Der König tritt ab - es lebe der König! Im kleinen Himalaya-Staat Bhutan hat König Jigme Singye Wangchuk (rechts) im Dezember 2006 überraschend seine Abdankung bekanntgegeben. Nachfolger wurde sein Sohn Jigme Khesar Namgyel Wangchuk (links). In der Bildmitte: Indiens Präsident Abdul Kalam.Bild 1 von 35 Sein Sohn solle jetzt Erfahrungen als Staatsoberhaupt sammeln, ließ Jigme Singye Wangchuk - immerhin erst 51 Jahre alt - in einem Dekret lapidar verlauten.Bild 2 von 35 Der 26-jährige Jigme Khesar Namgyel Wangchuk sagte, er wolle sein Land stark machen und die demokratische Entwicklung voranbringen.Bild 3 von 35 Der neue Monarch hatte bereits in den vergangenen Jahren viele offizielle Termine wahrgenommen. Jigme Khesar Namgyel Wangchuk hat an der britischen Universität Oxford unter anderem Politik studiert.Bild 4 von 35 Im benachbarten Ausland wird er wegen seines Auftretens gegenüber Frauen auch "der charmante Prinz" genannt.Bild 5 von 35 Jigme Singye Wangchuk war nach dem Tod seines Vaters Jigme Dorje Wangchuk zum König ausgerufen worden. Seine offizielle Krönung erfolgte im Juni 1974.Bild 6 von 35 Ein Foto aus dem Jahre 1971.Bild 7 von 35 Die Krönungsfeiern waren durch ein Attentat auf den König durch Exil-Tibeter überschattet worden.Bild 8 von 35 Bhutan - auf Deutsch "Land des Donnerdrachens" - hat sich erst in den vergangenen drei Jahrzehnten langsam geöffnet. Es ist mit 47.000 Quadratkilometern etwa so groß wie Niedersachsen.Bild 9 von 35 Das Relief des kleinen Königreichs ist vom Himalaya geprägt. Mehr als 80 Prozent der Fläche liegen in mehr als 2000 Metern Höhe.Bild 10 von 35 Schätzungen über die Zahl der Einwohner schwanken zwischen 650.000 und 2,4 Millionen.Bild 11 von 35 Bhutan verzeichnet ein kräftiges Bevölkerungswachstum. Etwa drei Viertel der Bevölkerung gehören zum tibetischen Völkerkreis.Bild 12 von 35 Seit 1988 betreibt die Regierung eine Politik der "Bhutanisierung". Sie besteht in einer Betonung der Einheit der drei Elemente König, Regierung und Land. Die Sprache der Ngalongs, Dzongkha, wurde alleinige Staatssprache.Bild 13 von 35 Der Vajrayana-Buddhismus ist die Staatsreligion in Bhutan. Ihm gehören 75 Prozent der Bevölkerung an.Bild 14 von 35 Die Klöster sind existenziell gesichert. Sie erhalten Mittel aus dem Staatshaushalt.Bild 15 von 35 Ein kleiner Mönch im Kloster Samdrup JongkarBild 16 von 35 Ökonomisch ist Bhutan unterentwickelt. Die Landwirtschaft produziert keinen Reisüberschuss. Die Regierung ist zu Importen gezwungen.Bild 17 von 35 In Bhutan gibt es erst seit 1999 Fernsehen und seit 2000 Internet-Zugänge.Bild 18 von 35 Der Nationalsport in dem kleinen Königreich ist das Bogenschießen.Bild 19 von 35 Trotz aller Öffnungsbemühungen des abgetretenen Königs ist Bhutan noch weitgehend abgeschottet. Es wird jedes Jahr nur eine begrenzte Zahl ausländischer Besucher ins Land gelassen.Bild 20 von 35 Ein Polizist in der Hauptstadt Thimphu. In der "Metropole" leben derzeit rund 70.000 Menschen.Bild 21 von 35 Politische Parteien sind in Bhutan bislang verboten.Bild 22 von 35 Gegen die Regierung gerichtete Oppositionsgruppen haben sich in Nepal und Indien gebildet.Bild 23 von 35 Sie gingen nach der Nachricht über den Wechsel auf dem Thron auf die Straße.Bild 24 von 35 Demonstration von Exil-Bhutanesen in der Nähe der indisch-nepalesischen Grenze.Bild 25 von 35 Dennoch hat der abgetretene König Jigme Singye Wangchuk für einige Fortschritte gesorgt. Für Ende 2008 sind sogar Parlamentswahlen geplant.Bild 26 von 35 Außenpolitisch war sein Handlungsspielraum sehr eng begrenzt. Bhutan ist von den Großmächten Indien und China umgeben.Bild 27 von 35 Mit Jigme Singye Wangchuk tritt auch dessen Ehefrau Ashi Dorji Wangmo Wangchuk in die zweite Reihe (links ihre Tochter, Prinzessin Ashi Sonam Dechen Wangchuk).Bild 28 von 35 Der neue König ist zum Lavieren gezwungen. Die Beziehungen zu Indien sind nicht ohne Spannungen. Die Grenzen zu China sind geschlossen.Bild 29 von 35 Außenpolitisch versucht sich Bhutan zu emanzipieren. Das Königreich ist Mitglied der UNO, der Blockfreien-Bewegung und der Weltbank.Bild 30 von 35 Auch auf internationalen Konferenzen ist Bhutan präsent. Hier eine Delegation auf dem Weltklima-Gipfel in der kenianischen Hauptstadt Nairobi.Bild 31 von 35 In Asien sucht Bhutan Anschluss an die so genannten "Tigerstaaten". Jigme Khesar Namgyel Wangchuk bei einem Treffen mit dem Premierminister Singapurs, Lee Hsien Loong.Bild 32 von 35 Aber auch die Beziehungen mit Indien müssen gepflegt werden. Bhutan ist vom übermächtigen Nachbarn ökonomisch abhängig.Bild 33 von 35 Innenpolitisch will der neue Monarch den Demokratisierungs- und Öffnungsprozess seines Vaters fortsetzen.Bild 34 von 35 Bhutan geht dennoch einer ungewissen Zukunft entgegen.Bild 35 von 35