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Barack Obama ist der 44. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika.
Mit seiner Amtsübernahme von Präsident George W. Bush ...
... am 20. Januar 2009 galt es hunderte neue Jobs zu verteilen.
Vor allem die Neubesetzung der Spitzenposten in der neuen US-Regierung wurde mit Spannung verfolgt.
Fest steht: Chicago hat Washington und das Weiße Haus erobert.
Die "New York Times" spricht von einem "eindrucksvollen Triumvirat" aus Chicago, das in das Zentrum der Macht einzog:
An der Spitze des machtvollen Trios steht Präsident Obama, dessen politische Heimat Chicago ist. Von dort bringt er seine engsten Vertrauten mit nach Washington.
Seit Jahren stets an seiner Seite: David Axelrod.
Obamas oberster Wahlkampfmanager ist der Chefberater des Präsidenten.
Der 55-jährige Ex-Journalist der "Chicago Tribune" gilt als Kopf hinter der erfolgreichen "Change"-Kampagne seines Chefs.
Er ist einer der engsten Vertrauten Obamas: Die beiden kennen sich bereits seit 1992, Axelrod begleitete Obama erst auf seinem Weg in den US-Senat und nun ins Weiße Haus.
Der Kampagnenmacher ist übrigens laut "New York Times" für seine ständig wechselnden Handy-Klingeltöne bekannt. Mal ertönt Bruce Springsteen, mal Stevie Wonder, auch Simon und Garfunkel sollen schon bei Anrufen gesungen haben.
Der Dritte im Triumvirats-Bunde dürfte die Klingeltöne ganz gut kennen, denn er ist mit Axelrod bestens vertraut: Der neue Stabschef Rahm Emanuel bezeichnet Obamas Chef-Berater als einen seiner engsten Freunde.
Auch Emanuel ist mit Chicago eng verbunden, dort hat er eine wichtige politische Basis: Der Norden der Stadt ist Teil seines Wahlbezirks als Kongressabgeordneter.
Der fast 49-Jährige ist ein politisches Schwergewicht, ein erfahrener Stratege der Demokraten, der unter anderem von 1993 bis 1999 ein Berater des damaligen Präsidenten Bill Clinton war.
Besonderes Kennzeichen: Nach einem Arbeitsunfall in seiner Jugend an einer Fleischermaschine hat Rahm Emanuel an der rechten Hand nur noch einen halben Mittelfinger.
Der ehemalige Investmentbanker (16 Millionen Dollar soll er verdient haben) hat sich wegen seiner manchmal ruppigen Art den Spitznamen "Rahmbo" eingefangen. "Keine Gefangenen machen" gilt als sein Motto bei wichtigen Zielen.
An der Seite des Triumvirats im Weißen Haus steht ein weiterer enger Vertrauter Obamas, der in den vergangenen vier Jahren so viel Zeit mit dem demokratischen Politiker verbracht haben soll, wie niemand sonst.
Robert Gibbs ist der neue Sprecher des Weißen Hauses, nachdem er bereits im Wahlkampf Obamas Pressesprecher war.
Der 37-Jährige gilt im Gegensatz zu seinem Chef als Hitzkopf, besonders in Stresssituationen. Für Obama arbeitet der PR-Profi seit 2004.
Auch Arne Duncan kennt Obama bereits aus Chicago. Er war dort Direktor der Schulbehörden und wechselte nun als Bildungsminister nach Washington.
Er gilt als reformfreudig und durchsetzungsfähig, macht jedoch einen großen Sprung auf die nationale Bühne, wo er das Bildungssystem auf Vordermann bringen will.
Ihre Nominierung wurde abwechselnd entweder als cleverer Coup oder als riskantes Wagnis bewertet.
Obama wollte seine ehemalige Konkurrentin um die demokratische Präsidentschaftskandidatur am Kabinettstisch mit einbinden.
Hillary Rodham Clinton ist die neue Außenministerin der USA.
Die Senatorin von New York und ehemalige First-Lady bekleidet damit eines der wichtigsten Regierungsämter: Das neue Gesicht der USA in der Welt.
Als mögliches Risiko galt ihr Mann mit seinen weltweiten, verzweigten Geschäftsbeziehungen. Diese musste der Ex-Präsident Bill Clinton vollständig offenlegen, um bösen Überraschungen vorzubeugen.
Die 61-jährige Clinton hat übrigens auch einen starken Bezug zu Chicago: Es ist ihre Geburtsstadt.
Den angesichts der Wirtschaftskrise derzeit wichtigsten Posten in Obamas Kabinett bekam dieser Mann: Timothy Geithner ist neuer US-Finanzminister.
Obama vertraut dem Chef der New Yorker Notenbank, der als Kenner der Wall Street gilt, die Lösung der Finanzkrise an.
Ein wichtiger Vorteil: Der 47-jährige Geithner hat einen guten Draht zum Chef der Zentralbank, Ben Bernanke.
An Geithners Seite wird zudem Lawrence Summers als Chef des Nationalen Wirtschaftsrates die Krise bekämpfen.
Der ehemalige Präsident der Harvard-Universität war bereits unter Bill Clinton Finanzminister. Er gilt als Freund offener Worte, was ihm allerdings auch einige Feinde eingebracht hat.
Die Nominierung von Geithner und Summers sorgte an den Börsen jedenfalls schon einmal für gute Stimmung - die Kurse gingen nach oben.
