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In Kabul haben am Mittwochmorgen mehrere Kämpfer der Taliban ein UN-Gästehaus angegriffen ...
... und das Fünf-Sterne-Hotel "Serena" mit Raketen und Mörsern beschossen.
Die Islamisten hatten sich in dem Gebäude verschanzt und offenbar auch Geiseln genommen.
Danach lieferten sie sich heftige Gefechte mit afghanischen Sicherheitskräften.
Die Kämpfe mit den Aufständischen dauerten rund eineinhalb Stunden an.
Einer der Angreifer sprengte sich dabei offenbar in die Luft - eine Explosion erschütterte das Gästehaus, ein Feuer brach aus.
Mehrere Menschen wurden bei den Kämpfen zwischen Angreifern und Sicherheitskräften getötet, berichtet die afghanische Polizei.
Unter den Opfern seien zwei Sicherheitskräfte, ein Zivilist ...
... und mindestens sechs UN-Mitarbeiter.
Die Einsatzkräfte haben zudem alle Angreifer getötet.
Unter den Getöteten UN-Mitarbeitern ist nach Angaben der US-Botschaft ein Amerikaner. Nach Erkenntnissen des Auswärtigen Amtes in Berlin wurden keine Deutschen verletzt. Die Staatsangehörigkeit der übrigen Opfer ist noch unklar.
Bei den folgenden Raketen- und Mörserangriffen wurde nach Angaben von n-tv Korrespondentin Antonia Rados niemand verletzt. Die Journalistin befand sich zum Zeitpunkt des Angriffs im Frühstücksraum des Hotels und wurde zusammen mit den anderen Gästen und dem Personal in einen Schutzbunker gebracht.
Bereits im Januar 2008 hatte ein Selbstmordkommando der Taliban das Luxushotel angegriffen und mehrere Menschen getötet. Die Sicherheitsmaßnahmen waren danach drastisch verschärft worden.
"Dies ist eine Tragödie für uns in der UN-Familie", sagte der UN-Sondergesandte Kai Eide. Die Wachmänner an dem Gästehaus hätten aber vermutlich eine höhere Opferzahl verhindert.
Zu dem Angriff bekannten sich die radikalislamischen Taliban.
Die Attacke sei nur der "erste Schritt" einer Kampagne der Gewalt gegen die zweite Runde der Präsidentenwahl am 7. November, sagte Taliban-Sprecher Sabihullah Mudschahed.
Die Opfer beim Sturm auf das UN-Gästehaus hätten bei der Vorbereitung der Wahl am 7. November mitgeholfen.
Die Aufständischen hatten alle Afghanen und Ausländer davor gewarnt, dass sie dadurch zum Ziel würden.
Präsident Hamid Karsai verurteilte den Angriff und befahl den Sicherheitskräften, den Schutz ausländischer Einrichtungen zu verschärfen.
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