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Sonntag, 30. Juli 2017

Chinas waffenstarrende Armee: "Kameraden, ihr habt hart gearbeitet!"

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Soldaten - so weit das Auge reicht. (Foto: REUTERS)

Soldaten - so weit das Auge reicht.

Soldaten - so weit das Auge reicht.

Hunderte gepanzerte Fahrzeuge, ...

... Militärflugzeuge, ...

... Hubschrauber und Kampfflugzeuge.

Chinas Volksbefreiungsarmee feiert den 90. Jahrestag ihrer Gründung und bietet auf, was sie hat.

Und mittendrin im Tarnfleck: Präsident Xi Jinping.

Mehr denn je müsse China eine "Weltklasse-Armee" aufbauen, sagt Xi in seiner Rede auf dem Militärstützpunkt in Zhurihe.

Diese müsse imstande sein, "jeden feindlichen Angreifer" zu besiegen.

Die Armee müsse "unerschütterlich" zur Kommunistischen Partei und deren "absoluter Führung" stehen.

"Kameraden, ihr habt hart gearbeitet!", ruft Xi mehrmals an die Soldaten gerichtet.

Diese antworten im Chor: "Wir dienen dem Volk!"

Die chinesische Armee ist die größte Streitmacht der Welt, mehr als 2 Millionen Soldaten dienen in ihr.

Jahr für Jahr steigen die Rüstungsausgaben.

Erst im März kündigte die Regierung an, die Rüstungsausgaben um sieben Prozent zu erhöhen. Mit umgerechnet 142 Milliarden Euro ist dies der größte Etat in der Geschichte des Landes.

Xi Jinping hatte bereits in der Vergangenheit immer wieder betont, die Modernisierung der Armee vorantreiben zu wollen.

Das Geld fließt dabei vor allem in neues Gerät: Peking arbeitet unter anderem an der Entwicklung neuer U-Boote und Tarnkappenbomber.

Experten sehen in der Aufrüstung auch eine Machtdemonstration gegenüber den USA und Nachbarstaaten, mit denen China im Ost- und Südchinesischen Meer um Inseln und Territorien streitet.

Der Staatssender CCTV zeigt Bilder von der gigantischen Parade, die bis zum letzten Moment geheimgehalten worden war. Mindestens 40 Prozent der präsentierten Waffensysteme, darunter auch neue Modelle ballistischer Raketen für Atomschläge, sollen noch nie öffentlich gezeigt worden sein.

"Die Volksbefreiungsarmee entwickelt die Fähigkeit zu Einsätzen weit jenseits der chinesischen Grenzen und Nachbarregionen", stellte das China-Institut Merics erst kürzlich in einer Studie fest.

Die chinesische Führung verabschiede sich damit von Jahrzehnten der Zurückhaltung, die in der Politik der Nichteinmischung ihren Ausdruck fand.

Und das Institut prognostiziert: Bis 2022 wird China wesentlich präsenter und als kraftvoller globaler Spieler etabliert sein.

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