Der islamistische Terrorismus ist in Deutschland angekommen. Sicherheitsbehörden nahmen im Sauerland drei mutmaßliche islamistische Terroristen fest.Bild 1 von 31 Die Männer, zwei zum Islam übergetretene Deutsche und ein Türke, sollen "massive Bombenanschläge" geplant haben.Bild 2 von 31 Ihre Anschlagsziele waren offenbar der Frankfurter Flughafen, ....Bild 3 von 31 ... eines der größten Luftdrehkreuze Europas, ...Bild 4 von 31 ... und der US-Stützpunkt Ramstein.Bild 5 von 31 Im Dezember 2006 soll einer der Festgenommenen auch zwei US-Kasernengebäude in Hanau als potenzielles Anschlagsziel ausgespäht haben.Bild 6 von 31 Sicher ist: Es war eine der schwerwiegendsten Terrorplanungen in Deutschland, so Generalbundesanwältin Monika Harms.Bild 7 von 31 Den Ermittlungen zufolge hatte einer der Verdächtigen nach und nach zwölf Fässer mit insgesamt 730 Kilogramm 35-prozentiger Wasserstoffperoxidlösung beschafft.Bild 8 von 31 Dies hätte die Sprengkraft von 500 Kilogramm TNT gehabt - ...Bild 9 von 31 ... und damit wesentlich mehr als Terrorbomben von Madrid im Jahr 2004 ...Bild 10 von 31 ... und London ein Jahr später.Bild 11 von 31 Den Behörden gelang es nach eigenen Angaben, heimlich das Wasserstoffperoxid mit einer niedriger konzentrierten Lösung auszutauschen. Bürger seien daher zu keiner Zeit gefährdet gewesen.Bild 12 von 31 Dennoch zeigen sich die Sicherheitsbehörden beunruhigt. "Das leitende Motiv der Gruppe in Deutschland ist Hass gegen amerikanische Staatsbürger", sagte der Präsident des Bundeskriminalamtes (BKA), Jörg Ziercke.Bild 13 von 31 Nach BKA-Angaben waren gleichzeitige Anschläge mit Autobomben an mehreren Orten in Deutschland mit möglichst vielen Toten und Verletzten geplant.Bild 14 von 31 Die verdächtigen Männer waren offenbar im vergangenen Jahr in einem Lager im Norden Pakistans ausgebildet worden.Bild 15 von 31 Zum Kern der Gruppe gehören laut Ziercke noch weitere Tatverdächtige und Kontaktpersonen.Bild 16 von 31 Nach den Festnahmen durchsuchte die Polizei noch mehr als 40 Objekte in Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Hessen, Niedersachsen und dem Saarland, darunter auch dieses Islamische Informationszentrum in Ulm.Bild 17 von 31 Aus Ulm stammte offenbar auch der Koordinator der Anschlagspläne. Der Großraum Ulm ist nach Angaben der Sicherheitsbehörden eine der Schwerpunktregionen von Islamisten in Baden-Württemberg.Bild 18 von 31 Laut dem Landesamt für Verfassungsschutz gab es hier schon vor dem 11. September 2001 eine aktive islamistische Szene. Während des Bosnien-Krieges seien Aktivisten aus der Szene zum Kämpfen in das Land gegangen.Bild 19 von 31 Mit deutschen Publikationen würden "muslimisch aussehende Männer" offen auf der Straße angesprochen, um sie zu gewinnen. Im Bild das Haus eines der Festgenommenen.Bild 20 von 31 Die drei Terrorverdächtigen sollen Mitglieder der Islamischen Dschihad-Union sein.Bild 21 von 31 Bei der Islamischen Dschihad-Union handelt es sich um eine vorwiegend in Zentralasien aktive sunnitische Gruppierung, die sich von der islamischen Bewegung Usbekistans abgespalten hat.Bild 22 von 31 Militante Mitglieder des Islamischen Dschihad-Union werden in ganz Zentral- und Südasien vermutet. Wie die jüngsten Ereignisse zeigen, hat die Gruppierung ihren Wirkungskreis nun nach Europa ausgeweitet.Bild 23 von 31 Dies dürfte laut Bundesanwaltschaft unter dem Einfluss des Terrornetzwerks Al Kaida erfolgt sein. Im Winter 2006 sei eine deutsche Zelle der Dschihad-Union entstanden.Bild 24 von 31 Ihr Ziel: Mitglieder in der Bundesrepublik zu rekrutieren und auch hier Anschläge zu verüben.Bild 25 von 31 Mit den Festnahmen im sauerländischen Oberschledorn, ...Bild 26 von 31 ... wo die Männer in einem Ferienhaus bereits mit dem Bombenbau begonnen hatten, konnten die Sicherheitskräfte einen Anschlag noch verhindern.Bild 27 von 31 Dennoch warnt Ziercke: "Wir müssen auch weiterhin in Deutschland sehr aufmerksam sein."Bild 28 von 31 Bundesinnenminister Schäuble sieht sich in seinen Warnungen bestätigt. Deutschland sei nicht nur Teil eines weltweiten Gefahrenraums, "sondern konkret durch den Terrorismus bedroht".Bild 29 von 31 Laut Verfassungsschutz leben in Deutschland etwa 3000 gewaltbereite Islamisten. Der Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD) fordert die Muslime auf, die Extremisten zu melden.Bild 30 von 31 "Terroristen sind Feinde des Islam und der Menschheit. Mit dem friedliebenden Islam und den Muslimen in Deutschland hat das nichts zu tun", sagte Generalsekretär Aiman Mazyzek. "Ich bin froh, dass die Sicherheitsbehörden erfolgreich ermittelt haben."Bild 31 von 31