Mächtige Staaten, kleine Schritte: Juli 2008: G8-Gipfel in Japan
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Das "Windsor"-Hotel in Toyako, abgeschieden gelegen auf Japans nördlichster Hauptinsel Hokkaido.Bild 1 von 38 Der Tagungsort des diesjährigen G8-Gipfels liegt auf einem 625 Meter hohen Berg und sei daher "einfach zu sichern", wie die japanische Polizei verlauten ließ.Bild 2 von 38 Vielleicht auch eine Konsequenz aus dem letzten Gipfel in Heiligendamm, wo die ...Bild 3 von 38 ... örtlichen Gegebenheiten ...Bild 4 von 38 ... den Bau eines Millionen Euro teuren Zauns verlangten.Bild 5 von 38 Japan möchte solche Bilder vermeiden - und hat ...Bild 6 von 38 ... 21.000 Polizisten für den Einsatz rund um das Tagungshotel mobilisiert.Bild 7 von 38 Das Konzept scheint aufzugehen.Bild 8 von 38 Die meisten Proteste blieben bisher auf symbolischer Ebene, ...Bild 9 von 38 ... auf den Straßen blieb es bislang ruhig.Bild 10 von 38 Auch, weil viele G8-Demonstranten gar nicht erst nach Japan einreisen durften.Bild 11 von 38 Der hoch gelegene Tagungsort jedenfalls ist für einige Kritiker auch Ausdruck der Formel "Wir da oben, ihr da unten".Bild 12 von 38 Die führenden Industriestaaten und Russland sprechen bei ihrem Gipfel einen Mix aus akuten Problemen und ebnen so den Weg für weitere Konferenzen und bilaterale Gespräche.Bild 13 von 38 Auf der Liste der dringendsten Probleme stehen die explodierenden Ölpreise, ...Bild 14 von 38 ... die weltweite Inflation, ...Bild 15 von 38 ... die Nahrungsmittelkrise und ...Bild 16 von 38 ... der Klimawandel. Mitsamt der Frage, welche Rolle die Atomkraft in der Zukunft spielen soll.Bild 17 von 38 Doch große Durchbrüche sind von Gastgeber Yasuo Fukuda, der deutschen Kanzlerin Angela Merkel, ...Bild 18 von 38 ... dem britischen Premier Gordon Brown, ...Bild 19 von 38 ... dem kanadischen Premier Stephen Harper, ...Bild 20 von 38 ... Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy, ...Bild 21 von 38 ... Italiens Ministersprädient Silvio Berlusconi, ...Bild 22 von 38 ... Russlands Präsident Dmitri Medwedew und ...Bild 23 von 38 ... dem scheidenden US-Präsidenten George W. Bush nicht zu erwarten.Bild 24 von 38 Dabei wäre die Gelegenheit günstig, die großen Probleme der Welt konkreter anzugehen. Der G8-Gipfel ist längst eine Art Weltgipfel, an dem neben UN-Generalsekretär Ban Ki Moon (r.) auch viele Vertreter anderer Staaten teilnehmen.Bild 25 von 38 Kritische Geister (hier der Musiker Bob Geldof, der jeden G8-Gipfel nutzt, um die Politik an ihre Versprechen zu erinnern) werfen den Mächtigen vor, viel zu reden, aber wenig zu handeln.Bild 26 von 38 Immerhin gab es in Sachen Klimapolitik ein erstes Ergebnis. Bis 2050 wollen die G8 die Treibhausgasemissionen mindestens halbieren.Bild 27 von 38 Dieses Ziel war jedoch bereits im Mai bei einem Treffen der G8-Umweltminister beschlossen worden. Die Halbierung soll in Zusammenarbeit mit den Vereinten Nationen erreicht werden.Bild 28 von 38 Ob diese Vereinbarung ein Durchbruch ist, darf bezweifelt werden. Allerdings ist es das erste Mal, dass US-Präsident Bush überhaupt einem langfristigen Klimaziel zustimmt.Bild 29 von 38 Ihre vorherigen Versprechen im Kampf gegen den Hunger haben die acht mächtigsten Staaten der Welt bislang nicht erfüllt.Bild 30 von 38 Vor drei Jahren hatten die G8-Staaten im schottischen Gleneagles beschlossen, die Entwicklungszusammenarbeit um jährlich 50 Milliarden US-Dollar zu erhöhen. Allein die Hälfte sollte nach Afrika fließen. Der Beschluss wurde als "historisches Ereignis" gefeiert.Bild 31 von 38 Doch heute sieht die Bilanz düster aus. Das Gremium, das unter Vorsitz des früheren UN-Chefs Kofi Annan die Einhaltung verfolgt, bezifferte die für Afrika ausstehenden Zahlungen auf 40 Milliarden US-Dollar.Bild 32 von 38 Annan appellierte an die G8, die Lücke aufzufüllen, warnte aber: "Nur die Versprechen zählen, die auch gehalten werden." Die afrikanischen Staaten fordern eine milliardenschwere Soforthilfe für ihren durch die Lebensmittelkrise zusätzlich strapazierten Kontinent.Bild 33 von 38 Die G8-Staatschefs wollen das Problem in "kleinem Kreis" erörtern - handfeste Zusagen gibt es bislang nicht.Bild 34 von 38 Einige Hilfsorganisationen kritisieren auch Deutschland in Sachen Afrika-Hilfe. Jährlich 0,51 Prozent des Bruttoinlandproduktes will Deutschland bis 2010 in die Entwicklungshilfe investieren. Doch die Quote tritt bei 0,37 Prozent auf der Stelle.Bild 35 von 38 Insgesamt erwartet die Welt also vom Gipfel in Japan höchstens kleine Schritte und Symbolpolitik - keine Wunder.Bild 36 von 38 Apropos Symbole: Die Staatschefs bekamen als Begrüßungsgeschenk einen Sake-Becher geschenkt. Preis: 1000 Dollar pro Stück.Bild 37 von 38 Das wären jeweils 3,2 Tonnen Weizen gewesen. (Alle Bilder: dpa, Reuters, AP / Text: Jochen Müter)Bild 38 von 38
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