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Lange Zeit ein Tabu: Japan zeigt Hinrichtungskammer

 
Lange Zeit ein Tabu: Japan zeigt Hinrichtungskammer

Es gibt Länder, in denen wird die Todesstrafe öffentlich vollzogen. Der Iran gehört dazu.

Aber auch China. Der Staat erwartet sich dadurch einen höheren Grad der Abschreckung.

Auch in den USA ist das Thema nicht tabu.

Allerdings werden Exekutionen nicht live gezeigt.

In der Regel sind ausgewählte Berichterstatter vor Ort, die im Anschluss den Verlauf schildern.

Zumindest aber sind die örtlichen Gegebenheiten der Öffentlichkeit bekannt.

Das war in Japan bislang anders. Einblicke in die Exekutionsräume waren der Öffentlichkeit nicht erlaubt. Nun hat Justizministerin Keiko Chiba Einblick in die Räume einer japanischen Hinrichtungskammer gewährt. Anlass ist eine Diskussion über die Todesstrafe in Japan.

Fernsehjournalisten wurden durch die Räume geführt. Hier der Vorraum zum eigentlichen Exekutionsraum.

In diesem Zimmer kann der Verurteilte nochmal mit seinem religiösen Beistand sprechen.

Die Hinrichtungskammer mit dem Raum darunter.

Der eigentliche Exekutionsraum hat eine rote Markierung, auf die der Verurteilte sich zu stellen hat.

Dann wird ihm eine Schlinge um den Hals gelegt.

Anschließend öffnet sich unter ihm eine Falltür.

Dieser Mechanismus wird über einen von drei Knöpfen in einem anderen Raum ausgelöst, wobei drei Beamte gleichzeitig einen Knopf betätigen und somit unklar ist, welcher zum Tod des Verurteilten führt.

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