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Dienstag, 06. Dezember 2016

Die Mode des "Supreme Leaders": Kim-Jong-Style

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Kim Jong Un ist nicht nur in seiner politischen Position völlig unantastbar. Der Mann ist auch modisch ein echtes Schwergewicht in dem Land vor unserer Zeit. (Foto: REUTERS)

Kim Jong Un ist nicht nur in seiner politischen Position völlig unantastbar. Der Mann ist auch modisch ein echtes Schwergewicht in dem Land vor unserer Zeit.

Kim Jong Un ist nicht nur in seiner politischen Position völlig unantastbar. Der Mann ist auch modisch ein echtes Schwergewicht in dem Land vor unserer Zeit.

Wo Kim auch erscheint - er ist seinen Untertanen stylemäßig immer eine Raketenlänge voraus. Während die Skihasen hier noch im bunten 80er-Jahre-Look punkten wollen, hat der Babo schon den gediegenen Fellkragenmantel angelegt.

Hier drängt sich ein Nachahmer rechts ins Bild. Doch Kim hat schon die nächste Stufe gezündet und schmunzelt verschmitzt in Schwarz.

Da hilft kein Weinen und kein Jammern: ...

... Wenn Kim Jong Un vor die Kameras tritt, stürzt der Style der Anwesenden in Richtung Erdmittelpunkt. Oh mein Gott, diese Brille.

Oder besser diese?

Sie sehen: Kim Jong Un braucht keine Dagi Bee und kein Dandy Diary. Er setzt die Trends. Zum Beispiel den hier: kurze Beine, kleine Schuhe unter einem Mantel so ausladend wie ein Raketenschutzschirm. Das perfekte Outfit zur Besichtigung eines Fischlagers.

Zu viel Schwarz? Sachte, sachte: Der "Supreme Leader" ist auch in allen anderen Grau- und Erdtönen zu Hause wie das Unrecht in seinem Staate. Die sanfte Bewegung vor prall gefüllten Apfelkörben korreliert in Vollendung mit der Großzügigkeit der Ballonhose und der spitzen Eleganz des Schuhwerks.

Selbst Winterspeck setzt der asiatische Dr. Evil gekonnt mit dem breitesten Diktatorenlächeln östlich des Urals gekonnt in Szene.

Dann plötzlich wieder: Skinny Look. So viel Wandlungsreichtum lässt seine Umgebung nur im Regen stehen.

Ein seltener Anblick ist diese Mode-Referenz ins ferne Duisburg der 80er-Jahre. Sicherlich, das Ruhrgebiet und Pjöngjang mögen an Tristesse einiges gemeinsam haben.

Doch dieser Rückgriff auf Schimanskis Schmuddel-Jacke kann an eine besondere Hommage an die Stadt der rauchenden Schlote verstanden werden.

Irgendwer hat mal behauptet, grün und blau ginge gar nicht. Grüner Reis, blauer Zweiteiler - passt doch. Den ernsten Blick eines guten Models beherrscht Kim zudem tadellos.

A propos Krankheiten: Kim ist nicht nur Model und Staatenlenker. Er kann auch Doktor und der Arztkittel unterstreicht seine gebildete Aura. Was hinter der Glasscheibe steckt? Seien Sie froh, dass Sie es nicht sind.

Souverän verläuft auch der Besuch zum Betrachten nicht näher beschriebener Gegenstände. Hier offenbart sich der Techniker Kim, der sein Fachwissen nun mit einem modernen Brillengestell zu unterstreichen weiß.

Fachwissen über Lebensmittel vermittelt der kloßige Koreaner allein mit seinen körperlichen Grundvoraussetzungen. Weitere modische Accessoires sind nicht notwendig.

Jawoll, und von hier kommt demnächst das Getreide.

Eleganz beweist der große Führer auch in Begleitung seiner Frau (ihr Verbleib ist derzeit ungeklärt, sie ist seit Monaten nicht mehr öffentlich aufgetreten). Versunken in die geschmeidigen Polster eines unbekannten Theaters entspannt der Despot bei einer nicht näher beschriebenen Aufführung eines unbekannten Künstlers.

So ist das im nordkoreanischen Schattenreich. Was genau hinter den Mauern und Zäunen vor sich geht, wird wohl so lange unter Verschluss bleiben, bis das Land wie die allermeisten kommunistischen Diktaturen hoffentlich irgendwann einmal in die Geschichte eingeht. Den rund 25 Millionen Menschen im Land ist es zu wünschen.

Dann bliebe nur die Erinnerung an einen unmenschlichen Diktator mit kruder Weltanschauung, absurden Frisuren und lächerlichen Outfits. Bis dahin darf man die Auftritte des "Obersten Führers" gern auch mit Humor nehmen. Das macht das Leben leichter. Sehen Sie den Glanz des Anzugstoffs? Unfassbar ... (bdk)

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