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Politik

Auf dem Weg in die EU?: Saakaschwili lässt Kritiker zusammenknüppeln

 
Auf dem Weg in die EU?: Saakaschwili lässt Kritiker zusammenknüppeln

Für die eigene politische Überzeugung auf die Straße zu gehen - das kann in vielen Ländern böse Folgen haben.

Auch in Georgien.

Dort regiert Präsident Michail Saakaschwili.

Dem Russland-Gegner, den im Westen manche auch als politischen Wirrkopf bezeichnen, wirft die Opposition einen autokratischen Regierungsstil vor.

Beweis dafür könnte auch sein, mit welcher Brutalität die Polizei gegen Regierungskritiker vorgeht. So wie in der Nacht zum 26. Mai 2011 in Tiflis.

Mit Wasserwerfern, Tränengas, vor allem aber ...

... mit Knüppeln lässt der Präsident seine Gegner verprügeln.

Es gibt zahlreiche Verletzte, ...

... möglicherweise sogar Tote.

Die offiziellen Angaben zu den Ereignissen sind merkwürdig.

Die Behörden begründen die gewaltsame Auflösung der Demonstration damit, dass die Genehmigung für Proteste um Mitternacht ausgelaufen war.

Für Menschenrechtsorganisationen ein unglaublicher Skandal.

Die Polizei habe auf Demonstranten eingeschlagen, obwohl diese keinen Widerstand geleistet hätten, teilt die Organisation Transparency International Georgia mit.

"Das ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit", sagt die frühere Parlamentspräsidentin Nino Burdschanadse, die zu den Oppositionsführern in Georgien gehört.

Bereits in der Vergangenheit gab es blutige Proteste in Georgien. Die zersplitterte Opposition scheiterte aber stets damit, den Präsidenten abzulösen.

Internationale Reaktionen auf das äußerst brutale Vorgehen stehen noch aus.

Das könnte sich aber bald ändern.

Denn eigentlich will Saakaschwili das Land in die EU führen, in der starker Wert auf die Einhaltung der Menschenrechte gelegt wird.

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