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Dienstag, 17. Dezember 2013

Massenaufmärsche und Loyalitätsbekundungen: Nordkorea feiert Kim Jong-Il

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Vor zwei Jahren starb der nordkoreanische Diktator Kim Jong-Il. (Foto: Reuters)

Vor zwei Jahren starb der nordkoreanische Diktator Kim Jong-Il.

Vor zwei Jahren starb der nordkoreanische Diktator Kim Jong-Il.

Das ist Grund genug für die neue nordkoreanische Führung, feierlich des einstigen Staatsoberhaupts (Porträt rechts) und seines Vaters, des Staatsgründers Kim Il-Sung, zu gedenken.

Schließlich ist Kim Il-Sung der "Ewige Präsident" und gilt de jure als Staatsoberhaupt des Landes, …

… während sein Sohn Kim Jong-Il seit seinem Tod der "Ewige Generalsekretär" und "Ewige Vorsitzende des Nationalen Verteidigungskomitees der DVRK" ist.

Doch der Todestag wird von Armee und Partei auch genutzt, dem neuen starken Mann Kim Jong Un zu huldigen.

Bilder von der Zeremonie im Zentrum von Pjöngjang zeigen Zehntausende von Militär- und Parteikadern, …

… die zunächst schweigend und mit unbewegter Miene auf den Einzug Kims warten.

Als dieser dann den Saal betritt, ...

… gibt es donnernden Applaus auf den Rängen ...

... und im Präsidium.

Es folgt eine Reihe von Reden, die das Staatsfernsehen live überträgt. Ranghohe Vertreter versprechen dabei dem Machthaber ihre unbedingte Loyalität.

Der Staatschef lauscht gespannt ...

... und spendet wohlwollend Applaus.

Gezeigt werden auch Bilder von Kim und einer Reihe von Spitzenvertretern aus Militär, Partei und Regierung bei einem Besuch im Kumsusan-Mausoleum, in dem Kims Großvater und Staatsgründer Kim Il Sung sowie Kim Jong Il aufgebahrt sind.

Auf den Straßen von Pjöngjang finden sich ebenfalls Tausende Menschen ein.

In langen Reihen warten sie, um Blumen ...

... vor den Denkmälern der beiden ehemaligen Staatschefs niederzulegen.

Die Veranstaltung findet nur wenige Tage nach der Verurteilung und Hinrichtung von Jang Song Thaek, einem Onkel von Kim, statt.

Der 67-jährige Jang war zunächst Mentor des noch unerfahrenen Kim, fiel aber inzwischen offensichtlich in Ungnade.

Jang galt lange Zeit als zweitmächtigster Mann im Land. Ihm wurden gute Verbindungen zum Militär und nach China nachgesagt.

Nach einem kurzen Militärprozess wurde er wegen Landesverrats zum Tode verurteilt.

Bei den Feiern zum Tode Kim Jong-Ils ist Jangs Witwe Kim Kyong Hui nicht zu sehen.

Nach südkoreanischer Auslegung hätte die Witwe mit ihrer Anwesenheit "die Hinrichtung ihres Mannes durch ihren Neffen öffentlich anerkannt". (mli/dpa/AFP)

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