Der Irak steht am Rande eines Bürgerkriegs.Bild 1 von 41 Seit dem Anschlag auf den Schrein von Samarra am 22. Februar ...Bild 2 von 41 ...nehmen die irakischen Schiiten Rache.Bild 3 von 41 Überall im Lande kommt es zu Angriffen, ...Bild 4 von 41 Selbstmordanschlägen, ...Bild 5 von 41 Erschießungen.Bild 6 von 41 Niemand bleibt verschont.Bild 7 von 41 Auslöser der neuen Welle von Gewalt ist der Anschlag auf eine der wichtigsten schiitischen Stätten im Irak, den al-Askari-Schrein in Samarra.Bild 8 von 41 Der Schrein ist einer der vier großen schiitischen Schreine im Irak. Mit 72.000 goldenen Platten verkleidet, war er einer der größten Kuppelbauten in der islamischen Welt.Bild 9 von 41 Hier liegen zwei Imame aus dem neunten Jahrhundert begraben, die den Schiiten als Nachfolger Mohammeds gelten.Bild 10 von 41 Die Attentäter legten ihre Sprengsätze so, dass die mit Gold verkleidete Kuppel bei der Explosion einstürzte.Bild 11 von 41 Die Zerstörung des Heiligtums gilt als eine gezielte Provokation.Bild 12 von 41 Der iranische Präsident, Mahmud Ahmadineschad, nannte bereits unmittelbar nach dem Anschlag die Schuldigen: Israel und die USA.Bild 13 von 41 Ähnlich sehen es einige Demonstranten im Irak. Sie geben den USA die Schuld und fordern den Abzug ihrer Soldaten.Bild 14 von 41 Im Internet wirft eine Dachorganisation sunnitischer Rebellen, darunter der irakischen El Kaida, den Schiiten vor, den Anschlag auf den Schrein selbst begangen zu haben.Bild 15 von 41 Damit wolle die Gemeinschaft ihre Angriffe auf die Sunniten rechtfertigen, heißt es in der Erklärung des "Rats der Mudschaheddin".Bild 16 von 41 Darauf werde es "eine schockierende Reaktion" geben.Bild 17 von 41 Die irakischen Schiiten selbst reagieren mit Entsetzen auf die Zerstörung ihres Heiligtums.Bild 18 von 41 Das geistliche Oberhaupt der Gemeinschaft im Irak, Groß-Ajatollah Ali al-Sistani, ruft zu Demonstrationen auf.Bild 19 von 41 Er erklärt eine Trauerzeit von sieben Tagen.Bild 20 von 41 Zugleich verlangt er aber ausdrücklich Zurückhaltung von seinen Anhängern ...Bild 21 von 41 ... und fordert, sunnitische Moscheen nicht anzugreifen.Bild 22 von 41 Trotz dieser Worte kommt es seit dem Anschlag von Samarra zu zahlreichen Anschlägen.Bild 23 von 41 Immer wieder greifen aufgebrachte Schiiten sunnitische Moscheen an ...Bild 24 von 41 .... und bringen Sunniten - aber auch andere Gläubige - um.Bild 25 von 41 Allein bei einer vorgetäuschten Straßensperre im Süden von Bagdad töten Extremisten einen Tag nach der Zerstörung des Schreins von Samarra 47 Menschen.Bild 26 von 41 Dabei ist es ihnen gleichgültig, dass es sich bei den Opfern sowohl um Sunniten als auch Schiiten handelt.Bild 27 von 41 Diese hatten zuvor gemeinsam gegen den Anschlag auf den Schrein protestiert.Bild 28 von 41 Seit langem schon schwelt der Konflikt zwischen Schiiten, die im Irak die Mehrheit der Bevölkerung stellen, und den Sunniten.Bild 29 von 41 Die Sunniten saßen während der Herrschaft von Saddam Hussein an den Schalthebeln der Macht.Bild 30 von 41 Nur wenige Schiiten schafften damals den Aufstieg in die oberen Ränge der Gesellschaft.Bild 31 von 41 Eine schiitische Revolte im Süden des Landes schlug Saddam 1991 blutig nieder.Bild 32 von 41 Mittlerweile haben sich die Verhältnisse umgekehrt. Seit den Wahlen am 30. Januar haben Kurden und Schiiten die Mehrheit im Parlament und stellen die Regierung.Bild 33 von 41 Sunnitische Extremisten, darunter Anhänger des jordansichen El-Kaida-Teroristen Abu Mussab al-Sarkawi, können sich damit nicht abfinden.Bild 34 von 41 Schon seit Mitte 2003 haben sie immer wieder verheerende Selbstmordanschläge verübt.Bild 35 von 41 Opfer sind oft schiitische Geistliche und Gläubige, ...Bild 36 von 41 Rekrutierungsbüros oder von Schiiten besuchte Marktplätze.Bild 37 von 41 Die im Gegenzug verübten Morde an sunnitischen Persönlichkeiten durch schiitische Todesschwadrone sind oft weniger spektakulär.Bild 38 von 41 Dennoch bringen sie die Sunniten im Irak nicht weniger auf.Bild 39 von 41 Nach dem Anschlag auf den schiitischen Schrein warnt Präsident Dschalal Talabani, ein Kurde, eindringlich vor einer Eskalation der Gewalt: "Dieses abscheuliche Verbrechen warnt uns vor einer Verschwörung gegen das irakische Volk, die das Ziel hat, Krieg unter Brüdern anzustiften."Bild 40 von 41 Dieser Krieg aber hat längst angefangen.Bild 41 von 41