An ihrer Seite spielt auch Peter Orszag eine wichtige Rolle: Als Budgetdirektor soll der bisherige Leiter der Etatbehörde im Kongress den Staatshaushalt reformieren.
Der dritte wichtige Wirtschaftsposten des Handelsministers ist mit dem ehemaligen Gouverneur des US-Bundesstaates Washington, Gary Locke, besetzt.
Ein weiterer Handelsbeauftragter in Obamas Kabinett ist Ron Kirk. Er hat als Bürgermeister von Dallas in Texas bereits für einen wirtschaftlichen Boom gesorgt.
Eine Weggefährtin Obamas findet sich an der Spitze des Gesundheitsministeriums, einem der schwierigsten Posten in der Regierung.
Kathleen Sebelius war als Anwärterin für verschiedene Ämter im Gespräch, darunter auch der Posten des Vize-Präsidenten, den Obama dann aber an Joseph Biden vergab.
Der Nobelpreisträger von 1997, Steven Chu, ist neuer Energieminister. Seit 2004 leitet er das Lawrence-Berkeley-Nationallabor, wo er vor allem zum Klimawandel forscht. Der 60-Jährige ist der Sohn chinesischer Einwanderer.
Auch die Besetzung des Justizministeriums wurde zu einem historischen Moment: Eric Holder ist der erste afro-amerikanische Chef auf diesem Stuhl.
Der 57-Jährige ist zugleich Generalbundesanwalt der USA. Genug Erfahrung hat der ehemalige Richter und Staatsanwalt für seinen neuen Job: Er war bereits stellvertretender Justizminister unter Bill Clinton.
Eine wichtige Kollegin Holders an Obamas Kabinettstisch ist Janet Napolitano. Die Gouverneurin von Arizona wurde zur Heimatschutzministerin ernannt.
Napolitano gilt als überparteilich und pragmatisch. Als Ministerin möchte sie die Einwanderungsregelungen grundlegend erneuern.
Durch Arizonas direkte Grenze zu Mexiko hat sie auch Erfahrungen mit illegaler Immigration gesammelt. Für heftige Kritik aus dem linken Lager sorgte dabei ihr Plädoyer für den Einsatz der Nationalgarde an der US-Grenze.
Hand in Hand mit ihr arbeitet Obamas Nationaler Geheimdienstchef Dennis Blair.
Der ehemalige US-Admiral koordiniert alle 16 Geheimdienste in Obamas Auftrag.
Er durfte als einziger Bush-Minister seinen Platz am Kabinettstisch behalten: Robert Gates bleibt auch unter Obama Verteidigungsminister.
Gates gilt als gemäßigter Republikaner, der in Kriegszeiten Kontinuität verkörpern könnte. Es wird aber spekuliert, dass er nur für einige Monate übergangsweise im Amt bleiben wird.
Die Grundlinien der neuen Sicherheits- und Verteidigungspolitik werden dabei von diesem Mann vorgeben: James L. Jones ist Obamas Nationaler Sicherheitsberater.
Der Vier-Sterne-General und ehemalige NATO-Oberbefehlshaber ist ein scharfer Kritiker der Kriegsführung im Irak.
Jones gilt zudem als überparteilich und hat Obama bereits während seines Wahlkampfs beraten.
Für Verkehrsangelegenheiten ist Ray LaHood zuständig. Er ist einer von zwei Republikanern am Kabinettstisch.
LaHood gilt als enger Vertrauter von Stabschef Rahm Emanuel und kommt wie Obama aus Illinois.
Im Gegensatz zu Deutschland ist der US-Innenminister nicht für Sicherheit, sondern vor allen für Umweltschutz und Ressourcen wie Bodenschätze zuständig.
Ken Salazar hat bereits Erfahrungen in diesen Bereichen. Wie Obama gehört er erst sei 2004 dem Kongress an. Der frühere Bauer hat Latino-Wurzeln.
Die Kongressabgeordnete und Tochter mexikanischer Einwanderer Hilda Solis ist neue Arbeitsministerin. Sie ist eine engagierte Gewerkschafterin, ...
... die auch bei Frauengruppen in den USA sehr beliebt ist. Sie hat es sich zum Ziel gesetzt, die Arbeitsbedingungen von Niedriglöhnern zu verbessern.
Minister für Landwirtschaft in Obamas Kabinett ist Thomas Vilsack. Er ist ein früherer Rivale von Obama um die Präsidentschaftkandidatur.
Vilsack kommt aus der Kornkammer der USA - Iowa. Dort war er auch zwei Wahlperioden lang Gouverneur.
Der Architekt und bisherige Chef der New Yorker Wohnungsbaubehörde, Shaun Donovan, soll als Wohnungsbauminister frischen Wind in seine Behörde bringen.
Für Veteranen zuständig ist ein Kritiker des Irakkrieges: Eric Shineski war Generalstabschef und verlor 2003 seinen Posten.
Lisa Jackson leitet die Umweltbehörde EPA, was sie bereits im Bundesstaat New Jersey getan hat. Die Chemikerin gilt als Expertin.
Seine wichtigste außenpolitische Expertin im Wahlkampf hat Obama nach New York geschickt: Susan Rice ist die neue Botschafterin bei den Vereinten Nationen.
Der ehemalige Schützling der Außenministerin Albright will im UN-Sicherheitsrat eine starke Rolle spielen. (Alle Bilder AP/Reuters)
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