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"Tag der Schande": Japanischer Angriff auf Pearl Harbor

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Es ist der 7. Dezember 1941 - ein Sonntag: Seit mehr als zwei Jahren tobt der Zweite Weltkrieg. An diesem Tag greift die japanische Luftwaffe die US-amerikanische Pazifikflotte an, die in Pearl Harbor auf Hawaii vor Anker liegt. (Foto: dpa)

Es ist der 7. Dezember 1941 - ein Sonntag: Seit mehr als zwei Jahren tobt der Zweite Weltkrieg. An diesem Tag greift die japanische Luftwaffe die US-amerikanische Pazifikflotte an, die in Pearl Harbor auf Hawaii vor Anker liegt.

Es ist der 7. Dezember 1941 - ein Sonntag: Seit mehr als zwei Jahren tobt der Zweite Weltkrieg. An diesem Tag greift die japanische Luftwaffe die US-amerikanische Pazifikflotte an, die in Pearl Harbor auf Hawaii vor Anker liegt.

Fast 400 japanische Kampfflugzeuge attackieren in den Morgenstunden die amerikanischen Schlachtschiffe mit Bomben und Torpedos und versenken sie.

US-Präsident Franklin D. Roosevelt spricht daraufhin von einem "Tag der Schande". Die Vereinigten Staaten werden mit dem Angriff auf Pearl Harbor in den Weltkrieg hineingezogen.

Die Truppen von Kaiser Hirohito befinden sich bereits vor Beginn der Kampfhandlungen in Europa am 1. September 1939 im Krieg. Sie besetzen weite Teile Chinas. Japan gehört während des Zweiten Weltkrieges zu den sogenannten Achsenmächten - im Bündnis mit Deutschland und Italien.

Die japanischen Soldaten begehen in China entsetzliche Kriegsverbrechen. Die USA, die sich noch nicht offiziell im Krieg befinden, verhängen daraufhin ein Ölembargo gegen das Kaiserreich. Japan gibt nicht klein bei, sondern entscheidet sich für den Krieg gegen die Vereinigten Staaten.

Einen Krieg, den die Japaner nicht gewinnen können. Die USA sind eine mächtige Nation mit enormen wirtschaftlichen und militärischen Kapazitäten.

Der 7. Dezember 1941 ist für die USA ein Tag der Schmach, an dem ihre Verwundbarkeit deutlich wird. Das Bild von der zerstörten USS Arizona ist ein Symbol dafür. Ihre Versenkung ist der größte Verlust der US-Pazifikflotte. Fast 1200 Menschen kommen ums Leben.

Das Wrack wird nicht geborgen. Über ihm wird die Gedenkstätte "USS Arizona Memorial" verankert.

Das ungewöhnliche Bauwerk kann mit kleinen Booten besucht werden.

Blick von oben auf das USS Arizona Memorial und das USS Battleship Missouri Memorial.

Ende Dezember steht hoher Besuch an. Mit Shinzo Abe kommt erstmals ein japanischer Ministerpräsident nach Pearl Harbor.

Er wird gemeinsam mit dem scheidenden US-Präsidenten Barack Obama Hawaii besuchen. Eine Entschuldigung Abes ist nicht zu erwarten.

Obama war Ende Mai dieses Jahres in Hiroshima, dem Ort des ersten Atombombenabwurfs. Von Seiten des US-Gastes gab es keine Entschuldigung an Japan.

Zurück ins Jahr 1941: Brennende US-Schlachtschiffe nach dem Angriff. Die Japaner schwächen die amerikanische Flotte beträchtlich.

Eine von den Japaner erstellte Luftaufnahme während der Bombardierung.

Der Mann der Stunde ist der japanische Admiral Isoroku Yamamoto. Er soll selbst überzeugt gewesen sein, dass das Kaiserreich einen Krieg gegen die USA nie gewinnen könne.

Yamamoto bewundert den früheren US-Präsidenten Abraham Lincoln.

Der Admiral hat eine große Schwäche: Er ist dem Glücksspiel verfallen. Er setzt auch im Pazifik alles auf eine Karte. Er beziffert die Erfolgschancen auf 50:50.

Ein japanischer Sturzkampfbomber vom Typ Aichi D3A "Val" fliegt einen Angriff auf Pearl Harbor. Insgesamt sechs Flugzeugträger haben sich auf den langen Weg gemacht. Die Funker der japanischen Schiffe verbleiben in der Heimat und funken sich Belanglosigkeiten zu. Ein erfolgreiches Täuschungsmanöver.

Start von den Flugzeugträgern. Nach dem Angriff werden die Piloten dort mit Sake empfangen.

Luftaufnahmen von Pearl Harbor aus dem Jahr 1940. Zu sehen ist der Luftwaffenstützpunkt auf Ford Island, der US-Flugzeugträger "Yorktown" und die sogenannte "Battleship Row" im "Hafen der Perlen".

Eine Aufzeichnung mit den Zielen, die aus einem abgeschossenen japanischen Flugzeug geborgen wurde.

Die Amerikaner wehren sich gegen den Angriff. Es ist aber ein ungleicher Kampf.

Brennende Flugzeuge auf dem Militärflugplatz Hickam-Field bei Pearl Harbor. Nur wenige US-Maschinen schaffen es in die Luft.

Matrosen stehen zwischen zerstörten Flugzeugen und schauen auf die explodierende USS Shaw.

Ein zerstörter amerikanischer B17C-Bomber.

Mit einem Boot werden Seeleute aus der brennenden USS West Virginia gerettet.

Im Vordergrund die USS Helena, die von Torpedos getroffen wird.

Die explodierende USS Shaw, ...

... die mehrere Volltreffer erhält.

Das Schlachtschiff USS Oklahoma liegt schwer getroffen auf der Seite.

Dieser Matrose kommt bei dem japanischen Angriff ums Leben. Insgesamt verlieren etwa 2400 Menschen ihr Leben.

Beisetzung am Tag nach dem Angriff: Ein US-Marinekommando feuert eine Salve für seine gefallenen Kameraden ab.

Nach der hawaiianischen Tradition ehren die Matrosen die Gefallenen.

Nach dem Angriff auf Pearl Harbor werden auf Hawaii weitere japanische Attacken befürchtet. Diese Bild vom Mai 1942 zeigt Schüler in Honolulu, die in der Benutzung von Gasmasken unterwiesen werden.

Pearl Harbor markiert den Anfang vom Ende des Zweiten Weltkrieges. Durch den Kriegseintritt der USA verändert sich das Kräfteverhältnis endgültig zu Ungunsten der Achsenmächte Deutschland, Italien und Japan.

An Bord der in der Bucht von Tokio ankernden USS Missouri unterzeichnet Japans Außenminister Mamoru Shigemitsu am 2. September 1945 die Kapitulationsurkunde. Damit endet offiziell der Zweite Weltkrieg. Deutschland hatte bereits am 8. Mai 1945 kapituliert.

Die USS Missouri - ein Schlachtschiff der Iowa-Klasse - ankert heute im Marinestützpunkt Pearl Harbor und erinnert dort an die Schrecken des Krieges im Pazifik. (wne/dpa)

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