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Dienstag, 11. Juli 2017

Eroberung eines Trümmerfelds: Irakische Truppen befreien Mossul vom IS

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Im Oktober 2016 beginnt die Offensive der irakischen Armee gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) in der zweitgrößten Stadt des Landes - Mossul. (Foto: rts)

Im Oktober 2016 beginnt die Offensive der irakischen Armee gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) in der zweitgrößten Stadt des Landes - Mossul.

Im Oktober 2016 beginnt die Offensive der irakischen Armee gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) in der zweitgrößten Stadt des Landes - Mossul.

Truppen aus Polizei und Militär stellen sich zunächst in den östlichen Stadtvierteln gegen die IS-Kämpfer. Anfang Januar 2017 erreichen die Streitkräfte das Ostufer des Tigris.

Dort, wo die Islamisten ihre letzte Bastion erbittert verteidigten, hissen Elitetruppen die irakische Flagge. Es beginnt der Kampf um West-Mossul.

Auch internationale Streitkräfte unter US-Führung beteiligen sich an der Offensive auf die einstige Millionenstadt.

1525 Angriffe vom Boden und der Luft aus zählt die US-Armee seit Beginn der Operation.

Zivilisten stehen in den umkämpften Gebieten zwischen den Fronten. Es gibt Berichte, wonach die IS-Kämpfer Tausende Einwohner als menschliche Schutzschilde missbrauchen.

Über 900.000 Menschen fliehen während der Offensive aus Mossul. Nach monatelangen Kämpfen liegt in vielen Stadtteilen kaum mehr ein Stein auf dem anderen.

Von den 44 Wohnvierteln der Stadt gelten 6 als komplett und 22 als teilweise zerstört.

Auch die Altstadt ist von den Kämpfen betroffen. Historische Gebäude wie hier die Al-Nuri-Moschee liegen in Schutt und Asche. Die Moschee war eines der Wahrzeichen der Stadt.

Im Juni 2017 sind nach UN-Angaben noch immer rund 400.000 Menschen in der Altstadt eingeschlossen. Auch ihnen bleibt nur die Flucht. Und die ist gefährlich - denn der IS ...

... macht auch vor der Ermordung von Zivilisten nicht Halt. Dabei ist die Stadt fast wie abgeschnitten von der Außenwelt. Viele Verkehrswege sind zerstört, auch die Brücke zum Nachbarort Al-Muthanna.

In einer Fernsehansprache erklärt der irakische Ministerpräsident Haider al-Abadi am 10. Juli schließlich den Sieg über den IS in Mossul.

Soldaten der Regierungsarmee feiern die Vertreibung der Terrormiliz. Doch der Wiederaufbau der Stadt wird schwierig und langwierig.

Die UN schätzen die Kosten dafür auf bis zu 400 Millionen US-Dollar (358 Millionen Euro). Zudem fürchtet die Organisation "Airwars", dass noch rund 4000 Leichen unter den Trümmern der Stadt liegen.

Während der achtmonatigen Offensive sollen Schätzungen von "Airwars" zufolge 900 bis 1200 Zivilisten umgekommen sein. Die Toten zu bergen und die Trümmer zu beseitigen, wird Monate dauern.

Zudem weiß noch niemand ganz genau, was der IS an tödlichen Fallen hinterlassen hat. Hier stellen Polizeibeamte Sprengstoffgürtel der IS-Truppen sicher.

Hin und wieder kommt es noch immer zu Gefechten innerhalb der Stadtgrenzen. Die IS-Kämpfer halten aber nur noch kleine Gebiete am Tigris.

Doch obwohl die Gefechte andauern und viele innerstädtische Straßen nur schwer passierbar sind, kehren nach der Rückeroberung ...

... viele Einwohner in ihre Stadt zurück - trotz der oftmals traumatischen Erlebnisse, die sie in Mossul machen mussten.

Bislang konnten 200.000 Menschen in ihre Häuser zurückkehren. Doch es fehlt an Unterkünften, Nahrungsmitteln, Wasser und medizinischer Hilfe. (mba)

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