Sie sehen ein bisschen aus wie Spielzeug, ...Bild 1 von 30 ... sind aber eine tödliche Gefahr: ...Bild 2 von 30 Streubomben sind besonders gefährliche Waffen, weil sie oft Kinder töten und verletzen ...Bild 3 von 30 ... und Blindgänger noch Jahre nach ihrem Einsatz explodieren können.Bild 4 von 30 Über 100 Staaten haben in Oslo ein Abkommen über das Verbot von Streubomben unterzeichnet. Neben Deutschland zählen Frankreich, Großbritannien, Japan, Kanada und Australien dazu.Bild 5 von 30 Mit den USA, Russland, China und Israel sind die wichtigsten Herstellerländer von Streumunition allerdings nicht dabei.Bild 6 von 30 Vor allem im Gefolge der breiten Empörung über den Einsatz von Streubomben durch Israel im Libanon-Krieg wurde die Konvention für ein weltweites Verbot unterzeichnet. Der Libanese Hussein Marji sammelte einige der Blindgänger ein.Bild 7 von 30 Wegen der vielen nicht explodierten Bomben müssen auch libanesische Kinder lernen, Streubomben zu erkennen und zu meiden.Bild 8 von 30 Norwegens Ministerpräsident Jens Stoltenberg sagte zur Ächtung der Bomben: "Die Welt wird nicht mehr dieselbe sein, wenn diese bestialische Waffenart nun endlich verboten und vernichtet wird."Bild 9 von 30 Der Vertrag wurde im Mai 2008 in Dublin ausgehandelt und ächtet die Entwicklung, Herstellung, Lagerung und Anwendung von Streubomben.Bild 10 von 30 Außerdem sieht das Abkommen die Räumung der mit Streumunition belasteten Gebiete und Hilfe für deren Opfer vor.Bild 11 von 30 Auf Druck mehrerer NATO-Staaten wurden allerdings etliche Ausnahmeregelungen in das Abkommen eingebaut. Streubomben, die bestimmte Kriterien erfüllen, werden von dem Verbot ausgenommen.Bild 12 von 30 Für die Zerstörung der vorhandenen Bestände wurde im Vertrag von Oslo ein Zeitraum von acht Jahren eingeräumt. Das brandenburgische Unternehmen Nammo Buck GmbH entsorgte bereits kurz nach der Übereinkunft NATO-Raketen mit Streubomben-Munition.Bild 13 von 30 Streubomben zählen zu den gefährlichsten Waffenarten der Welt: Die auf englisch als "Cluster Bomb Units" bezeichneten Waffen enthalten eine Vielzahl kleinerer Bomben, die sich in der Luft über einer riesigen Fläche ausbreiten.Bild 14 von 30 In dieser NATO-Rakete M 26 stecken beispielsweise 644 der "Mini-Bomben".Bild 15 von 30 Sie können aus Flugzeugen abgeworfen oder mit Raketen und als Granaten verschossen werden.Bild 16 von 30 Rund fünf Prozent gehen beim Aufprall auf dem Erdboden nicht sofort hoch, sondern liegen jahrelang als unentdeckte Gefahr im Gelände.Bild 17 von 30 Die Blindgänger bleiben deshalb noch Jahrzehnte nach Ende eines Konflikts eine Gefahr für die Menschen. Sie detonieren bei der geringsten Berührung.Bild 18 von 30 Seit dem Beginn des Einsatzes von Streumunition wurden laut Schätzungen der UN über 100.000 Menschen durch diese Waffenart getötet oder verstümmelt.Bild 19 von 30 Mehr als ein Viertel der Opfer sind Kinder, ...Bild 20 von 30 ... da sie die bunten Behälter der Sprengsätze für Spielzeug oder Konservendosen halten.Bild 21 von 30 "Ich habe die schreckliche Wirkung dieser Waffen gesehen, als ich für das Rote Kreuz gearbeitet habe", sagt der norwegische Außenminister bei der Unterzeichnung des Verbots. "Kinder, die ihre Beine verlieren, ...Bild 22 von 30 ... und Bauern, die ihre Felder nicht mehr bestellen können."Bild 23 von 30 Nach Angaben der Organisation Handicap International wurden seit 1965 weltweit mindestens 440 Millionen Streubomben abgeworfen, davon allein 383 Millionen in südostasiatischen Ländern wie Laos, Vietnam oder Kambodscha.Bild 24 von 30 Im Afghanistan-Krieg gegen die Taliban setzten die USA sie vielfach ein (Aufnahme von 2001).Bild 25 von 30 Die NATO hat bestätigt, dass bei Einsätzen der NATO-Streitkräfte im Kosovo insgesamt 1392 Streubomben mit einer Bestückung von 289.536 Submunitionen an 333 Ziel- oder Abwurforten zum Einsatz kamen.Bild 26 von 30 Nach Angaben der UN-Organisation Mine Action Programme (MAPA) ist Afghanistan eines der am schwersten von nicht detonierter Streumunition betroffenen Länder der Welt.Bild 27 von 30 Obwohl die MAPA dort zwischen März 1978 und Dezember 2000 mehr als 1,6 Millionen Blindgänger entfernt habe, ...Bild 28 von 30 ... seien durch verbliebene Explosivkörper im gleichen Zeitraum mindestens 2812 Menschen getötet und tausende weitere verletzt worden.Bild 29 von 30 Allein die US-Armee hatte Schätzungen zufolge im Jahr 2008 noch bis zu 800 Millionen Streubomben in ihren Beständen. (Bilder: dpa/AP/rts)Bild 30 von 30