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Sonntag, 07. August 2011

Ausschreitungen in Tottenham: Randalierer zünden Häuser an

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Ein Sprecher von Londons Bürgermeister Boris Johnson warnte, Gewalt und Zerstörung würden die Ermittlungen der IPCC nicht erleichtern. (Foto: AP)

Ein Sprecher von Londons Bürgermeister Boris Johnson warnte, Gewalt und Zerstörung würden die Ermittlungen der IPCC nicht erleichtern.

Nach Protesten gegen den Tod eines vierfachen Familienvaters durch eine Polizeikugel kommt es in der Nacht zum 7. August zu schweren Ausschreitungen im Norden Londons.

Zwei Polizeiautos, ein Doppeldecker-Bus und Geschäfte seien in Tottenham angezündet worden, teilt ein Polizeisprecher mit.

Acht Polizisten werden bei den seit Jahren schwersten Ausschreitungen in einem Außenbezirk der britischen Hauptstadt verletzt.

Spezialkräfte der Polizei bemühen sich, die Lage wieder unter Kontrolle zu bringen.

Der britische Unterhausabgeordnete für Tottenham, David Lammy, ruft die Bevölkerung zur Ruhe auf: …

… "Diejenigen, die sich an die destruktiven Konflikte der Vergangenheit erinnern, sollten entschlossen sein, nicht dorthin zurückzukehren."

Nach einem zunächst friedlichen Protest vor einer Polizeiwache in Tottenham gegen den Tod des 29-Jährigen am Donnerstag geriet die Lage außer Kontrolle.

Hunderte Randalierer warfen Brandbomben und zertrümmerten Schaufenster.

Journalisten berichten von Plünderungen.

Die Polizei muss die Feuerwehrleute, die die Brände löschen sollen, eskortieren.

Berichte über Festnahmen gibt es zunächst nicht - doch Bilder zeigen, wie Menschen abgeführt werden.

Am Donnerstag war in Tottenham ein 29-jähriger Passagier eines Taxis unter ungeklärten Umständen von der Polizei erschossen worden.

Nach Angaben der unabhängigen Polizeiaufsichtsbehörde (IPCC) hatten Sondereinsatzkräfte im Zuge von Ermittlungen gegen Waffenkriminalität das Taxi für eine geplante Festnahme gestoppt.

Dann fielen Schüsse, vermutlich zwei aus der Waffe eines Polizisten.

Zudem wurde eine nicht von der Polizei registrierte Waffe am Tatort gefunden.

Womöglich gab es einen Schusswechsel: Im Funkgerät eines Polizisten wurde später eine Kugel gefunden.

In dem Londoner Stadtteil, der vor allem für seinen Erstliga-Fußballverein Tottenham Hotspurs bekannt ist, war 1985 bei den schlimmsten Ausschreitungen in Großbritannien seit 30 Jahren ein Polizist getötet worden.

Ein Sprecher von Londons Bürgermeister Boris Johnson warnte, Gewalt und Zerstörung würden die Ermittlungen der IPCC nicht erleichtern.

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