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Rücktritte, Rauswürfe und Rochaden: Merkels verlorene Minister

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Für Röttgen kommt CDU-Fraktionsgeschäftsführer Peter Altmaier ins Amt. (Foto: picture alliance / dpa)

Für Röttgen kommt CDU-Fraktionsgeschäftsführer Peter Altmaier ins Amt.

Am 9. Februar 2013 Punkt 14 Uhr tritt Annette Schavan den Rückzug an und als Bildungsministerin zurück. Sie zieht damit die Konsequenz aus der Aberkennung ihres Doktortitels durch die Uni Düsseldorf.

Kanzlerin Merkel verliert mit Schavan nicht nur eine weitere Vertraute, sie muss auch schon wieder einen Posten neu besetzen. Fünf Minister sind im schwarz-gelben Kabinett unter Bundeskanzlerin Angela Merkel schon zurückgetreten. Nicht alle gingen freiwillig.

Nach nur 33 Tagen im Amt - die neue Legislaturperiode für Schwarz-Gelb hatte gerade erst begonnen - muss Arbeitsminister Franz Josef Jung im November 2009 schon wieder abtreten.

Er zieht damit Konsequenzen aus seiner Zeit als Verteidigungsminister in Merkels vorangegangener großer Koalition. Nach einem Luftangriff im afghanischen Kundus im September 2009 hatte er Informationen über zivile Opfer zurückgehalten.

Ursula von der Leyen wechselt vom Familienministerium ins Arbeitsministerium ...

... und macht Platz für Kristina Schröder, die auf von der Leyens altem Stuhl Platz nimmt.

Im März 2011 sorgt der tiefe Fall des damaligen Verteidigungsministers Karl-Theodor zu Guttenberg für die nächste Personalrochade im schwarz-gelben Kabinett.

Der Shootingstar der CSU und Fast-Kanzler stürzt über seine Doktorarbeit, die er zu großen Teilen von anderen Autoren abgeschrieben hatte.

Autoren der Internetplattform "GuttenPlag" entdecken in Guttenbergs Dissertation seitenweise Plagiate. Unter dem Druck der Öffentlichkeit tritt Guttenberg am 1. März zurück.

Innenminister Thomas de Maizière beerbt den gefallenen Politstar und ...

... gibt seinen Posten an CSU-Landesgruppenchef Hans-Peter Friedrich weiter.

Nachdem das Verteidigungs- und Innenministerium neu besetzt sind, vergehen nur wenige Wochen, bis sich das Personal-Karussell im schwarz-gelben Kabinett erneut dreht.

Nach mehreren Pleiten bei Landtagswahlen sortiert sich die FDP im Mai 2011 neu. Rainer Brüderle wird FDP-Fraktionschef und gibt gezwungenermaßen sein Ministerium ab.

An die Spitze des Wirtschaftsressorts rückt Gesundheitsminister Philipp Rösler, der von Außenminister Guido Westerwelle zudem den FDP-Vorsitz übernimmt.

Das ungeliebte Gesundheitsministerium gibt Rösler im Zuge der erneuten Personalrochade an Daniel Bahr weiter.

Bis zur nächsten schwarz-gelben Karussellfahrt vergehen mehrere Monate. Im Mai 2012 endet die Amtszeit von Umweltminister Norbert Röttgen.

Der CDU-Spitzenkandidat erzielte bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen ein schlechtes Ergebnis. Daraufhin schlägt Kanzlerin Merkel dem Bundespräsidenten Röttgens Entlassung vor.

Für Röttgen kommt CDU-Fraktionsgeschäftsführer Peter Altmaier ins Amt.

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