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Swasilands König Mswati III., Schwarzafrikas letzter absoluter Monarch, ist in Partylaune.
40 Jahre alt ist der König in diesem Jahr geworden, und seit 40 Jahren ist auch die auf einer uralten Swasi-Tradition gründende Gebirgs-Monarchie kein britisches Protektorat mehr.
Grund genug für eine rauschende "40/40-Party", zu der Majestät mehr als 20 Millionen Emalangeni (2 Millionen Euro) aus dem Staatssäckel locker machen ließ. Seine 1,1 Millionen Untertanen sollen am 6. September 2008 eine rauschende Feier erleben.
Doch der autoritär regierende Alleinherrscher Mswati III. stößt mit seinem Vorhaben auf heftige Kritik. Das Geld für die Feiern könne besser ausgegeben werden, wenden seine Kritiker ein.
Die Situation in Swasiland gibt ihnen gute Argumente: Mehr als zwei Drittel der Bevölkerung leben in Armut. Nach UN-Statistiken ist mehr als die Hälfte der Bevölkerung auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen.
2007 war mehr als ein Viertel der Bewohner des Landes HIV-positiv, so Amnesty International.
Nur 28 Prozent der Betroffenen wurden mit antiretroviralen Medikamenten behandelt.
Zwar habe sich die Situation der Justiz durch die Ernennung von mehr Richtern verbessert. Doch die Zahl der Vergewaltigungen und anderer Gewalttaten gegen Frauen und Mädchen stieg weiterhin an, schreibt Amnesty über das Jahr 2007.
Gewerkschafter im benachbarten Südafrika planen im Umfeld der Feier einen einwöchigen Beförderungsboykott aller für Swasiland bestimmten Transitgüter. Sie halten Mswati III. vor, sich mehr um seinen Harem als um Demokratie zu kümmern.
Die Gewerkschafter sehen Swasiland in der gleichen Liga wie das Krisenland Simbabwe und fordern eine Aufhebung des Banns für politische Parteien, demokratische Mehr-Parteien-Wahlen sowie eine Verfassung, die demokratische Spielregeln wirklich fest verankert.
Swasiland wurde ab 1890 von Großbritannien und Südafrika zunächst gemeinsam, ab 1893 allein von Südafrika verwaltet. 1902 wurde das Königreich britisches Protektorat. Am 6. September 1968 erhielt Swasiland die Unabhängigkeit von Großbritannien.
Fünf Jahre später setzte König Sobhuza II. die Verfassung außer Kraft und untersagte die Bildung sowie die Betätigung von politischen Parteien per Dekret. Als Sobhuza II. 1982 im Alter von 83 Jahren starb, hinterließ er nach offiziellen Angaben rund 120 Frauen und 600 Kinder.
Die Macht fiel an den 14-jährigen Prinzen Makhosetive, der vier Jahre später als König Mswati III. inthronisiert wurde - hier ein Bild von der Krönung im Jahre 1986.
An einer Demokratisierung seines Landes zeigt er kein Interesse. Zwar überraschte er seine Untertanen Ende 2005 mit einer Verfassung. Doch schrieb diese die Rechte des Monarchen fest.
"Die Mission dieses jungen Mannes ist es, jedes Jahr eine andere hübsche Frau zu heiraten", meint der Generalsekretär des südafrikanischen Gewerkschaftsbundes, Ntshalintshali. Im Bild Frau Nummer 12, Nothando Dube, eine frühere Miss Teen Swasiland.
Frau Nummer 13 ist Phindile Nkambule, die Mswati III. 2005 beim Schilfrohrtanz erwählte, ...
... und die er 2007 heiratete. Das Bild zeigt das junge Paar im Mai 2008 bei einem Besuch in Manila.
Der Schilfrohrtanz ist berühmt-berüchtigt.
Alljährlich lockt der dreitägige "Umhlanga" Touristen an. Die wollen dann natürlich nicht solche Bilder sehen, ...
... sondern etwas malerische.
Im Verlauf der Feiern darf sich der König eines der tanzenden Mädchen als neue Ehefrau auswählen.
Berichten zufolge hat er mittlerweile 27 Kinder von 13 Ehefrauen (im Bild zwei von ihnen), die er mit Luxus-Limousinen und neuen Palästen ausstattet.
Er selbst rollt in einem 390.000 Euro teuren Maybach durchs Land.
Laut "Forbes" kommt Mswati III. auf 200 Millionen Dollar - in der Liste der reichsten Monarchen steht er allerdings nur auf dem 15. und letzten Platz.
Ehefrau Nummer 14 soll der König bereits im Visier haben. Sobald sie schwanger ist, kann er sie heiraten.
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