn Jahre Warten".Bild 14 von 47 Für die 46-jährige Betancourt (hier mit ihrer Mutter) waren es fast sieben Jahre Gefangenschaft.Bild 15 von 47 Sie flog nach ihrer Befreiung nach Paris. "Ich verdanke Euch alles, ich verdanke Euch mein Leben", sagte Betancourt im Élysée-Palast, ?Bild 16 von 47 ? wo sie vom französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy, seiner Frau Carla und zahlreichen Unterstützern begeistert empfangen wurde.Bild 17 von 47 Betancourt bedankte sich vor allem auch bei den Menschen der Initiative, die bis zuletzt für ihre Befreiung gekämpft hatten.Bild 18 von 47 Nach einem begeisterten Empfang im Élysée-Palast nahm Betancourt eigenhändig ihr Porträt vom Pariser Rathaus ab.Bild 19 von 47 Paris hatte sie wie zahlreiche andere Städte in Frankreich zur Ehrenbürgerin erklärt.Bild 20 von 47 Seit langem hing ein Porträt von ihr am Rathaus, auf dem die Tage ihrer Geiselhaft gezählt wurden. Der Zähler war am Mittwoch bei 2321 Tagen stehengeblieben.Bild 21 von 47 Die franko-kolumbianische Politikerin Ingrid Betancourt hat ihre knapp sechseinhalb Jahre dauernde Geiselhaft im Dschungel Kolumbiens gesundheitlich überraschend gut überstanden.Bild 22 von 47 "Ich hatte große Angst, mir etwas Schlimmes einzufangen, jetzt ist die Freude umso größer", sagte Betancourt nach einer ärztlichen Untersuchung.Bild 23 von 47 Das öffentliche Interesse an der befreiten Geisel und ihrer Geschichte ist enorm.Bild 24 von 47 Die Befreiung stellt nach Einschätzung politischer Beobachter in Bogotá eine schwere Demütigung für die bereits geschwächte Rebellengruppe FARC dar und ist der bisher größte Triumph für den konservativen Präsidenten Alvaro Uribe.Bild 25 von 47 Dem FARC-Kommandanten "César", der für die Bewachung der Geiseln zuständig war, konnten die Soldaten überlisten, wie auch das Video zeigt.Bild 26 von 47 Betancourt war fast sechseinhalb Jahren in der Gewalt der kolumbianischen FARC-Rebellen (hier mit ihrem Ehemann).Bild 27 von 47 Die frühere Präsidentschaftskandidatin war damit zum Symbol für das Geisel-Drama in dem südamerikanischen Land geworden.Bild 28 von 47 Die marxistische Rebellengruppe "Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens" (FARC) wollte sie und etwa noch 40 weitere Politiker, Militärs und Polizisten gegen etwa 900 inhaftierte Rebellen austauschen.Bild 29 von 47 Weltweit bildeten sich Initiativen, die sich für ihre Freilassung einsetzten.Bild 30 von 47 Seit Betancourt am 23. Februar 2002 im Südwesten des Landes verschleppt wurde, gab es kaum Nachrichten von ihr.Bild 31 von 47 Die neueste stammte von Ende vergangenen Jahres. Stumm und verzweifelt wirkte die früher vor Vitalität sprühende Frau auf dem Video ihrer Entführer.Bild 32 von 47 Davor hatte der nach mehr als achtjähriger Geiselhaft bei den FARC geflohene Polizist Jhon Frank Pinchao von ihr berichtet.Bild 33 von 47 Die zierliche Frau habe fünf Fluchtversuche unternommen, erzählte er. Mit Gymnastik versuche sie, sich fit zu halten, mache sich Aufzeichnungen und schneide Artikel aus Zeitungen aus.Bild 34 von 47 Betancourts Mann, Juan Carlos Lecompte, klagte nach einem Gespräch mit Pinchao, seine Frau sei zwar bei guter Gesundheit, müsse aber am Hals angekettet schlafen und werde "wie ein Tier" gehalten.Bild 35 von 47 Die Grünen-Politikerin Betancourt hat sich vor allem als Kämpferin gegen die Korruption einen Namen gemacht.Bild 36 von 47 Ihr Buch "Wut in meinem Herzen", das kurz vor der Entführung erschien, wurde inzwischen in zahlreiche Sprachen übersetzt und weltweit weit über eine halbe Million mal verkauft.Bild 37 von 47 Auf mehr als 250 Seiten schildert sie ihren Kampf gegen eine politische Kaste, die sich hinter den Kulissen am Staatseigentum bedient und jede Veränderung über Parteigrenzen hinweg zu verhindern weiß.Bild 38 von 47 Nach dem Studium der Politologie in Frankreich und dem Ende ihrer Ehe mit einem französischen Diplomaten (rechts, mit ihrem Sohn), aus der zwei Kinder stammen, kehrte sie 1990 nach Kolumbien zurück.Bild 39 von 47 1994 wurde sie ins Parlament gewählt und gründete 1998 die Partei "Verde Oxígeno" (Grüner Sauerstoff).Bild 40 von 47 Vier Jahre später errang sie ein Mandat für den Senat, das sie 2002 niederlegte, um sich um die Präsidentschaft zu bewerben. Wenig später wurde sie dann entführt.Bild 41 von 47 Nun, nach ihrer Befreiung, appellierte Betancourt an den französischen Staatschef, sich für die verbleibenden Geiseln einzusetzen.Bild 42 von 47 Sarkozy bekräftigte, dass er dies tun wolle. Frankreich sei außerdem bereit, FARC-Rebellen aufzunehmen, die ihre Waffen abgeben wollten.Bild 43 von 47 Betancourt will zunächst viel Zeit mit ihrer Familie verbringen.Bild 44 von 47 Sie sei froh, dass sie einen leeren Terminplan habe, den sie "mit Glück füllen" werde, sagte die ehemalige kolumbianische Präsidentschaftskandidatin.Bild 45 von 47 Betancourt will sich aber auch für die 700 Geiseln einsetzen, die sich noch immer in den Händen der Farc befinden. Dem kolumbianischen Sender Caracol, der Nachrichten von Familienangehörigen der Geiseln ausstrahlt, sagte sie:Bild 46 von 47 "Ich werde keinen Moment aufhören, für eure Freiheit zu kämpfen und Gesprächswege zu den FARC und den Ländern zu suchen, die uns helfen können." (Bilder: AP / dpa)Bild 47 von 47
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