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Die "verlorene Generation": Jugendarbeitslosigkeit quält Europa

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5,5 Millionen junge Menschen in Europa sind ohne Arbeit. (Foto: dpa)

5,5 Millionen junge Menschen in Europa sind ohne Arbeit.

5,5 Millionen junge Menschen in Europa sind ohne Arbeit.

Die Perspektivlosigkeit lässt viele verzweifeln.

Andere gehen auf die Straße.

Wozu noch lernen, wenn nach Ausbildung oder Studium nur die Arbeitslosigkeit wartet?

Europaweit brechen die Zahlen der arbeitslosen Absolventen alle Rekorde.

In Spanien wird die Arbeitslosenquote der unter 25-Jährigen mit 56,5 Prozent beziffert.

In Griechenland liegt sie gar bei fast 60 Prozent. Doch die Statistik täuscht, ...

... denn es werden nur die jungen Menschen einbezogen, die Arbeit suchen.

Wenn man Schüler und Studenten einbezieht, korrigiert sich die Quote für Spanien auf 20 Prozent.

In Griechenland müssen in Wahrheit "nur" 16 Prozent der unter 25-Jährigen zum Arbeitsamt.

Doch selbst zeitlich befristete Aushilfsjobs sind schwer zu finden.

Eltern und Großeltern müssen ihrem arbeitslosen Nachwuchs finanziell aushelfen.

Viele junge Menschen empfinden diese Situation als Schande ...

... und suchen ihr Glück im Ausland.

Der Abschied von der Familie fällt schwer, aber für eine bessere Zukunft verlassen sie ihre Heimat.

Spaniens Bevölkerungszahl ist aufgrund der massenhaften Abwanderung der Jugend bereits merklich gesunken.

Der Ausweg aus der Arbeitslosigkeit führt zum Beispiel nach Amsterdam.

Ganze Ausbildungsklassen reisen gemeinsam aus.

Sie bedienen unter anderem die große Nachfrage nach Pflegepersonal in den Niederlanden.

In der Hoffnung auf bessere Jobchancen kommen viele Spanier, Griechen und Portugiesen auch nach Deutschland.

Hier sieht die Situation zumindest für Azubis ganz anders aus.

Die Zahl der Ausbildungsplätze ist so hoch, dass nicht alle besetzt werden können.

Überraschend: Im Kampf gegen die Jugendarbeitslosigkeit in Deutschland plädiert ausgerechnet Sahra Wagenknecht dafür, deutsche Ausbildungsplätze bevorzugt an deutsche Jugendliche zu vergeben.

Bundeskanzlerin Angela Merkel setzt auf das duale Ausbildungssystem in Deutschland, das auch in anderen Ländern Schule machen soll.

Mittlerweile ist die spezifische Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit sogar auf EU-Ebene ein Thema.

Merkel schätzt die prekäre Arbeitsmarktsituation der jungen Generation als das "vielleicht drängendste europäische Problem" ein.

Ein Ende der Krise ist nämlich nicht in Sicht. (jle)

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